Canyon de Chelly, Reise

Canyon de Chelly: Das geheime Navajo-Herz im Südwesten der USA

17.05.2026 - 21:58:49 | ad-hoc-news.de

Canyon de Chelly bei Chinle in den USA verbindet spektakuläre Felslandschaften mit lebendiger Navajo-Kultur. Warum dieser Canyon für Reisende aus Deutschland so besonders ist – und was Sie vor Ort erwartet.

Canyon de Chelly, Reise, USA
Canyon de Chelly, Reise, USA

Rötlich leuchtende Sandsteinwände, die sich hunderte Meter über den Talboden erheben, dazwischen grüne Felder, alte Obstbäume und Ruinen jahrtausendealter Siedlungen: Im Canyon de Chelly („Schéij-Kanyon“, sinngemäß „Felsschlucht von Chelly“) bei Chinle im Norden Arizonas treffen dramatische Natur und lebendige Navajo-Kultur in einer seltenen Intensität aufeinander.

Anders als viele andere Canyons im Südwesten der USA ist der Canyon de Chelly nicht nur ein Naturwunder, sondern zugleich Heimat: Noch heute leben Navajo-Familien im Canyon, bewirtschaften ihre Felder und bewahren Traditionen, die für Besucherinnen und Besucher aus Deutschland spürbar werden.

Canyon de Chelly: Das ikonische Wahrzeichen von Chinle

Der Canyon de Chelly National Monument liegt unmittelbar bei Chinle im Nordosten Arizonas, im Herzen des Navajo Nation Reservation. Offiziell wird das Schutzgebiet vom US National Park Service verwaltet, das Land selbst gehört jedoch dem Navajo-Stamm. Diese Doppelstruktur macht das Monument zu einem besonderen Fall im amerikanischen Schutzgebiets-System, wie sowohl der National Park Service als auch die Tourismusinformation des Bundesstaats Arizona hervorheben.

Für Reisende aus Deutschland ist der Canyon de Chelly ein Kontrastprogramm zum überlaufenen Grand Canyon: Hier gibt es keine durchgehend bebauten Rim-Städte, keine Neon-Reklamen – stattdessen stille Aussichtspunkte, weite Hochplateaus und ein Canyonboden, auf dem Menschen tatsächlich leben. GEO und National Geographic Deutschland beschreiben den Ort übereinstimmend als landschaftlich eindrucksvoll und zugleich kulturell hochsensibel, weil hier die Geschichte der indigenen Bevölkerung des Südwestens sehr direkt erfahrbar bleibt.

Visuell prägt vor allem ein Motiv das Bild des Canyons: der Spider Rock, eine freistehende Sandsteinsäule, die rund 240 Meter über dem Talboden aufragt. Er gehört zu den am häufigsten fotografierten Natursymbolen Arizonas und wird in Reiseführern von Marco Polo und ADAC Reisemagazin regelmäßig als „ikonischer Aussichtspunkt“ hervorgehoben. Daneben sorgen die sich verzweigenden Seitencanyons, die saisonal grünen Felder und die wechselnden Lichtstimmungen für eine Atmosphäre, die viele Besucher als ruhiger und intimer erleben als an bekannteren Hotspots im Südwesten.

Geschichte und Bedeutung von Canyon de Chelly

Archäologische Funde belegen, dass das Gebiet des heutigen Canyon de Chelly seit mehreren Tausend Jahren besiedelt ist. Laut Informationen des National Park Service und Zusammenstellungen der US-Behörde National Park Foundation lebten hier bereits um 2500 vor Christus Jäger- und Sammlergruppen. Später folgten sesshafte Gemeinschaften, die von der Forschung häufig den „Ancestral Puebloans“ (früher „Anasazi“) zugerechnet werden.

Zwischen etwa 350 und 1300 nach Christus entstanden im und an den Wänden des Canyons Siedlungen aus Stein und Lehmziegeln. Besonders eindrucksvoll sind heute die Ruinenkomplexe White House Ruin und Mummy Cave, die in vielen Publikationen – darunter National Geographic und Merian – als typische Beispiele für den Pueblobau im Südwesten beschrieben werden. Die Bewohner nutzten den fruchtbaren Talboden für Ackerbau und lebten in teilweise mehrstöckigen Häusern, die sich teils direkt in Felsnischen schmiegten.

