Chevron Aktie: 7 Milliarden für Venezuela-Produktion verdoppeln
Veröffentlicht am: 16.09.2026 um 08:28 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Im Sog anziehender Ölpreise hat die Aktie von Chevron am gestrigen Dienstag um 2,6 Prozent zugelegt. Hintergrund der Bewegung im Energiesektor sind anhaltende geopolitische Spannungen und die Sorge vor Versorgungsengpässen infolge des Iran-Kriegs.
Konzernchef Mike Wirth betonte am vergangenen Freitag, dass aufgebrauchte Rohölpuffer die Notierungen am Rohstoffmarkt über die kommenden Monate weiter antreiben könnten. Das Papier beendete den Handel bei 188,40 Euro und notiert damit nur 0,5 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch.
Die Warnung vor schrumpfenden Lagerbeständen fällt in eine Phase erhöhter Nervosität an den globalen Rohstoffmärkten. Für integrierte Öl- und Gaskonzerne stärken höhere Rohölnotierungen und solide Raffineriemargen das operative Umfeld. Gleichzeitig rückt die verlässliche Versorgung mit Energieträgern wieder stärker in den Fokus internationaler Abnehmer.
Expansion im weltweiten Gasgeschäft
Vor diesem Hintergrund forciert das Unternehmen auch seine Aktivitäten im Gassektor. Wie Freeman Shaheen, Global Gas President bei Chevron, am Montag laut Reuters darlegte, will der Konzern sein Gasportfolio von Argentinien bis in den Mittelmeerraum erweitern.
Als wesentlicher Treiber gelten die wachsenden Sicherheitsbedenken im Zuge der Krise im Nahen Osten. Im Rahmen dieser Expansionsstrategie für Flüssigerdgas schloss das Unternehmen zudem eine Vereinbarung mit Indien ab.
Langfristige Pläne in Venezuela
Vor gut einer Woche rückte zudem das Engagement in Südamerika in den Mittelpunkt. Chevron unterzeichnete aktualisierte Vereinbarungen mit der staatlichen venezolanischen Ölgesellschaft PDVSA über die gemeinsamen Vorhaben, bei denen der US-Konzern als Betreiber und Investor auftritt.
Im Rahmen eines Fünfjahresplans sollen mehr als 7 Milliarden US-Dollar über die Gemeinschaftsunternehmen investiert werden, um die Produktion vor Ort auf rund 600.000 Barrel pro Tag zu verdoppeln.
Die Finanzierung dieses Vorhabens soll dabei keine zusätzlichen Konzernmittel beanspruchen. Wie Mike Wirth erläuterte, wird das Investitionspaket vollständig durch die Barmittel gedeckt, die aus den drei bestehenden venezolanischen Gemeinschaftsunternehmen erwirtschaftet werden. Um das Förderziel zu erreichen, plant Chevron laut Finanzchefin Eimear Bonner zudem, die Anzahl der im Land betriebenen Bohranlagen mehr als zu verdoppeln.
Rückenwind erhält der Konzern auch von Analysten. Am 3. September hob das Analysehaus Piper Sandler das Kursziel für Chevron von 207 auf 243 US-Dollar an. Als Begründung führten die Experten die festeren Rohölpreise sowie verbesserte Raffineriemargen an.
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