CATL Aktie: 40-Milliarden-Rückkauf startet
Veröffentlicht am: 14.09.2026 um 11:42 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der weltgrößte Hersteller von Elektrofahrzeugbatterien greift am Heimatmarkt zu einer drastischen Maßnahme zur Kurspflege. CATL hat die ersten Transaktionen eines Rückkaufprogramms abgeschlossen, das mit einem geplanten Gesamtvolumen von bis zu 40 Milliarden Renminbi als größter Vorstoß dieser Art an den chinesischen A-Aktienmärkten gilt. Die Papiere sollen nach dem Erwerb eingezogen werden, um das Grundkapital dauerhaft zu verringern.
Am Freitag startete der Konzern das Vorhaben über die Börse in Shenzhen mit dem Erwerb von 604.300 Anteilsscheinen. Die Transaktionen entsprachen rund 0,0131 Prozent des Grundkapitals und summierten sich auf ein Volumen von rund 200 Millionen Renminbi. Die Kaufpreise bewegten sich dabei in einer Spanne zwischen 330,15 und 331,61 Renminbi je Aktie.
Vertrauenssignal nach schwachen Handelsmonaten
Das großvolumige Programm reiht sich in eine breitere Welle chinesischer Unternehmensrückkäufe ein. Viele Konzerne versuchen damit, dem anhaltenden Druck auf die heimischen Leitindizes entgegenzuwirken. An den Handelsplätzen sorgte der Auftakt für Erleichterung: Im heutigen Handel legt die Aktie von CATL um 2,0 Prozent auf 337,11 Renminbi zu.
Die Erholung setzt knapp über dem jüngsten 52-Wochen-Tief von 326,00 Renminbi an. Investoren werten die Bereitschaft des Managements, bis zu 40 Milliarden Renminbi für die Vernichtung eigener Aktien aufzuwenden, als wichtiges Signal für eine Unterbewertung des Kerngeschäfts.
Für die Aktionäre verbindet sich mit dem Kapitalentzug die Hoffnung auf eine nachhaltige Bodenbildung. Wenn ein Konzern dieser Größenordnung substanzielle Mittel für den Einzug von Anteilen reserviert, verringert sich das frei gehandelte Angebot spürbar, was künftige Kennzahlen je Aktie rechnerisch stützt.
Expansion nach Nordafrika und Zukäufe im Inland
Parallel zum Rückkauf treibt das Unternehmen seinen operativen Ausbau im Ausland voran. Am Sonntag unterzeichnete CATL in Anwesenheit des ägyptischen Premierministers Madbouly eine Vereinbarung zur Gründung des Gemeinschaftsunternehmens BME Battery Manufacturing. Partner des Projekts sind die beiden ägyptischen Unternehmen MCV und Auto D.
In einer ersten Ausbaustufe sind Investitionen von mehr als 39 Millionen US-Dollar für eine Fertigungslinie mit einer Jahreskapazität von einer Gigawattstunde vorgesehen, die vor allem schwere Nutzfahrzeuge beliefern soll. Eine spätere Phase soll das Gesamtvolumen auf fünf Gigawattstunden erweitern und auch Pkw-Batterien sowie stationäre Energiespeicher abdecken.
Gleichzeitig stärkt der Konzern seine Basis in China. Die dortige Marktüberwachungsbehörde SAMR erteilte jüngst die wettbewerbsrechtliche Genehmigung für die Übernahme von Anteilen an Chongqing Yaoning New Energy. CATL sichert sich damit Zugriff auf ein ursprünglich von der Geely Technology Group initiiertes Batterieprojekt im Distrikt Fuling, das auf ein gesamtes Investitionsvolumen von rund 8,5 Milliarden Renminbi ausgelegt ist.
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