Nach dem Rückzug vieler dieser frühen Siedler, der im gesamten Colorado-Plateau zu beobachten ist, wurde der Canyon zu einem wichtigen Siedlungsraum für Diné, also Navajo. Historikerinnen und Historiker, auf die sich sowohl der National Park Service als auch das Museum of Northern Arizona beziehen, sehen den Canyon de Chelly ab dem 18. Jahrhundert als ein politisches und wirtschaftliches Zentrum der Navajo-Gruppen in diesem Gebiet. Hier fanden nicht nur Anbau und Viehzucht statt, sondern auch spirituelle Zeremonien.

Einen tragischen Einschnitt markiert das Jahr 1864: Im Rahmen der US-amerikanischen Expansion in den Westen wurden die Navajo aus dem Canyon vertrieben. In den historischen Darstellungen des National Park Service wird die sogenannte „Long Walk“-Deportation beschrieben: US-Truppen zwangen tausende Navajo, unter militärischer Bewachung rund 500 km nach Osten ins Internierungslager Bosque Redondo im heutigen New Mexico zu marschieren. Die Ereignisse von 1863/64, inklusive Angriffe im Canyon de Chelly, werden von der Navajo Nation bis heute als kollektives Trauma erinnert.

Erst nach ihrer Rückkehr und dem Abschluss eines Vertrages mit der US-Regierung konnten Navajo-Familien wieder im Canyon leben. Bis heute ist der Canyon de Chelly damit nicht nur Archäologie, sondern bewohnter Lebensraum: Laut den offiziellen Angaben des National Park Service leben nach wie vor Navajo-Familien im Canyon, betreiben traditionelle Landwirtschaft und Viehzucht. GEO und andere seriöse Reisepublikationen betonen, dass Besucherinnen und Besucher die Privatsphäre dieser Bewohner respektieren sollen.

1931 wurde das Gebiet offiziell als Canyon de Chelly National Monument unter Schutz gestellt. Anders als bei vielen anderen National Monuments ging das Land aber nicht in Bundesbesitz über, sondern blieb Eigentum der Navajo Nation. Für deutsche Leser ist das vergleichbar mit einem Nationalpark, der auf dem Territorium einer Minderheit liegt und bei dem Verwaltung und Landbesitz strikt getrennt sind: Die Bundesbehörde sorgt für Schutz und Besucherlenkung, der Stamm bestimmt über das Land.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Der Canyon de Chelly ist geologisch vor allem durch Sandsteinformationen geprägt, die zur Familie der sogenannten Chinle- und De Chelly-Formationen gehören – benannt nach den regionalen geologischen Einheiten. Fachliche Beschreibungen, etwa in Übersichten des US Geological Survey und in Nationalpark-Publikationen, führen die steilen, oft nahezu senkrechten Wände auf einen langen Prozess von Sedimentablagerung, Hebung des Colorado-Plateaus und anschließender Erosion zurück.

Die Canyonwände erreichen stellenweise Höhen von rund 300 Metern. Gerade am Spider Rock, der laut National Park Service und Arizona Office of Tourism etwa 240 Meter über dem Talboden aufragt, wird die vertikale Dimension besonders deutlich. Damit ist die Felsnadel zwar nicht so hoch wie der Kölner Dom (157 m) plus Fernsehturmspitze, aber als freistehende natürliche Säule beeindruckt sie durch ihre schlanke Form und die exponierte Lage an der Canyonmündung.

Architektonisch interessant sind vor allem die historischen Felsensiedlungen. Die White House Ruin beispielsweise besteht aus einem unteren Komplex am Talboden und einem oberen Teil in einer Felsnische, deutlich sichtbar von der gegenüberliegenden Canyonwand. Kunsthistorisch wird die Bauweise von Institutionen wie dem Museum of Northern Arizona der Pueblokultur zugeschrieben: rechteckige Räume, oft mehrstöckig, mit Flachdächern und gemeinschaftlichen Plätzen. Die Ruinen im Canyon de Chelly werden in der Fachliteratur häufig mit den Cliff Dwellings im Mesa Verde National Park verglichen, sind aber weniger weit touristisch erschlossen.

