Chery, Aktie

Chery Aktie: Rückenwind aus Barcelona

Veröffentlicht am: 30.10.2026 um 10:52 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Für EBRO steigen die Produktionsschätzungen; zugleich meldet der spanische Partner bessere Halbjahreswerte und plant 2026 höhere Umsätze.
Moderne Ladestation für Elektrofahrzeuge in einer mediterranen Stadt bei Sonnenuntergang Illustration mit AI erstellt.

Chery profitiert von einer Entwicklung, die in Europa entsteht: Der spanische Partner EBRO montiert in Barcelona bereits Fahrzeuge der Marken OMODA und JAECOO. Ein Analysthaus hebt nun seine Prognosen für die dortige Chery-Produktion deutlich an. Der Hintergrund sind drohende EU-Beschränkungen für Hybrid-Importe aus China.

Barcelona als Ausweichstandort

Die Prognosen für die Chery-Montage bei EBRO steigen kräftig. Für 2027 rechnet der Analyst mit mindestens 25.000 Fahrzeugen, bisher standen 6.000 im Modell.

Ab 2028 sollen es jährlich 50.000 sein, zuvor waren es 40.000. Das Kursziel für EBRO steigt auf 16,50 Euro von 14,50 Euro, die Kaufempfehlung bleibt bestehen.

Treiber ist die geplante EU-Quote für Hybrid-Einfuhren. Sie soll bei 350.000 Fahrzeugen pro Jahr liegen, während aus China 2026 rund 800.000 Hybride und Plug-in-Hybride erwartet werden. In der EU montierte Fahrzeuge blieben von der Quote ausgenommen. Pressemeldungen zufolge könnte die Umsetzung schon im Dezember beginnen. Das Analysthaus sieht daher einen wachsenden Anreiz für Chery, Produktion nach Barcelona zu verlagern.

Die Kapazität wäre vorhanden. Nach der Einführung der M1-Linie im Juni könnte das Werk in drei Schichten rund 130.000 Fahrzeuge jährlich bauen. Für 2026 sind etwa 32.000 Einheiten erwartet.

EBRO selbst liefert solide Halbjahreszahlen

Der Umsatz hat sich im ersten Halbjahr fast verdreifacht, auf 309,7 Millionen Euro. Das operative Ergebnis (EBITDA) drehte von minus 18,8 Millionen auf plus 1,7 Millionen Euro. Die Marge von 0,6 Prozent zeigt allerdings, wie schwach die Fabrik noch ausgelastet ist. Mehr Chery-Volumen würde die Fixkosten besser verteilen.

Der freie Cashflow lag bei minus 139 Millionen Euro. Ursachen waren Investitionen in Mietwagen-Rückkauffahrzeuge, Anlagen und saisonal höheres Umlaufvermögen. Das Management plant für 2026 einen Umsatz von 650 bis 700 Millionen Euro. Für das zweite Halbjahr deutet das Unternehmen zudem eine mögliche CO2-Rückstellung an, die der Analyst auf rund 7,5 Millionen Euro schätzt.

Neue Modelle und Markenpflege

Parallel arbeitet Chery an der eigenen Markenwelt. Auf dem iCAUR-Nutzergipfel in Wuhu zeigte der Konzern die Weltpremiere des V25, der als Range-Extender und als reiner Elektrowagen erhältlich ist. Drei individualisierte Sondermodelle sollen bis Anfang 2027 starten. Fan-Clubs bestehen bereits in neun Ländern.

Für Europa bleibt der Zeitplan konkret. Die elektrischen Modelle JAECOO 5 und OMODA 5 sollen Ende 2026 und Anfang 2027 in Barcelona anlaufen. Der Analyst erwartet in den kommenden Wochen weitere Nachrichten zu einem beschleunigten Hochlauf, sofern die Quotenregelung im Dezember tatsächlich greift.

Anzeige

Chery-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Chery-Analyse vom 30. Oktober liefert die Antwort:

Die neusten Chery-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Chery-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 30. Oktober erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Chery: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Disclaimer...
de | CNE1000073Z4 | CHERY | boerse | 70433806 |