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Card Factory: Aktie springt 12 Prozent nach Zahlen

Veröffentlicht am: 30.09.2026 um 18:54 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Im ersten Halbjahr 2027 stiegen Umsatz und EBITDA, während der bereinigte Vorsteuergewinn sank; die Jahresziele blieben unverändert.

Card Factory: Umsatzplus, höhere Dividende und bestätigte Jahresprognose
Abstrakte Darstellung einer modernen Einzelhandelsumgebung mit festlichen Grußkarten und Fokus auf geschäftliches Wachstum. Illustration mit AI erstellt.

Der britische Grußkarten- und Geschenkartikelhändler Card Factory blickt auf ein durchwachsenes erstes Halbjahr des Geschäftsjahres 2027 zurück. Während das Unternehmen beim Umsatz zulegen konnte, hinterließen gestiegene Kosten ihre Spuren beim Vorsteuergewinn. An der Börse sorgten die Verlässlichkeit beim Ausblick und das anhaltende Engagement für Aktionäre dennoch für Erleichterung: Die Aktie legte heute um 12 Prozent auf 1,01 Euro zu.

Licht und Schatten im Halbjahresverlauf

In den sechs Monaten bis zum 31. Juli 2026 steigerte Card Factory die Erlöse um 5,3 Prozent auf 260,8 Millionen Pfund Sterling. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) verbesserte sich im Berichtszeitraum um 2,0 Prozent auf 45,1 Millionen Pfund Sterling.

Unter dem Strich zeigte sich jedoch der Margendruck: Der bereinigte Gewinn vor Steuern verringerte sich um 3,8 Prozent von 13,2 Millionen auf 12,7 Millionen Pfund Sterling. Medienberichten zufolge entwickelte sich das Geschäft regional und nach Kanälen uneinheitlich.

Während die flächenbereinigten Verkäufe in Großbritannien um 2 Prozent nachgaben, wuchs das Großhandelsgeschäft um 14 Prozent. In den vergangenen Wochen kehrten die britischen Filialumsätze allerdings wieder auf einen Wachstumskurs zurück.

Höhere Dividende und bestätigte Jahresziele

Trotz des leichten Dämpfers beim Vorsteuerergebnis verbesserte sich das bereinigte Ergebnis je Aktie um 1,6 Prozent auf 2,9 Pence. Die Unternehmensführung hob die Zwischendividende um 7,7 Prozent auf 1,4 Pence je Anteilschein an.

Zudem verbesserte sich die Cashflow-Entwicklung deutlich: Der bereinigte freie Cashflow kletterte auf 0,8 Millionen Pfund Sterling, nachdem im Vorjahreszeitraum noch ein Mittelabfluss von 6,3 Millionen Pfund Sterling angefallen war.

Für das gesamte Geschäftsjahr 2027 hält das Management an den bisherigen Prognosen fest. Gestützt wird diese Zuversicht durch die Vorbereitungen auf das wichtige Weihnachtsgeschäft im vierten Quartal. Beim freien Cashflow für das Gesamtjahr rechnet Card Factory mit mehr als 30 Millionen Pfund Sterling, was am unteren Ende der unternehmenseigenen Zielspanne liegt.

Kapitalmaßnahmen und Veränderungen im Aktionariat

Parallel zu den operativen Zahlen setzt das Unternehmen sein laufendes Rückkaufprogramm fort.

Unterdessen zeichnet sich auf der Eigentümerseite eine leichte Verschiebung ab. Laut einer aktuellen Stimmrechtsmitteilung unterschritt die Investmentgesellschaft Artemis Investment Management LLP am Dienstag die Schwelle von fünf Prozent.

Mit den vorgelegten Zahlen und der bestätigten Prognose zeigt Card Factory, dass das Unternehmen die operativen Herausforderungen vor dem entscheidenden Schlussquartal unter Kontrolle behalten will.

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