Ein weiteres Merkmal sind die Felszeichnungen und Felsmalereien (Petroglyphen und Pictographs), die an mehreren Stellen im Canyon zu finden sind. Der National Park Service weist darauf hin, dass sie unterschiedliche Epochen abbilden – von frühen Jägergruppen über Ancestral Puebloans bis hin zu Navajo-Darstellungen. Viele Motive – Menschen, Tiere, symbolische Zeichen – sind für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler wichtige Quellen, für Besucher jedoch zugleich sensible Kulturgüter, die nicht berührt oder beschädigt werden dürfen.

Der Canyon de Chelly ist nicht zuletzt ein lebendiger kultureller Raum der Navajo. In offiziellen Statements betonen Vertreter der Navajo Nation, dass Spider Rock in ihrer Überlieferung mit der Figur Spider Woman (Spinnenfrau) verbunden ist. Sie gilt in vielen Navajo-Erzählungen als Lehrerin, die den Menschen das Weben brachte. Reiseführer wie Marco Polo und Berichte der Deutschen Welle heben hervor, dass Reisende nicht erwarten sollten, alle Details der Spiritualität erklärt zu bekommen – vieles bleibt bewusst innerhalb der Gemeinschaft.

Landschaftlich ist der Canyon durch einen überraschenden Farbkontrast geprägt: Rote Felswände stehen im Frühling und Sommer über grünen Feldern und Baumwollpappeln, die entlang des saisonal wasserführenden Flusses verlaufen. Diese Kombination aus Steilwänden und agrarisch genutztem Talboden unterscheidet den Canyon de Chelly etwa von den stärker wüstenhaften Canyons im südlichen Utah. Insbesondere im Licht der frühen Morgen- oder späten Nachmittagsstunden beschreiben Reisejournalisten die Szenerie als „malerisch“ und „fast mediterran“, obwohl der Canyon eindeutig in eine Halbwüstenlandschaft eingebettet ist.

Canyon de Chelly besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Lage und Anreise

Der Canyon de Chelly liegt bei Chinle im Nordosten Arizonas, im Navajo-Reservat. Größere Flughäfen in der Region sind Phoenix (Arizona) und Albuquerque (New Mexico). Aus Deutschland gibt es in der Regel keine Nonstop-Flüge dorthin, aber gut abgestimmte Verbindungen mit Umstieg etwa in London, Frankfurt–US-Drehkreuz oder anderen europäischen Hubs. Die Flugzeit von Frankfurt nach Phoenix beträgt – je nach Verbindung – meist zwischen 13 und 16 Stunden inklusive Umstieg; für Albuquerque liegen ähnliche Größenordnungen vor.

Von Phoenix nach Chinle sind es mit dem Mietwagen ungefähr 400 bis 450 km, was je nach Route und Pausen rund 5 bis 6 Stunden Fahrzeit bedeutet. Von Albuquerque beträgt die Entfernung etwa 300 bis 350 km, also gut 4 bis 5 Stunden. Öffentlicher Nahverkehr direkt in den Canyon existiert nicht; die Region ist stark auf den Individualverkehr angewiesen. Deutsche Reiseanbieter kombinieren den Besuch des Canyon de Chelly deswegen häufig mit Rundreisen zu Monument Valley, Grand Canyon oder Petrified Forest National Park.

  • Öffnungszeiten und Zugangsregeln

Das Gebiet des Canyon de Chelly National Monument ist nach Angaben des National Park Service grundsätzlich ganzjährig zugänglich. Die Besucherinformation (Visitor Center) nahe Chinle hält saisonabhängige Öffnungszeiten bereit, die sich im Laufe der Jahre ändern können. Offizielle Hinweise betonen, dass sich Reisende vorab direkt auf der Website des Canyon de Chelly National Monument oder beim National Park Service über aktuelle Öffnungszeiten und eventuelle Einschränkungen informieren sollten, etwa nach Starkregenereignissen.

Wichtig für die Reiseplanung: Der Zugang zum Canyonboden ist streng geregelt. Laut National Park Service und Navajo-Nation-Verwaltung dürfen Besucher den Canyonboden in der Regel nur im Rahmen geführter Touren mit autorisierten Navajo-Guides betreten. Eine Ausnahme bildet der White House Trail, der traditionell als einziger Wanderweg ohne Guide vom Rim auf den Canyonboden hinabführt. Allerdings können Zugang und Bedingungen aus Sicherheits- oder Schutzgründen variieren. Es empfiehlt sich, den aktuellen Stand kurz vor der Reise über offizielle Stellen zu prüfen.

