Centrotherm Aktie: Photovoltaikgeschäft bricht ein
Veröffentlicht am: 01.10.2026 um 17:58 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Ein spürbarer Einbruch im Solargeschäft und Zurückhaltung im Halbleitermarkt prägen die Zwischenbilanz von Centrotherm. Im ersten Halbjahr 2026 sank der Konzernumsatz auf 78,9 Millionen Euro, nachdem im Vorjahreszeitraum noch 106,4 Millionen Euro erzielt worden waren. Auch operativ verdiente das Unternehmen erheblich weniger: Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) brach auf 4,8 Millionen Euro ein.
An der Börse reagierten die Marktteilnehmer am heutigen Donnerstag dennoch gefasst auf den Bericht zur ersten Jahreshälfte. Die Aktie von Centrotherm legte um 1,6 Prozent auf 9,40 Euro zu.
Photovoltaik bricht ein, Halbleitersparte dominiert
Der kräftige Rückgang der Gesamterlöse geht im Wesentlichen auf das Geschäft mit der Photovoltaik zurück. Der Umsatz in diesem Segment schrumpfte in den ersten sechs Monaten auf 10,4 Millionen Euro, nachdem Centrotherm im ersten Halbjahr 2025 hier noch 33,3 Millionen Euro umgesetzt hatte.
Die Halbleitersparte erwies sich im Vergleich dazu als deutlich stabiler, konnte das Gesamtvolumen jedoch nicht ausgleichen. Die Erlöse in diesem Bereich gaben moderat von 71,2 Millionen Euro im Vorjahresabschnitt auf 67,7 Millionen Euro nach. Damit entwickelte sich das Halbleitergeschäft zur mit Abstand dominierenden Säule im Konzern.
Zugleich verschoben sich die regionalen Schwerpunkte des Unternehmens spürbar. Während das Geschäft in Asien in den ersten sechs Monaten des Vorjahres noch fast drei Viertel des Geschäfts ausmachte, sank dieser Anteil nun auf 59 Prozent. In absoluten Zahlen fiel der Asienumsatz auf 46,7 Millionen Euro gegenüber 76,3 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.
Stabiler Auftragseingang und bestätigte Jahresziele
Das schwächere operative Geschäft wirkte sich auch direkt auf das Ergebnis je Aktie aus. Dieser Wert verringerte sich im ersten Halbjahr 2026 auf 0,11 Euro, nach 0,47 Euro im ersten Halbjahr 2025. Auch die Gesamtleistung des Konzerns ging im selben Zeitraum deutlich zurück.
Beim Auftragseingang zeigte sich das Bild hingegen vergleichsweise robust. In den ersten sechs Monaten verbuchte Centrotherm Neubestellungen in Höhe von 45,9 Millionen Euro, nach 49,1 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Während das Halbleitersegment neue Aufträge über 31,8 Millionen Euro verzeichnete, konnte die Photovoltaiksparte bei den Bestelleingängen sogar zulegen.
Für das Gesamtjahr 2026 bekräftigte das Unternehmen seine Prognose. Centrotherm erwartet weiterhin eine Gesamtleistung in einer Bandbreite zwischen 90 und 170 Millionen Euro. Beim EBITDA geht die Geschäftsführung unverändert von einem Wert aus, der deutlich unter dem Niveau des Vorjahres liegen wird.
Zuversicht zieht der Vorstand unterdessen aus den Neubestellungen. Bereits im August war die Prognose für den Konzernauftragseingang des gesamten Geschäftsjahres auf eine Spanne von 110 bis 160 Millionen Euro angehoben worden, nachdem zuvor maximal 100 Millionen Euro avisiert waren. Der Vorstand geht weiterhin davon aus, die gesteckten Jahresziele zu erreichen.
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