Carnival, Aktie

Carnival Aktie: Vorauszahlungen auf 7,6 Milliarden gestiegen

Veröffentlicht am: 30.09.2026 um 14:08 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Carnival meldet hohe Vorauszahlungen und sinkenden Treibstoffverbrauch; Morgan Stanley setzt das Kursziel auf 32,50 US-Dollar herauf.

Carnival: Rekordbuchungen für 2027 und Morgan Stanley hebt Kursziel an
Luxuriöses Kreuzfahrtschiff auf ruhigem Meer bei Sonnenuntergang als Symbol für die Tourismusbranche. Illustration mit AI erstellt.

Die Reiselust auf den Weltmeeren reicht weit in die Zukunft. Während geopolitische Spannungen und teurer Treibstoff die Gesamtwirtschaft belasten, verzeichnet Carnival eine historische Nachfrage nach Seereisen. Bereits die Hälfte der gesamten Schiffskapazität für das Reisejahr 2027 ist fest gebucht – und das zu Preisen auf absolutem Rekordniveau.

Buchungsboom reicht bis ins Jahr 2028

Konzernchef Josh Weinstein berichtete, dass die Auslastung und die erzielten Ticketpreise für 2027 neue Bestmarken markieren. Auch die ersten Reservierungen für 2028 liefen mit höheren Raten und dichterer Belegung an als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Als Wendepunkt für den Buchungsschub erwies sich der Juni, woraufhin sich das Wachstum im Juli und August nochmals beschleunigte.

Besonders Kreuzfahrten in europäischen Gewässern erfreuen sich für den Sommer 2027 starker Beliebtheit. Die Vorauszahlungen der Kunden erreichten im dritten Geschäftsquartal einen Rekordwert von 7,6 Milliarden US-Dollar. Das entspricht einem Zuwachs um rund 500 Millionen US-Dollar gegenüber dem bisherigen Höchststand des Vorjahres, obwohl das Flottenangebot im kommenden Jahr kaum ausgeweitet wird.

Der Trend zu frühzeitigen Ausgaben zeigt sich auch an Bord. Finanzchef David Bernstein betonte, dass mittlerweile mehr als die Hälfte der Bordumsätze aus Paketen stammt, die Passagiere bereits vor dem eigentlichen Antritt der Reise buchen.

Höhere Effizienz trotzt teurem Schiffstreibstoff

Die robuste Preisdurchsetzung hilft dem Konzern, Gegenwind auf der Kostenseite abzufedern. Teurer Treibstoff verteuerte den Betrieb im dritten Quartal um 150 Millionen US-Dollar, da Carnival den Treibstoffeinkauf grundsätzlich nicht über Finanzderivate absichert. Gleichzeitig sank der spezifische Treibstoffverbrauch je Kapazitätseinheit jedoch um 3,8 Prozent, gestützt durch den Einsatz effizienterer Technik.

Parallel treibt das Management die im ersten Quartal gestartete PROPEL-Initiative voran. Mit dem Programm peilt der Kreuzfahrtanbieter an, das bereinigte Ergebnis bis zum Jahr 2029 um durchschnittlich rund 20 Prozent jährlich zu steigern.

Morgan Stanley hebt das Kursziel an

Gestern schloss das an der New York Stock Exchange gehandelte Papier nach einem Kurssprung von 13 Prozent bei 25,11 US-Dollar.

Im Zuge dessen löste die Reederei im abgelaufenen Vierteljahr vorzeitig Anleihen mit einem Kupon von 7 Prozent im Volumen von 500 Millionen US-Dollar ab.

Die Analysten reagierten positiv auf die Kombination aus Auslastung und Bilanzstärkung. Morgan Stanley bestätigte das Votum „Overweight“ und hob das Kursziel für die Aktie von 31 auf 32,50 US-Dollar an. Für die kommenden fünf Jahre bleibt das Flottenwachstum weitgehend festgeschrieben, da pro Jahr maximal ein bis zwei neue Schiffe in Dienst gestellt werden sollen.

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