  • Eintritt und Touren

Der Zugang zu den Rim-Aussichtspunkten entlang der Nord- und Südkante ist nach Angaben des National Park Service in der Regel kostenlos. Geführte Touren in den Canyonboden – zu Fuß, per Geländewagen oder mit dem Pferd – werden von Navajo-Führern angeboten. Die Preise schwanken je nach Umfang, Dauer und Anbieter und werden von seriösen Reiseportalen wie National Geographic Traveller und ADAC Reisemagazin bewusst ohne feste Beträge genannt, da sich diese regelmäßig ändern.

Für Reisende aus Deutschland empfiehlt sich daher, vorab direkt bei den Navajo-Guide-Büros in Chinle oder über verlässliche Reiseveranstalter nach den aktuellen Konditionen zu fragen. Da die Bezahlung überwiegend in US-Dollar erfolgt, ist es sinnvoll, neben Kreditkarten auch etwas Bargeld dabeizuhaben, insbesondere für Trinkgelder.

  • Beste Reisezeit

Der Canyon de Chelly liegt in einer Höhenlage von rund 1.700 bis 1.900 m. Nach Klimadaten, wie sie etwa das US-Klimanetzwerk und Reiseinformationen des Bundesstaats Arizona angeben, herrscht ein kontinentales Hochlandklima: Sommer können tagsüber heiß werden, mit Temperaturen, die häufig über 30 °C steigen, nachts jedoch deutlich abkühlen. Winter bringen frostige Nächte und gelegentlich Schnee, besonders auf den Hochplateaus.

Als besonders angenehme Reisezeiten gelten Frühling (April bis Anfang Juni) und Herbst (September bis Oktober), wenn die Temperaturen meist moderat sind und das Licht für Fotografie günstig ist. Der Sommer kann wegen Hitze und möglicher Gewitter – Stichwort „Monsoon Season“ – herausfordernder sein. In der Regenzeit können kurzfristig Flash Floods in Slot-Canyons auftreten; daher sollten Hinweise des National Park Service und lokaler Führer ernst genommen werden.

  • Praxis-Tipps: Sprache, Zahlung, Trinkgeld, Verhalten

Englisch ist im Navajo-Reservat verbreitet, Navajo wird ebenfalls gesprochen. Deutsch wird nur vereinzelt verstanden. Reiseführer von Marco Polo und ADAC empfehlen, sich auf Englisch als Hauptsprache zu verlassen. Einige Navajo-Guides sind an europäische Besucher gewöhnt und erklären kulturelle Zusammenhänge entsprechend geduldig.

Bei der Zahlung sind Kreditkarten (Visa, Mastercard, teilweise American Express) in den meisten Motels, Tankstellen und größeren Restaurants üblich. Kleinere Anbieter, Souvenirstände oder kleinere Tourenunternehmen können eher auf Bargeld angewiesen sein. US-Dollar sind die lokale Währung; zur Orientierung lassen sich Preise aber grob in Euro umrechnen (Wechselkurse schwanken, daher aktuelle Kurse vor Reiseantritt prüfen). Mobile Payment via Apple Pay oder Google Pay setzt oft eine Kreditkarte voraus; Akzeptanz ist regional unterschiedlich.

Trinkgeld ist in den USA ein wichtiger Teil der Einkommen. Für Restaurantbesuche werden in der Regel 15 bis 20 % des Rechnungsbetrages erwartet, bei geführten Touren im Canyon de Chelly sind freiwillige Trinkgelder für Guides üblich; viele Reiseführer empfehlen abhängig von Dauer und Qualität der Tour pauschale Beträge pro Person. Es ist ratsam, dies vorab im Gespräch mit dem Veranstalter zu klären.

