Cisco Aktie: Enterprise-Nexus-Switches springen 85 Prozent
Veröffentlicht am: 23.08.2026 um 18:51 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Netzwerk-Spezialist Cisco hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2026 die eigenen Zielmarken für Aufträge im Bereich der künstlichen Intelligenz (KI) übertroffen. Mit einem Auftragsvolumen von 9,3 Milliarden US-Dollar überstieg das Unternehmen die ursprüngliche Prognose von 9 Milliarden US-Dollar.
Während die Marktreaktion auf die jüngsten Quartalszahlen volatil ausfiel, zeigen aktuelle Daten eine deutliche Zunahme des Interesses durch institutionelle Investoren.
Strategischer Fokus auf KI-Infrastruktur
Der Umbau von Cisco hin zu einem zentralen Akteur für KI-Infrastruktur trägt Früchte. Im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2026 stiegen die Aufträge für die Enterprise-Nexus-Switches, die für den Betrieb von KI-Workloads in Rechenzentren optimiert sind, im Vergleich zum Vorquartal um 85 Prozent.
Für das kommende Geschäftsjahr 2027 stellt das Management bereits KI-bezogene Umsätze in Höhe von 7,5 Milliarden US-Dollar in Aussicht. Laut Berichten von Branchenexperten wird dieser Zyklus durch die Notwendigkeit getrieben, veraltete Netzwerk-Hardware zu ersetzen, um den Anforderungen neuer KI-Modelle gerecht zu werden.
Neben der Hardware setzt Cisco verstärkt auf softwaregestützte Automatisierung. Der unternehmenseigene KI-Assistent „Circuit“ verarbeitete im vierten Quartal mehr als 75 Millionen Anfragen. Zudem konnte das Unternehmen mithilfe von KI-Support-Lösungen rund 145.000 Servicefälle ohne menschliches Eingreifen bearbeiten.
Die verbleibenden Leistungsverpflichtungen (RPO), ein wichtiger Indikator für künftige Umsätze, stiegen um 7 Prozent. Der Gesamtumsatz im vierten Quartal kletterte um 17,6 Prozent auf 17,25 Milliarden US-Dollar, während der bereinigte Gewinn je Aktie (Non-GAAP EPS) mit 1,22 US-Dollar die Erwartungen der Analysten um 0,05 US-Dollar übertraf.
Analysten-Konsens und institutionelle Bewegungen
Große Investmenthäuser haben auf die operative Entwicklung reagiert. Medienberichten zufolge stockte die Bank of Nova Scotia ihre Position in Cisco-Aktien im zweiten Quartal 2026 massiv um 52,4 Prozent auf nunmehr 852.501 Anteile auf.
Auch Blue Capital und die Heartland Bank & Trust vergrößerten ihre Bestände deutlich. Dem standen vereinzelte Verkäufe gegenüber, unter anderem durch die Korea Investment Corporation, die ihren Anteil um 5,2 Prozent reduzierte.
Die Einschätzungen der Analysten bleiben mehrheitlich positiv. Das Konsens-Kursziel liegt derzeit bei 129,43 US-Dollar, was das Rating „Moderate Buy“ unterstreicht. Barclays rief zuletzt ein Ziel von 123 US-Dollar aus, während Citigroup die Bewertung bei 112 US-Dollar ansetzte. Trotz der soliden Auftragslage im Hardware-Bereich blieb der Service-Umsatz zuletzt hinter einigen Erwartungen zurück, was die kurzfristige Kursentwicklung dämpfte.
Am Freitag schloss die Aktie im europäischen Handel bei 95,03 Euro, was einem Tagesgewinn von 1,3 Prozent entspricht. Damit notiert der Titel aktuell rund 15 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von 112,30 Euro, das Anfang Juni erreicht wurde.
Seit Beginn des Jahres verzeichnet das Papier jedoch eine deutliche Wertsteigerung von 44 Prozent. Angesichts der prall gefüllten Auftragsbücher im KI-Sektor bleibt die strukturelle Nachfrage nach Netzwerklösungen für Rechenzentren der zentrale Ankerpunkt für die kommenden Quartale.
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