Cardano, Großinvestoren

Cardano: Großinvestoren stoßen 110 Millionen ADA ab

Veröffentlicht am: 14.10.2026 um 06:33 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Während Großadressen ADA abgeben und aktive Adressen zurückgehen, verzeichnet Epoche 660 einen neuen Transaktionshöchststand.

Cardano unter Druck: Großinvestoren verkaufen 110 Millionen ADA
Ein minimalistischer Büroarbeitsplatz mit einem Laptop, der abstrakte Finanzdaten zeigt, in natürlichem Licht. Illustration mit AI erstellt.

Massive Verkäufe dominieren das Geschehen bei Cardano. Große Krypto-Investoren haben innerhalb von fünf Tagen mehr als 110 Millionen ADA abgestoßen. Die Abgabewelle setzt die Notierung spürbar unter Druck und führt den Token direkt an eine zentrale charttechnische Schwelle.

Millionenverkäufe drücken auf die Aktivität

Nach Auswertungen des Analysten Ali Martinez auf Basis von Daten des Analysehauses Santiment trennten sich Großadressen in kurzer Zeit von erheblichen Beständen. Parallel dazu ging die Beteiligung im Netzwerk drastisch zurück. Die Zahl der täglich aktiven Adressen brach im erfassten Zeitraum um 41,36 Prozent von 27.248 auf 15.977 ein.

Dieser Rückzug der Schwergewichte schlägt sich unmittelbar im Kursverlauf nieder. Mit einem aktuellen Niveau von 0,2369 USD verzeichnet Cardano am heutigen Mittwoch zwar ein leichtes Plus von 0,4 Prozent, kämpft jedoch um die Stabilisierung an der Marke von 0,24 USD. Ein schwächeres Engagement im Netzwerk verstärkt bei Marktbeobachtern die Sorge vor anhaltendem Abwärtsdruck.

Transaktionsrekord liefert Gegenpol

Dass das Netzwerk keineswegs stillsteht, verdeutlicht die Bilanz der jüngst abgeschlossenen Epoche 660. Zwischen dem 6. und 11. Oktober verarbeitete die Blockchain 1.780.896 Transaktionen in 21.243 Blöcken. Damit übertraf die Epoche den bisherigen Rekordwert aus dem November 2021.

Die anfallenden Transaktionsgebühren summierten sich in diesem Zeitraum auf rund 337.720 ADA. Ein Teil dieser Aktivität ging mit großen Überweisungen einher, darunter hunderte Transfers im Gegenwert von jeweils mindestens 100.000 US-Dollar. Auf fundamentaler Ebene integrierte das Ökosystem zudem den Open Wallet Standard, der das Management von Wallets über mehrere Chains hinweg für externe Applikationen erleichtern soll.

Richtungsentscheid an der Unterstützung

Für Anleger richtet sich der Blick nun auf die Verteidigung der aktuellen Preiszone. Der Kurs notiert derzeit 3,8 Prozent über seinem 50-Tage-Durchschnitt von 0,2282 USD. Diese Glättungslinie fungiert zusammen mit der jüngsten Konsolidierungszone als wichtiger technischer Puffer.

Marktbeobachter warnen vor den Risiken eines dauerhaften Abrutschens unter das aktuelle Niveau. Analyst Giannis Andreou definiert den Bereich zwischen 0,22 und 0,24 USD als entscheidende kurzfristige Auffangzone.

Sollte dieser Halt brechen, gilt die untere Begrenzung des Trendkanals bei rund 0,21 USD als nächstes Auffangnetz. Gelingt den Käufern hingegen eine nachhaltige Rückeroberung der Marke von 0,24 USD, rücken Widerstände im Bereich von 0,27 USD wieder in den Fokus.

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