Cheniere Energy Aktie: Guidance deutlich angehoben
Veröffentlicht am: 29.10.2026 um 13:14 Uhr | Redaktion boerse-global.deCheniere Energy hebt die Prognose für 2026 spürbar an und erhöht zugleich die Quartalsdividende um mehr als 12 Prozent. Das Unternehmen begründet den Schritt mit höheren Margen und größeren Volumen im Flüssigerdgas-Geschäft. Hinzu kommt ein neuer Liefervertrag mit QatarEnergy.
Höhere Ziele, höhere Dividende
Der Konzern erwartet für 2026 nun ein bereinigtes Konzern-EBITDA von 8,75 bis 9,25 Milliarden Dollar. Zuvor lag die Spanne bei 7,90 bis 8,40 Milliarden Dollar. Der ausschüttungsfähige Cashflow soll auf 6,05 bis 6,55 Milliarden Dollar steigen.
Im dritten Quartal setzte Cheniere rund 6,2 Milliarden Dollar um. Das bereinigte EBITDA lag bei etwa 1,9 Milliarden Dollar, der Nettogewinn bei rund 1,2 Milliarden Dollar. Treiber waren höhere Margen je MMBtu und mehr verbuchte Mengen.
Über neun Monate liegt der Nettogewinn mit 736 Millionen Dollar allerdings unter dem Vorjahr, weil Bewertungseffekte aus langfristigen Gaslieferverträgen mit 3,6 Milliarden Dollar belasteten. Diese Effekte sind nicht zahlungswirksam.
Die Quartalsdividende steigt auf 0,625 Dollar je Aktie und wird am 17. November 2026 gezahlt. Stichtag ist der 9. November. Außerdem flossen im dritten Quartal rund 731 Millionen Dollar in Aktienrückkäufe.
QatarEnergy und Wachstumsprojekte
Im Oktober schloss Cheniere langfristige Lieferverträge mit QatarEnergy über insgesamt bis zu 4 Millionen Tonnen LNG pro Jahr. Die Lieferungen sollen Anfang der 2030er-Jahre beginnen und bis 2054 laufen. Eine Million Tonnen davon hängt von einer positiven Investitionsentscheidung für die erste Ausbaustufe in Sabine Pass ab. Im September kam ein 22-Jahres-Vertrag mit Petrobras über 0,8 Millionen Tonnen hinzu.
Operativ lief es rund. Im August ging der siebte und letzte Midscale-Train der Corpus-Christi-Stufe 3 vorzeitig und im Budget in Betrieb. Die Kapazität wuchs dadurch um mehr als 20 Prozent. Zudem exportierte Cheniere die 5.000. LNG-Ladung. Die Ratingagentur S&P hob im Oktober die Kreditwürdigkeit der Tochter Corpus Christi Holdings von BBB+ auf A- an.
Tochter Cheniere Partners mit leichtem Verfehlen
Die börsennotierte Tochter Cheniere Energy Partners verfehlte beim bereinigten Gewinn je Anteil mit 1,01 Dollar die Erwartung von 1,06 Dollar. Der Umsatz von 2,57 Milliarden Dollar entsprach dem Konsens. Die Ausschüttungsprognose für 2026 wurde auf 3,30 bis 3,40 Dollar je Anteil eingeengt. Vorbörslich legten die Anteile um 1,5 Prozent zu.
Die Bundesbehörde FERC veröffentlichte im September die finale Umweltverträglichkeitsprüfung für das Sabine-Pass-Ausbauprojekt. Die endgültige Genehmigung und die Exportlizenz des Energieministeriums stehen noch aus. Ein Kredit über rund die Hälfte der Kosten der ersten Phase ist zugesagt, wird aber erst mit positiver Investitionsentscheidung wirksam.
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