Da der Canyon de Chelly bewohnt und kulturell sensibel ist, legen sowohl der National Park Service als auch die Navajo Nation großen Wert auf respektvolles Verhalten. Dazu gehört:

  • Privatgrundstücke im Canyon nicht zu betreten.
  • Personen nur nach ausdrücklicher Erlaubnis zu fotografieren.
  • Felszeichnungen, Ruinen und Artefakte nicht zu berühren oder zu entfernen.
  • Den Anweisungen der Navajo-Guides zu folgen, insbesondere an heiligen Stätten.
  • Fotografie und Drohnen

Das Fotografieren der Landschaft ist von den offiziellen Aussichtspunkten aus grundsätzlich erlaubt, solange keine zusätzlichen Regeln dagegen sprechen. Für Aufnahmen im Canyonboden können besondere Regeln gelten, je nach Tour und Guide. Laut Informationen des National Park Service und der Navajo Nation ist der Einsatz von Drohnen in vielen Bereichen des Reservats eingeschränkt oder nur mit spezieller Genehmigung erlaubt. Reisende sollten sich vorab informieren und im Zweifel auf Drohnenflüge verzichten.

  • Einreise und Sicherheit für Reisende aus Deutschland

Für die Einreise in die USA gelten je nach Staatsangehörigkeit unterschiedliche Bestimmungen. Deutsche Staatsbürger sollten die aktuellen Einreisebestimmungen und Sicherheitsinformationen beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prüfen. Dort finden sich auch Hinweise zu Visum- oder ESTA-Anforderungen, zu Gesundheitsfragen und zu Sicherheitsaspekten im Land.

Die Zeitverschiebung zwischen Deutschland und Arizona ist komplex, da in Teilen des Bundesstaats keine Sommerzeit gilt, während sie in Deutschland und anderen US-Bundesstaaten angewendet wird. In weiten Teilen des Jahres liegt Arizona etwa 8 oder 9 Stunden hinter Mitteleuropa (MEZ/MESZ). Für konkrete Reisedaten empfiehlt sich die Nutzung aktueller Zeitzonen-Rechner.

In puncto Gesundheitsversorgung wird außerhalb Europas der Abschluss einer Auslandskrankenversicherung mit Rücktransport-Option empfohlen. Innerhalb der USA können medizinische Leistungen sehr teuer werden. Für Fahrten im Südwesten gelten die üblichen Vorsichtsmaßnahmen: ausreichend Wasser mitführen, Sonnenschutz nutzen, Wetterberichte beachten und Fahrzeiten nicht unterschätzen.

Warum Canyon de Chelly auf jede Chinle-Reise gehört

Wer den Südwesten der USA besucht, kennt häufig Grand Canyon, Monument Valley oder Antelope Canyon aus Bildbänden und Social Media. Der Canyon de Chelly in Chinle ist weniger präsent, aber für viele Reisende gerade deshalb ein Höhepunkt. Er verbindet Panoramen, die an klassische Westernkulissen erinnern, mit Einblicken in das Alltagsleben und die Geschichte der Navajo.

Ein Argument, das sowohl in Reportagen der Süddeutschen Zeitung als auch in Berichten von GEO durchscheint: Der Canyon de Chelly lässt sich vergleichsweise ruhig erleben. Entlang der Nord- und Südkante (North Rim und South Rim Drive) führen asphaltierte Straßen zu zahlreichen Aussichtspunkten, von denen einige kurze Spaziergänge erfordern. Wer den Canyon auf diese Weise erkundet, kann die Landschaft genießen, ohne große körperliche Anstrengung auf sich nehmen zu müssen – ein Vorteil für Reisende mit begrenzter Wandererfahrung oder mitreisende Kinder.

Besonders eindrücklich sind die Aussichten am Spider Rock Overlook, an der Junction (dem Zusammenfluss der Canyons) und am Sliding House Overlook. Von hier aus blicken Gäste teils hunderte Meter in die Tiefe, erkennen Ruinen an der gegenüberliegenden Wand und sehen – mit etwas Glück – Reiter oder Pickup-Trucks unten im Canyon entlangfahren, die den Maßstab der Landschaft verdeutlichen.

Wer tiefer eintauchen möchte, bucht eine geführte Tour auf den Canyonboden. Seriöse deutsche und internationale Reiseführer betonen, dass man über Navajo-Guides oft authentische Einblicke in lokale Geschichten erhält: Wie der Canyon im Jahreslauf genutzt wird, welche Bedeutung bestimmte Felsformationen haben, wie die Erinnerung an die „Long Walk“-Zeit innerhalb der Familien weitergegeben wird. Viele Touren kombinieren die Fahrt entlang des Flussbetts mit Stopps an Ruinen, Felskunst-Stellen und schattigen Picknickplätzen.

