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Build-A-Bear Workshop Aktie: Rekordeinbruch

Veröffentlicht am: 27.08.2026 um 23:11 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Build-A-Bear verfehlt beim Umsatz die Erwartungen, reduziert den Jahresausblick erneut und meldet einen Führungswechsel während der Krise.

Build-A-Bear-Aktie stürzt nach Gewinnwarnung und Walmart-Absage
Abstrakte Darstellung eines wirtschaftlichen Abschwungs mit gedimmter Beleuchtung und einem einzelnen Spielzeug-Schatten. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Ein geplatzter Walmart-Deal, eine zweite Gewinnwarnung binnen eines Jahres und die fristlose Trennung vom Chief Growth Officer — Build-A-Bear Workshop erlebt am Donnerstag den größten Kurseinbruch der Firmengeschichte. Die Aktie fiel im Nachmittagshandel um mehr als 29 Prozent auf den tiefsten Stand seit rund zwei Jahren. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus damit auf etwa 55 Prozent.

Auslöser war ein Zahlenwerk, das auf den ersten Blick gar nicht schlecht aussah. Für das zweite Quartal, das am 1. August endete, meldete der Kuscheltier-Einzelhändler ein Ergebnis je Aktie von 0,70 Dollar und übertraf damit die Erwartungen von 0,67 Dollar. Beim Umsatz reichte es allerdings nicht: 115,3 Millionen Dollar verfehlten die Konsensschätzung von 121,27 Millionen Dollar deutlich und lagen 7,2 Prozent unter dem Vorjahreswert.

Walmart-Absage wiegt schwer

Den eigentlichen Schock lieferte der Ausblick. Build-A-Bear senkte die Umsatzprognose für das Gesamtjahr zum zweiten Mal binnen weniger Monate — von zuvor 530 bis 550 Millionen Dollar auf nun 500 bis 525 Millionen Dollar. Im Analystencall wurde klar, warum: Eine mehrere Millionen Dollar schwere Partnerschaft mit Walmart ließ sich nicht verlängern, weitere Großhandelskooperationen entwickeln sich langsamer als geplant.

Hinzu kommen Zollkosten von 10 bis 11 Millionen Dollar, die im Jahresausblick eingepreist sind. D.A. Davidson & Co, die trotz der Enttäuschung bei ihrem "Buy"-Rating bleiben, verwiesen in ihrer Einschätzung explizit auf die schwächere Profitabilität im zweiten Halbjahr und anhaltenden Tarifdruck.

Operativ zeigen sich die Bremsspuren über die gesamte Breite des Geschäfts. Die Netto-Einzelhandelsumsätze sanken um 7,1 Prozent auf 106,5 Millionen Dollar, das E-Commerce-Geschäft brach sogar um 15,6 Prozent ein. Das Vorsteuerergebnis fiel von 15,3 auf 11,6 Millionen Dollar, die Marge schrumpfte von 12,3 auf 10,1 Prozent der Gesamterlöse.

Führungswechsel mitten in der Krise

Parallel zur Gewinnwarnung trennte sich das Unternehmen von Chief Growth Officer David Henderson, mit Wirkung zum Mittwoch und ohne Angabe von Gründen für eine fristlose Kündigung. Der Schritt fällt in eine Phase, in der CEO Chris Hurt erst im Juni die Nachfolge der langjährigen Chefin Sharon Price John angetreten hat. Hurt selbst räumte ein, dass bestimmte Großhandelschancen länger brauchen könnten als ursprünglich angenommen.

Trotz der schwachen Erlöse hält das Unternehmen an seiner Kapitalrückführung fest. Im ersten Halbjahr flossen 22,7 Millionen Dollar über Aktienrückkäufe und Dividenden an die Aktionäre zurück, über die vergangenen zwölf Monate waren es rund 49 Millionen Dollar. Mit 14 Millionen Dollar Kassenbestand und keinen Verbindlichkeiten aus der revolvierenden Kreditlinie bleibt die Bilanz solide.

Für das Gesamtjahr peilt Build-A-Bear nun ein Vorsteuerergebnis zwischen 60 und 68 Millionen Dollar an, inklusive einer Zollrückerstattung von rund 13 Millionen Dollar. Ob die im September geplante Eröffnung des neuen Erlebnis-Standorts im ICON Park in Orlando dem Wachstumsnarrativ neuen Schwung verleihen kann, muss sich erst noch zeigen — die Investoren jedenfalls haben ihr Urteil am Donnerstag bereits gefällt.

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