Cardano: Grayscale zieht GADA-Antrag zurück
Veröffentlicht am: 10.08.2026 um 09:44 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Grayscale zieht den Antrag für einen Cardano-ETF zurück. Die Entscheidung trifft den Markt unvorbereitet. Erst einen Tag zuvor hatte die Kryptowährung eine entscheidende regulatorische Hürde für börsengehandelte Produkte in den USA genommen.
Der Vermögensverwalter reichte das entsprechende Formular zum Rückzug am 10. August 2026 bei der Börsenaufsicht SEC ein. Damit stoppt das Unternehmen die Pläne für den Grayscale Cardano Trust ETF mit dem Ticker GADA. In einem extrem kurzen Zeitfenster von 190 Sekunden zog Grayscale parallel dazu Anträge für Hedera und Polkadot zurück.
Die Timing-Paradoxie
Die zeitliche Abfolge sorgt für Spekulationen. Am 9. August beendete Cardano seine sechsmonatige Testphase an der Terminbörse CME. Diese 180-Tage-Frist gilt seit 2025 als technische Voraussetzung für ein beschleunigtes Zulassungsverfahren bei der SEC. Trotz dieser erreichten Reife entschied sich Grayscale für den taktischen Rückzug.
Größere Investoren ließen sich von der Nachricht bisher kaum beirren. On-Chain-Daten zeigen, dass Wal-Adressen in der vergangenen Woche über 240 Millionen Token akkumulierten. Offenbar blicken diese Marktteilnehmer eher auf die technologische Entwicklung des Netzwerks als auf kurzfristige Zulassungsfragen.
Die Kursreaktion blieb verhältnismäßig ruhig. Aktuell notiert Cardano bei 0,1974 USD. Das entspricht einem Rückgang von etwa 44 Prozent seit Jahresbeginn. Das Handelsvolumen belief sich zuletzt auf rund 572 Millionen USD.
Technischer Ausbau geht weiter
Dazu zählt die Anbindung an andere Ökosysteme. Anfang August startete eine Testnetz-Brücke zur Injective-Blockchain. Diese Verbindung soll erstmals den direkten Transfer von Werten zwischen beiden Netzwerken ermöglichen.
Parallel dazu treibt das Projekt die interne Struktur voran. Mit dem Abschluss des Van-Rossem-Upgrades im Juli begann die Dijkstra-Ära. Kernentwicklungen werden nun direkt über eine dezentrale Kasse finanziert, die unter der Aufsicht der Cardano Foundation steht.
Die Roadmap sieht für das restliche Jahr weitere technische Meilensteine vor. Mit den geplanten Implementierungen von Linear Leios und Peras soll der Datendurchsatz des Netzwerks bis Ende 2026 deutlich steigen.
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