Celestica Aktie: Prognose auf 20,5 Milliarden für 2026
Veröffentlicht am: 21.08.2026 um 10:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Celestica treibt den Ausbau der weltweiten KI-Infrastruktur massiv voran. Auf dem OCP APAC Summit in Taipeh präsentierte der Fertigungsspezialist seine neuesten Konzepte für Hyperscale-Rechenzentren. Das Unternehmen rüstet sich dabei für die nächste technologische Stufe der Datenverarbeitung.
Der Fokus liegt aktuell auf dem Hochlauf mehrerer 800G-Netzwerkprogramme. Parallel dazu bereitet Celestica die Einführung von 1,6T-Ethernet-Switches vor. Solche Kapazitäten sind notwendig, um die gewaltigen Datenmengen moderner KI-Anwendungen und Hochleistungs-Rechencluster zu bewältigen.
Wachstumssprung durch Netzwerktechnik
Besonders das Segment Connectivity & Cloud Solutions (CCS) profitiert von diesem Trend. Der Bereich meldete zuletzt ein Umsatzwachstum von 62 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Ein zentraler Baustein ist das Helios-Projekt in Kooperation mit AMD, das Rechenleistung und Netzwerktechnik auf Rack-Ebene bündelt.
Hyperscaler verlassen sich zunehmend auf die Expertise des Unternehmens, um Engpässe bei der Stromversorgung und Infrastruktur zu überwinden. Die Nachfrage wird dabei durch mehrjährige Investitionspläne der Kernkunden gestützt.
Prognosen nach oben korrigiert
Die operative Stärke spiegelt sich in den Finanzdaten wider. Im zweiten Quartal 2026 erzielte Celestica einen Umsatz von 4,70 Milliarden US-Dollar. Die operative Marge lag bei 9,8 Prozent.
Das Management hob infolgedessen die Prognose für das Gesamtjahr 2026 an. Erwartet wird nun ein Umsatz von rund 20,5 Milliarden Dollar. Der bereinigte Gewinn je Aktie soll bei 11,30 Dollar liegen.
Institutionelle trotzen der Volatilität
An der Börse verliefen die letzten Wochen unruhig. Die Aktie verzeichnete innerhalb eines Monats einen Rückgang von 12 Prozent. Die hohe Volatilität von fast 100 Prozent zeigt, wie sensibel der Sektor derzeit auf das Zinsumfeld reagiert.
Dennoch greifen institutionelle Investoren zu. K.J. Harrison & Partners erwarb im August ein neues Aktienpaket im Wert von über einer Million Dollar. Insgesamt befinden sich rund zwei Drittel der Anteile in den Händen von Profi-Anlegern.
Analysten bewerten die Aktie im Konsens als moderat kaufenswert und verweisen auf die Eigenkapitalrendite von rund 40 Prozent. Der langfristige Erfolg hängt nun maßgeblich an der Skalierung der 1,6T-Programme und der weiteren Expansion in die Industrie- und Luftfahrttechnik.
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