Cardano, Hoskinson

Cardano: Hoskinson stellt Leios als letzten Entwicklungsschritt heraus

Veröffentlicht am: 18.10.2026 um 20:45 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Testnet-Messungen zeigen höhere Durchsatzwerte, während die Einführung von Leios noch von Governance, Betreibern und Tests abhängt.
Moderne Serverinfrastruktur mit leuchtenden Glasfaserkabeln in einem Rechenzentrum. Illustration mit AI erstellt.

Cardano-Gründer Charles Hoskinson hat das geplante Leios-Upgrade als entscheidenden Meilenstein für die technische Fertigstellung der Blockchain hervorgehoben. In Beiträgen auf der Plattform X erklärte Hoskinson, dass das Netzwerk nach der Umsetzung dieser Aktualisierung aus seiner persönlichen Sicht über alle Kernfunktionen verfügen werde, die er von Beginn an anstrebte.

Eine formelle Release-Erklärung stellt dieser Entwickler-Ausblick zwar nicht dar, doch die anstehende Architekturänderung soll die Skalierbarkeit der Layer-1-Blockchain maßgeblich steigern.

Hoskinsons Ausblick auf die Funktionsvollständigkeit

Nach Angaben des Gründers stellt Leios das letzte große Entwicklungsprojekt vor der angestrebten Vollständigkeit der Plattform dar. Aktuell bewältigt das Cardano-Mainnet Schätzungen zufolge einen Durchsatz von etwa 5 bis 10 Transaktionen pro Sekunde.

Leios zielt darauf ab, diese Kapazität zunächst auf rund 100 Transaktionen pro Sekunde zu heben, während langfristig Werte von mehr als 1.000 Transaktionen pro Sekunde anvisiert werden. Hoskinson verwies parallel auf das Midnight-Projekt, eine auf Datenschutz und regulatorische Vorgaben ausgelegte Partner-Chain, zu der technische Details und ein konkreter Starttermin jedoch weiterhin offenbleiben.

Die Aktivierung von Linear Leios ist als Teil der ersten Phase des sogenannten Dijkstra-Hard-Forks für Ende 2026 vorgesehen. Die tatsächliche Einführung bleibt allerdings an die Zustimmung der Governance-Mechanismen, die Bereitschaft der Stake-Pool-Betreiber sowie an die Ergebnisse weiterer Testphasen gebunden.

Testnet-Werte und Rekordaktivität im Netzwerk

Entwicklungsdaten von Input Output belegen Fortschritte in den Testumgebungen. Im Musashi-Dojo-Testnet erreichte Phase 1 einen Datendurchsatz von 26,8 Kilobyte pro Sekunde, was laut Entwicklerangaben rund dem Sechsfachen der Obergrenze des bisherigen Ouroboros-Praos-Konsensprotokolls entspricht.

Separate Messungen in isolierten Testumgebungen erzielten im Vormonat bereits Spitzenwerte von annähernd 1.000 Transaktionen pro Sekunde. Parallel dazu zeigte die Skalierungslösung Hydra in lokalen Testaufbauten erhebliche Geschwindigkeitszuwächse bei der Abwicklung einfacher Transfers.

Auch auf der bestehenden Blockchain zog die Aktivität zeitweise kräftig an. Im Fünf-Tage-Abschnitt bis zum 11. Oktober verarbeitete das Netzwerk 1.780.896 Transaktionen.

Dieser Wert markiert eine Steigerung um 13,65 Prozent gegenüber dem vorherigen Höchststand aus dem November 2021. Angetrieben wurde dieser kurzzeitige Anstieg unter anderem durch Transaktionskampagnen im Ökosystem, die die Netzwerkgebühren in diesem Zeitfenster auf 337.720 ADA klettern ließen.

Schwache Marktstimmung bremst Erholung aus

Trotz der technischen Ausbaupläne bleibt die Notierung der Kryptowährung unter Druck. Cardano notiert heute bei 0,2154 USD, was einem Tagesrückgang von 1,8 Prozent entspricht. In den vergangenen Handelstagen gaben die Notierungen spürbar nach, wodurch der Markt frühere Erholungsversuche wieder abgab.

Mit dem aktuellen Kursniveau verteidigt der Token nur knapp eine längerfristige Unterstützungslinie: Cardano liegt derzeit 1,6 Prozent über seinem 200-Tage-Durchschnitt von 0,2121 USD. Für Marktteilnehmer richtet sich der Blick nun darauf, ob dieses Niveau in den kommenden Handelssitzungen behauptet werden kann oder ob der anhaltende Verkaufsdruck zu weiteren Abgaben führt.

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