Cbre Aktie: Rechenzentren treiben Gewinn
Veröffentlicht am: 22.10.2026 um 16:42 Uhr | Redaktion boerse-global.deRechenzentren sind für CBRE längst mehr als ein Randgeschäft. Im dritten Quartal 2026 liefern sie den stärksten Wachstumsschub im Konzern. Der Gewinn je Aktie legt zweistellig zu, und die Erlöse steigen auf über elf Milliarden Dollar.
Zahlen im Überblick
Der Umsatz wuchs um 13 Prozent auf 11,5 Milliarden Dollar. Der Nettogewinn kletterte auf 443 Millionen Dollar, nach 363 Millionen im Vorjahr. Je Aktie stehen 1,52 Dollar zu Buche, ein Plus von 26 Prozent.
Bereinigt fällt der Sprung noch größer aus. Das Core-Ergebnis je Aktie stieg um 28 Prozent auf 2,05 Dollar, das Core-EBITDA auf gut eine Milliarde Dollar. CEO Bob Sulentic hob hervor, dass sowohl das widerstandsfähige als auch das transaktionsabhängige Geschäft zweistellig wuchsen.
Infrastruktur als Motor
Das Segment Building Operations & Experience trug besonders viel bei. Die Erlöse aus kritischen Infrastrukturdiensten sprangen um 80 Prozent, getrieben von Rechenzentrumslösungen und dem im November 2025 übernommenen Anbieter Pearce Services. Auf Zwölfmonatssicht erreichen die Infrastrukturdienste insgesamt 4,5 Milliarden Dollar Umsatz, ein Plus von 50 Prozent.
Im Beratungsgeschäft zog vor allem der Immobilienverkauf an. Die Erlöse stiegen um 28 Prozent, in den USA sogar um 37 Prozent, angeführt von Logistik- und Einzelhandelsobjekten. Das Leasing legte um 6 Prozent zu. Bürovermietungen in den USA gaben dagegen um 2 Prozent nach, während Industrieflächen um 16 Prozent zulegten.
Weniger rund lief es im Projektmanagement. Die Erlöse wuchsen nur um 3 Prozent, weil Unternehmen ihre Investitionen in Immobilien bremsen. Das Hypothekengeschäft stagnierte nahezu, da niedrigere Staatsagentur-Kredite die Aktivität privater Geldgeber weitgehend aufwogen.
Kapital und Kurs
Die Bilanz bleibt solide. Die Nettoverschuldung liegt beim 1,36-Fachen des Core-EBITDA, die Liquidität bei 5,0 Milliarden Dollar. Der freie Cashflow erreichte auf Zwölfmonatssicht 1,8 Milliarden Dollar. Seit Jahresbeginn flossen knapp 1,2 Milliarden Dollar in Aktienrückkäufe.
Die Aktie schloss vor der Zahlenveröffentlichung 0,31 Prozent höher bei 134,65 Dollar. Nachbörslich lag sie zuletzt bei 135,70 Dollar. Ob die Reaktion nach den Zahlen deutlicher ausfällt, zeigt der Handel am Freitag.
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