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Cardinal Health Aktie: 360 Millionen für AdaptHealth und Strive

Veröffentlicht am: 07.08.2026 um 15:50 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Cardinal Health treibt mit Zukäufen im Heimversorgungssektor und personellen Wechseln das Wachstum voran. Analysten erhöhen die Kursziele.

Cardinal Health: Expansion und neue Finanzchefin beflügeln Aktie
Moderne, sterile medizinische Einrichtung in kühlem Licht als Symbol für strategische Investitionen im Gesundheitssektor Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der US-Gesundheitsdienstleister Cardinal Health stellt die Weichen für die kommenden Geschäftsjahre. Während der Konzern die Veröffentlichung seiner finalen Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2026 vorbereitet, untermauern jüngste Zukäufe im Bereich der häuslichen Pflege und personelle Neubesetzungen in der Finanzführung den strategischen Expansionskurs. Am Markt stießen diese Schritte zuletzt auf ein positives Echo, wobei die Aktie mit einem aktuellen Kurs von 207,60 € eine robuste Verfassung zeigt.

Expansion im Bereich der häuslichen Versorgung

Ein zentraler Baustein der aktuellen Strategie ist die Stärkung des Segments „at-Home Solutions“. Wie Cardinal Health am 20. Juli bekannt gab, hat das Unternehmen zwei definitive Vereinbarungen zur Übernahme spezialisierter Anbieter unterzeichnet. Zum einen erwirbt der Konzern das Diabetes-Geschäft von AdaptHealth. Zum anderen wird Strive Medical übernommen, ein Anbieter von Spezialbedarf mit Fokus auf den Bereich der Urologie.

Das Gesamtvolumen dieser Transaktionen beläuft sich auf rund 360 Millionen US-Dollar in bar, vorbehaltlich üblicher Anpassungen des Betriebskapitals. Mit diesen Zukäufen reagiert Cardinal Health auf die steigende Nachfrage nach medizinischer Versorgung in den eigenen vier Wänden. Das Management beabsichtigt, durch die Integration dieser spezialisierten Einheiten die Reichweite und Servicequalität in margenstarken Nischen des Gesundheitsmarktes zu erhöhen.

Analysten heben die Kursziele an

Die strategische Ausrichtung spiegelt sich in den Bewertungen der Analystenhäuser wider, die ihre Prognosen in den vergangenen Wochen nach oben korrigiert haben. So erhöhte die Citigroup am 24. Juli ihr Kursziel für das Papier von 245 auf 265 US-Dollar. Wenige Tage zuvor, am 21. Juli, hatte bereits UBS das Ziel auf 274 US-Dollar angehoben und die Kaufempfehlung für die Aktie bestätigt. Die Experten begründeten ihre Zuversicht unter anderem mit der konsequenten Umsetzung der Wachstumsstrategie.

An der Börse wird dieser Optimismus durch die Performance seit Jahresbeginn untermauert, die ein Plus von 17,82 % aufweist. Damit notiert das Papier aktuell nur rund 2,17 % unter seinem 52-Wochen-Hoch von 212,20 €. Diese relative Stärke verdeutlicht das Vertrauen der Anleger in die Stabilität des Geschäftsmodells, das im dritten Quartal des Fiskaljahres bereits ein Umsatzplus von 11 % auf 60,9 Milliarden US-Dollar verzeichnete.

Personelle Weichenstellung und Terminausblick

Neben der operativen Expansion ordnet Cardinal Health auch die Verantwortlichkeiten in der Finanzverwaltung neu. Am Dienstag gab das Unternehmen die Ernennung von Anita Zielinski zur neuen Chief Accounting Officer bekannt. Sie wird ihren Dienst als Senior Vice President Finance am 16. September aufnehmen und am 5. November die Nachfolge von Mary Scherer antreten, die bis zu diesem Zeitpunkt in ihrer aktuellen Funktion verbleibt.

Für Anleger richtet sich der Blick nun auf den kommenden Dienstag, den 11. August. Vor der Eröffnung des Handels an der New York Stock Exchange wird Cardinal Health die detaillierten Finanzresultate für das vierte Quartal sowie das gesamte Geschäftsjahr 2026 vorlegen. In diesem Rahmen wird auch erwartet, dass das Unternehmen weitere Details zur Erreichung der Jahresprognose liefert, die zuletzt auf eine Spanne von 10,70 bis 10,80 US-Dollar beim bereinigten Gewinn pro Aktie eingegrenzt worden war. Ein Webcast zur Erläuterung der Ergebnisse ist für 14:30 Uhr mitteleuropäischer Zeit angesetzt.

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