Bund-Future, Boden

Bund-Future: Boden statt Einbruch

Veröffentlicht am: 17.09.2026 um 09:17 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Der Dezember-Kontrakt behauptet sich nach anfänglichen Verlusten nahe 120,40 Prozent, während lange und kurze Laufzeiten auseinanderlaufen.

Bund-Future stabilisiert sich trotz Fed-Entscheidung bei 120,40
Ein moderner, aufgeräumter Arbeitsplatz mit Finanzcharts auf einem Monitor in einem hellen Büro. Illustration mit AI erstellt.

Die US-Notenbank hat geliefert, was der Markt erwartet hatte — und trotzdem bewegt sich beim Bund-Future kaum etwas. Der Dezember-Kontrakt gibt am Donnerstagvormittag 9 Ticks auf 120,51 Prozent nach, nachdem er im frühen Handel bereits deutlicher unter Druck geraten war. Die verhaltene Reaktion selbst ist die eigentliche Nachricht.

Ein Händler bringt es auf den Punkt: Der Bund arbeite seit Tagen an einer Bodenbildung um die Marke von 120,40 Prozent. Der positive Ausgang der Fed-Zinsentscheidung war damit längst eingepreist, bevor die Notenbanker überhaupt gesprochen hatten. Entsprechend nüchtern fiel die Kursreaktion aus.

Tag der zwei Gesichter

Der Handelsverlauf zeigt zwei Phasen mit unterschiedlichem Vorzeichen. Im frühen Geschäft verlor der Kontrakt noch 19 Ticks auf 120,41 Prozent, das Tagestief markierte 120,34 Prozent. Nach der Fed-Entscheidung fing sich der Future wieder etwas, das Tageshoch kletterte auf 120,57 Prozent. Bis zur Vormittagsmeldung wechselten bereits rund 50.000 Kontrakte den Besitzer — deutlich mehr als die gut 10.000 Kontrakte im Frühhandel.

Bei den Schwesterkontrakten ergibt sich ein gemischtes Bild. Der Buxl-Future, der auf besonders lange Laufzeiten setzt, legt um 4 Ticks auf 101,68 Prozent zu. Der Bobl-Future am kurzen Ende verliert dagegen 6 Ticks auf 112,24 Prozent. Diese Divergenz deutet darauf hin, dass Marktteilnehmer am langen Ende der Kurve derzeit vorsichtiger optimistisch sind als im kürzeren Laufzeitensegment.

Für die kommenden Tage rechnet der zitierte Händler mit einer Aufwärtsbewegung, nachdem die Unsicherheit rund um die US-Zinsentscheidung nun vom Tisch ist. Ob sich die Bodenbildung um 120,40 Prozent tatsächlich als tragfähige Basis erweist, dürfte sich an den kommenden Handelstagen zeigen.

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