CAE: CDPQ kauft 30,9 Millionen Aktien
Veröffentlicht am: 01.09.2026 um 05:28 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der kanadische Simulationstechnik-Spezialist CAE verzeichnete am gestrigen Montag einen Kursrückgang von 2,1 % und schloss im deutschen Handel bei 20,65 €. Damit folgte das Papier einem allgemeinen Abwärtstrend im Luftfahrt- und Verteidigungssektor, in dem auch Branchengrößen wie General Dynamics und RTX Verluste hinnehmen mussten.
Trotz der aktuellen Kursschwäche, die sich in einem Minus von 22 % seit Jahresbeginn widerspiegelt, signalisieren jüngste Pflichtmitteilungen ein massives Interesse großer institutioneller Anleger.
Großinvestoren bauen bedeutende Positionen auf
Wie aus aktuellen SEC-Filings hervorgeht, haben mehrere Schwergewichte der Investmentbranche das zweite Quartal genutzt, um ihre Bestände bei CAE deutlich auszubauen oder neue Positionen zu eröffnen. Besonders hervor sticht die Caisse de dépôt et placement du Québec (CDPQ).
Der Pensionsfonds meldete Ende August den Erwerb von über 30,9 Millionen Aktien, was einer Beteiligung von rund 9,62 % an dem Unternehmen entspricht. Dieser Einstieg wird mit einem Wert von rund 773,8 Millionen US-Dollar beziffert.
Parallel dazu sicherten sich weitere große Akteure Anteile. Connor Clark & Lunn Investment Management Ltd. erwarb über 2,6 Millionen Aktien und hält damit nun 0,81 % am Unternehmen.
Auch das Canada Pension Plan Investment Board (CPPIB) und Susquehanna International Group LLP meldeten im August neue Beteiligungen. Diese konzertierten Zukäufe durch institutionelle Verwalter verdeutlichen, dass Profi-Investoren das aktuelle Bewertungsniveau offenbar als attraktive Einstiegsgelegenheit für das auf Ausbildungslösungen spezialisierte Unternehmen betrachten.
Analysten sehen Potenzial trotz Restrukturierung
Die Zuversicht der Großinvestoren deckt sich teilweise mit den Einschätzungen namhafter Analysehäuser. Die Analysten von Scotiabank hoben am 19. August ihre Prognose für den Gewinn je Aktie (EPS) im Geschäftsjahr 2027 auf 0,91 US-Dollar an. Damit liegt die Schätzung am oberen Ende der unternehmenseigenen Zielspanne von 0,87 bis 0,92 US-Dollar.
Bank of America reduzierte zwar am 27. August das Kursziel für die Aktie von 45,00 auf 38,00 Kanadische Dollar, hielt jedoch an einer positiven Grundstimmung fest. Die Experten sehen weiterhin ein erhebliches Aufwärtspotenzial im Vergleich zum aktuellen Kursniveau.
Belastet wurde das Ergebnis im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2027 primär durch Restrukturierungskosten in Höhe von 48,3 Millionen US-Dollar, während der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 6,8 % auf 1,17 Milliarden US-Dollar gesteigert werden konnte.
Ausblick auf das zweite Quartal
Das Unternehmen konzentriert sich nach den jüngsten Quartalszahlen weiterhin auf die Integration operativer Anpassungen, um die Profitabilität nachhaltig zu steigern.
Anleger richten den Blick bereits auf die kommenden Monate: Medienberichten zufolge wird die Veröffentlichung der Finanzergebnisse für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2027 im November erwartet. Bis dahin dürften vor allem die Stabilisierung der Margen und die weitere Entwicklung der Auftragslage im Fokus des Marktes stehen.
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