Durch seine Lage eignet sich der Canyon de Chelly zudem hervorragend als Bestandteil einer größeren Rundreise: Von Chinle sind es etwa 2 bis 3 Fahrstunden zum Four Corners-Gebiet und rund 3 Stunden zum Monument Valley. Auch das weniger bekannte Navajo National Monument und der Petrified Forest National Park liegen in Reichweite. Für Reisende aus Deutschland, die den Südwesten nicht nur in seinen „Postkartenmotiven“ erleben möchten, bildet der Canyon de Chelly einen wichtigen Baustein.

Nicht zuletzt ist ein Besuch auch eine Gelegenheit, sich mit der Geschichte indigener Völker in den USA auseinanderzusetzen. Museen in Flagstaff, Phoenix oder Albuquerque geben ergänzend dazu Hintergrund, während der Canyon de Chelly selbst zeigt, dass es sich nicht um eine abgeschlossene Vergangenheit handelt: Die Navajo-Gemeinschaft lebt, arbeitet und feiert hier – und lädt Reisende ein, respektvoll Anteil an dieser Landschaft zu nehmen.

Canyon de Chelly in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke

In sozialen Medien taucht der Canyon de Chelly immer häufiger in Bilderserien über den „anderen“ Südwesten auf – abseits der großen Besucherströme. Reisende teilen Aufnahmen vom Spider Rock im Abendlicht, von staubigen Jeep-Pisten im Canyonboden oder vom ersten Blick über die weiten Plateaus bei Chinle. Hashtags rund um Navajo-Kultur, Roadtrips und National Monuments zeigen, dass der Canyon zunehmend als Geheimtipp für Entdecker gilt, die Naturwunder und kulturelle Tiefe verbinden wollen.

Häufige Fragen zu Canyon de Chelly

Wo liegt der Canyon de Chelly genau?

Der Canyon de Chelly befindet sich bei Chinle im Nordosten des US-Bundesstaats Arizona, innerhalb der Navajo Nation Reservation. Er liegt auf einem Hochplateau, mehrere Fahrstunden von Städten wie Phoenix und Albuquerque entfernt, und gehört als National Monument zum System des US National Park Service.

Was macht den Canyon de Chelly so besonders?

Der Canyon de Chelly ist eine seltene Kombination aus spektakulärer Natur und lebendiger Kultur: Steile Sandsteinwände, markante Formationen wie der Spider Rock und jahrtausendealte Felsensiedlungen treffen hier auf einen bis heute bewohnten Canyonboden. Navajo-Familien leben und arbeiten weiterhin im Canyon, wodurch Besucherinnen und Besucher Landschaft und Lebenswelt zugleich erleben.

Kann man im Canyon de Chelly wandern?

Wanderungen sind in erster Linie auf den Rändern des Canyons möglich, wo kurze Wege zu verschiedenen Aussichtspunkten führen. Der White House Trail gilt traditionell als einziger offiziell ausgewiesener Wanderweg ohne Guide hinunter zum Canyonboden. Ansonsten ist der Zugang in den Canyonboden in der Regel nur mit autorisierten Navajo-Guides gestattet; aktuelle Regeln sollten vor Ort oder auf der Website des National Park Service geprüft werden.

Wie viel Zeit sollte man für den Besuch einplanen?

Für die wichtigsten Aussichtspunkte entlang von North Rim und South Rim sollte mindestens ein ganzer Tag eingeplant werden, besonders wenn man an mehreren Spots Zeit für Fotografie und kurze Spaziergänge lassen möchte. Wer zusätzlich eine geführte Tour auf den Canyonboden unternehmen will, profitiert von einem zweiten Tag, um die Eindrücke in Ruhe zu verarbeiten und auch die Umgebung von Chinle zu erkunden.

Wann ist die beste Reisezeit für den Canyon de Chelly?

Frühling (April bis Anfang Juni) und Herbst (September bis Oktober) bieten meist angenehme Temperaturen und klares Licht. Sommer können sehr heiß werden, während Winter kalte Nächte und mögliche Schneefälle bringen, vor allem auf den Hochplateaus. Unabhängig von der Jahreszeit sollten Reisende aktuelle Wetterdaten prüfen und ausreichend Wasser sowie Sonnenschutz mitführen.

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