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Chevron Aktie: Michigan-Klage gegen Ölkonzerne abgewiesen

Veröffentlicht am: 30.09.2026 um 05:53 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Das Gericht wies Michigans Kartellklage ab; HSBC erhöhte das Kursziel, während Chevron weitere Erkundungen und Kooperationen plant.

Photorealistic offshore oil drilling platform in the Pacific Ocean at dusk, dramatic storm clouds illuminated by orange and purple twilight, platform lights reflecting on dark choppy water
Chevron Corporation US1667641005 betreibt Offshore-Ölplattformen im Pazifik bei dramatischer Abenddämmerung mit Sturmwolken Illustration mit AI erstellt.

Ein US-Bundesgericht hat eine kartellrechtliche Klage gegen Chevron und weitere Branchenvertreter zu den Akten gelegt. Richterin Jane Beckering wies die Klage des Bundesstaates Michigan gegen Chevron, BP, Exxon und Shell ab. Dem Quartett war vorgeworfen worden, unerlaubte Absprachen getroffen zu haben, um den Wettbewerb im Bereich erneuerbare Energien und bei Elektrofahrzeugen auszubremsen.

Mit dem Urteilsspruch entfällt für den US-Konzern ein rechtliches Risiko im Heimatmarkt. Laut Reuters zielten die Vorwürfe aus Michigan darauf ab, den Ölkonzernen eine koordinierte Behinderung alternativer Antriebs- und Energietechnologien nachzuweisen. Die Entscheidung von Richterin Beckering beendet dieses Verfahren zugunsten der Beklagten.

HSBC sieht weiteres Kurspotenzial

Rückenwind erhält Chevron zudem von Analystenseite. Medienberichten zufolge hat HSBC am vergangenen Freitag das Kursziel für den Titel von 218 auf 250 $ angehoben. Die Einstufung beließ das Institut auf „Buy“.

Im gestrigen Handel an den europäischen Börsen gab der Kurs leicht um 0,7 Prozent nach und ging bei 180,28 Euro aus dem Handel. Auf Jahressicht verzeichnet der Titel dennoch ein deutliches Plus: Seit Jahresanfang summiert sich der Kursgewinn auf 40 Prozent.

Explorationspläne im Mittelmeer und Asien

Neben den juristischen Entwicklungen treibt Chevron internationale Vorhaben voran. Wie das griechische Energieministerium mitteilte, wird der Konzern bis Ende 2026 mit seismischen Untersuchungen vor der griechischen Küste beginnen. Die Erkundungen betreffen Blöcke im Ionischen Meer sowie Gebiete südlich der Peloponnes und vor Kreta. Das Vorhaben markiert einen konkreten Zeitplan für die geplanten Messungen im östlichen Mittelmeer.

Parallel dazu stehen mögliche Kooperationen im asiatisch-pazifischen Raum im Fokus. Reuters berichtete am 16. September, dass Chevron und Murphy Oil voraussichtlich Vereinbarungen mit dem staatlichen vietnamesischen Unternehmen Petrovietnam bekannt geben dürften.

Eine tatsächliche Unterzeichnung dieser Vereinbarungen wurde in diesem Zusammenhang allerdings noch nicht bestätigt. Die anstehenden Schritte zeigen jedoch das anhaltende Interesse des Konzerns an neuen Erschließungsprojekten.

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