Ceres Power Aktie: Panmure Liberum stuft auf Buy hoch
Veröffentlicht am: 24.09.2026 um 04:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der britische Entwickler von Festoxid-Brennstoffzellen Ceres Power hat im ersten Halbjahr 2026 seine operativen Verluste deutlich reduziert. Neben Einsparungen bei den Betriebskosten trugen gestiegene Lizenzeinnahmen zu dem verbesserten Ergebnis bei. Im gestrigen Handel an den europäischen Börsen schloss das Papier bei 5,00 Euro.
Höhere Erlöse und sinkende Kosten im Halbjahr
In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres stieg der Umsatz um acht Prozent auf 22,8 Millionen Pfund. Zu diesem Zuwachs trugen unter anderem Lizenzerträge aus der bestehenden Vereinbarung mit dem Partner Weichai bei. Gleichzeitig sank der bereinigte operative Verlust vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen von 11,3 Millionen auf 6,8 Millionen Pfund.
Unter dem Strich verzeichnete das Unternehmen einen Periodenverlust von 16,9 Millionen Pfund nach 19,6 Millionen Pfund im Vorjahreszeitraum. Verantwortlich für die operative Verbesserung war vor allem ein Rückgang der Betriebskosten um 14 Prozent auf 30,7 Millionen Pfund.
Die Entwicklung unterstreicht den schrittweisen Übergang des Unternehmens in eine Phase strengerer Ausgabendisziplin. Zwar bleibt die Technologieentwicklung kostenintensiv, doch die Kombination aus anziehenden Lizenzerlösen und sinkenden Fixkosten verschafft dem Management mehr finanziellen Spielraum.
Solide Finanzlage und bestätigter Ausblick
Für das Gesamtjahr 2026 bestätigte die Unternehmensführung die bestehende Umsatzprognose. Erwartet wird ein vertraglich gesicherter Gruppenumsatz von rund 45 Millionen Pfund, mögliche Erlöse aus neuen Vereinbarungen sind darin noch nicht enthalten. Zudem bekräftigte CEO Phil Caldwell gestern die Zuversicht, noch vor dem Jahresende einen weiteren Fertigungslizenznehmer unter Vertrag zu nehmen.
Komfortabel präsentiert sich die Bilanz: Nach einer im Juni durchgeführten überzeichneten Kapitalerhöhung mit einem Bruttoerlös von 102,6 Millionen Pfund beliefen sich die Barmittel und kurzfristigen Anlagen zum Stichtag Ende Juni auf 172 Millionen Pfund.
Auf operativer Ebene verweisen die Partner auf Fortschritte bei der Skalierung. So zielt Weichai auf einen Produktionsstart um die Jahreswende ab und strebt bis Ende 2027 eine Kapazität von 200 Megawatt an. Delta plant parallel eine neue Produktionsstätte in Taiwan.
Analysten heben Empfehlungen an
An den Finanzmärkten stieß das Zahlenwerk überwiegend auf Zustimmung. Die Analysten von Panmure Liberum vollzogen eine Neubewertung und stuften die Aktie von „Sell“ auf „Buy“ hoch, verbunden mit einem Kursziel von 520 Pence. Sie verwiesen auf die fortschreitende Etablierung des Geschäftsmodells über Lizenzpartner.
Das Analysehaus Jefferies bekräftigte parallel seine Kaufempfehlung und beließ das Kursziel bei 920 Pence. Trotz bestehender operativer Risiken bei der Markteinführung rechnen die Experten mit weiteren Impulsen durch künftige Lizenzabschlüsse. Seit Jahresanfang verzeichnet die Aktie ein Kursplus von 103 Prozent.
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