Chevron Aktie: Equinor steigt in Namibia ein
Veröffentlicht am: 18.08.2026 um 18:23 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Chevron trennt sich von einem Anteil an seinem Namibia-Explorationsblock – und holt sich mit Equinor einen prominenten Partner ins Boot. Die norwegische Equinor hat eine Vereinbarung mit der Chevron-Tochter Harmattan Energy unterzeichnet, um 17,4 Prozent an der Explorationslizenz PEL 90 im Orange-Becken vor der namibischen Küste zu übernehmen. Für Equinor ist es der erste Markteintritt in Namibia überhaupt.
Finanzielle Details der Transaktion nannten beide Unternehmen nicht. Vor dem Deal hielt die Chevron-Tochter 52,5 Prozent an der Lizenz, die übrigen Anteile liegen bei QatarEnergy, Trago Energy und dem staatlichen Ölkonzern NAMCOR. Chevron bleibt Betreiber des Blocks 2813B.
Drill-ready-Prospekt vor Testphase 2026
Die Lizenz umfasst einen bohrfertigen Fundort, der noch in diesem Jahr getestet werden soll. Equinor begründet den Einstieg mit der Strategie, das internationale Portfolio gezielt zu stärken – Namibia gilt als eines der aussichtsreichsten Explorationsgebiete der vergangenen Jahre und ergänzt Equinors bestehende Position an der atlantischen Kontinentalrandzone. Der Deal steht noch unter dem Vorbehalt behördlicher Genehmigungen.
Für Chevron passt der Schritt ins Bild eines Konzerns, der sein Explorationsportfolio durch Partnerschaften diversifiziert, statt es allein zu stemmen. Das Risiko der teuren Testbohrung teilt sich künftig auf mehr Schultern.
Charttechnik zeigt Erholungssignal
Unterstützt wird die Aktie zusätzlich von der Preisentwicklung am Ölmarkt. Das vor rund zwei Monaten geschlossene Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran ist zu Wochenbeginn ohne Ergebnis ausgelaufen, was die Ölpreise anziehen ließ – Chevron profitierte davon direkt.
Charttechnisch bildet die Aktie seit ihrem Rückgang Mitte April eine inverse Schulter-Kopf-Schulter-Formation, ein Muster, das häufig einen Trendwechsel von der Abwärts- in die Aufwärtsbewegung ankündigt.
Aktuell notiert der Titel bei rund 202,77 US-Dollar. Löst sich die Formation nach oben auf, gilt das Frühjahrshoch bei 212,76 US-Dollar als erste Marke, aus der Formation selbst lässt sich sogar ein Kursziel von 231,10 US-Dollar ableiten. Fällt die Aktie hingegen unter 195,40 US-Dollar zurück, rückt der 50-Wochen-Durchschnitt bei 175,49 US-Dollar als nächste Auffanglinie in den Blick.
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