BYD, Aktie

BYD Aktie: Dritter Schichtbetrieb in Camaçari geplant

Veröffentlicht am: 25.09.2026 um 05:25 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Der Autobauer erweitert seine Produktion in Brasilien und plant Feststoffbatterien, während politische Hürden in den USA zunehmen.

E-Limousine an Ladestation vor Shenzhener Wolkenkratzern bei Dämmerung
BYD Company Ltd (CNE100000296) – generische E-Limousine lädt an Shenzhener Ladestation bei farbenprächtiger Abenddämmerung Illustration mit AI erstellt.

Die internationale Expansion des chinesischen Elektrofahrzeugherstellers BYD gewinnt an Tempo. Trotz handelspolitischer Debatten verzeichnet das Unternehmen in Schlüsselmärkten deutliche Zuwächse bei den Neuzulassungen und treibt den Ausbau eigener Fertigungskapazitäten außerhalb Chinas voran.

Kräftiger Absatzzuwachs in Europa und Ausbau in Südamerika

Parallel dazu verstärkt der Konzern seine Präsenz in Lateinamerika. Im brasilianischen Camaçari plant das Unternehmen 1.500 Neueinstellungen, um einen dritten Schichtbetrieb einzurichten. Rund 500 Mitarbeiter wurden dafür bereits an Bord geholt, weitere 500 Stellen entfallen auf im Bau befindliche Werke für Pressen, Schweißen und Lackieren. An dem Standort sind bereits 8.000 Mitarbeiter direkt beschäftigt.

Neue Modelle und Vorstoß in das Luxussegment

Neben der geografischen Verteilung baut der Konzern das eigene Produktportfolio weiter aus.

Technologisch bereitet der Konzern zudem den Einstieg in die nächste Batteriegeneration vor. Für das Jahr 2027 plant BYD die Einführung seines ersten Fahrzeugs mit Feststoffbatterie, während die Batterietochter FinDreams ab 2027 eine begrenzte Produktion von Sulfid-Zellen anvisiert.

Zugleich bereitet BYD den Heimatmarktstart des Shark-PHEV vor, der unter der Marke Fang Cheng Bao laufen soll.

Politischer Gegenwind in Nordamerika

Während die Auslieferungen international zulegen, formiert sich in den USA deutlicher Widerstand gegen chinesische Fahrzeugbauer. Im US-Senat gibt es zudem Bestrebungen, ein dauerhaftes Verbot chinesischer Autos gesetzlich zu verankern.

An der Börse spiegeln sich die anhaltenden Handelskonflikte und der Margendruck der Branche wider: Die Aktie schloss gestern bei 8,90 Euro und verzeichnete auf Sicht der vergangenen zwölf Monate ein Minus von 25 Prozent. Bis zum 52-Wochen-Hoch von 12,49 Euro verbleibt ein deutlicher Abstand.

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