California Water Service Aktie: Zahlen verfehlen Erwartungen
Veröffentlicht am: 29.10.2026 um 05:18 Uhr | Redaktion boerse-global.deDer Wasserversorger wächst, doch die Wall Street hatte mehr erwartet. California Water Service meldet für das dritte Quartal einen Gewinn je Aktie von 1,05 Dollar. Analysten hatten mit 1,16 Dollar gerechnet.
Auch beim Umsatz blieb das Unternehmen unter der Prognose: 332,2 Millionen Dollar standen einer Konsensschätzung von rund 340 Millionen gegenüber. Im Vorjahresvergleich legten die Erlöse dennoch um 6,7 Prozent zu. Der Nettogewinn stieg auf 65,4 Millionen Dollar, nach 61,2 Millionen im dritten Quartal 2025. Die Aktie schloss zuletzt bei 47,15 Dollar.
Tarife treiben, Nebenposten bremsen
Hinter dem Umsatzplus stehen vor allem Tariferhöhungen und neue Kunden, die zusammen gut 22 Millionen Dollar beisteuerten. Geringerer Wasserverbrauch drückte die Erlöse dagegen um 4,4 Millionen Dollar.
Die Betriebskosten stiegen um 3,7 Prozent. Höhere Ausgaben für Wasserspar-Programme und eine gestiegene Steuerlast schlugen zu Buche. Das übrige Ergebnis sank um 6,0 Millionen Dollar, unter anderem wegen geringerer Erträge aus Pensionsanlagen und höherer Kosten für Firmenzukäufe.
Auf Neunmonatssicht fällt die Bilanz besser aus. Der Nettogewinn kletterte um 7,9 Prozent auf 125,9 Millionen Dollar, der Umsatz um 9,6 Prozent auf 855,3 Millionen Dollar.
Investitionen und Finanzierung
Das Unternehmen investiert kräftig: In den ersten neun Monaten flossen 424,8 Millionen Dollar in die Infrastruktur, 16,5 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Ein großer Posten sind Anlagen zur Entfernung von PFAS aus dem Trinkwasser. Die kalifornische Regulierungsbehörde erlaubte, einen Teil dieser Kosten über ein vereinfachtes Verfahren auf die Kunden umzulegen.
Zur Finanzierung nutzt der Konzern mehrere Wege. Im Quartal brachte er per Aktienprogramm 49,8 Millionen Dollar ein und vereinbarte Terminverkäufe weiterer 1,6 Millionen Aktien.
Nach Quartalsende folgten Anleihen über insgesamt 275 Millionen Dollar, mit Zinssätzen zwischen 6,08 und 6,54 Prozent. Die Emission ist bis spätestens Ende 2026 vorgesehen. Damit sieht sich das Management bis in die erste Hälfte 2027 finanziert.
Zukäufe und Dividende
Für die Übernahme der Nevada- und Oregon-Systeme von Nexus Water Group liegen inzwischen beide Genehmigungen vor. Der Abschluss ist für das vierte Quartal 2026 geplant. In Washington gibt es zudem einen genehmigten Tarifbescheid, der die Jahreserlöse um 4,1 Millionen Dollar erhöht, auf Hawaii folgt ab dem 21. Oktober ein weiterer mit 1,94 Millionen Dollar.
Die Aktionäre erhalten die 327. Quartalsdividende in Folge von 0,335 Dollar je Aktie. Sie wird am 20. November an alle Anleger ausgezahlt, die am 9. November im Register stehen. Für 2026 ergibt sich eine Jahresdividende von 1,34 Dollar, die 59. Erhöhung in Serie.
Heute um 17 Uhr deutscher Zeit stellt sich das Management in der Telefonkonferenz den Fragen der Analysten. Dort dürfte es um die Einordnung der Ergebnisverfehlung gehen.
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