Budweiser, Nomura

Budweiser: Nomura senkt Q3-Prognose

Veröffentlicht am: 01.10.2026 um 16:54 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Nomura rechnet im dritten Quartal mit Belastungen in China und Südkorea; die Kaufempfehlung für Budweiser Brewing bleibt bestehen.

Budweiser-Brewing-Aktie fällt nach vorsichtigerer Nomura-Prognose
Nahaufnahme eines goldenen Getränks in einem Glas vor einem unscharfen industriellen Hintergrund einer Brauerei. Illustration mit AI erstellt.

Die Aktie von Budweiser Brewing hat im heutigen Handel ihren anfänglichen Schwung verloren und verzeichnet ein Minus von 1,5 Prozent auf 0,6800 Euro. Auslöser für den Stimmungswechsel sind vor allem die gestern von Nomura vorgelegten Schätzungen für das dritte Quartal: Das Analysehaus erwartet anhaltenden Gegenwind in den Kernmärkten China und Südkorea und hat seine Erwartungen an das Zahlenwerk spürbar zurückgeschraubt.

Laut Dow Jones prognostizieren die Analysten von Nomura für das dritte Quartal ein schwieriges Umfeld für Umsatz und Profitabilität des Brauereikonzerns.

Als Belastungsfaktoren nennt das Haus schwächere Verkäufe in China, ungünstiges Wetter, anhaltenden Lagerabbau sowie gestiegene Materialkosten in Südkorea. Nomura beließ die Einstufung jedoch auf „Buy“.

Schwache Gastronomie belastet das Asiengeschäft

Die verhaltenen Aussichten spiegeln die anhaltenden Herausforderungen auf dem ostasiatischen Biermarkt wider. Bereits während der wichtigen sommerlichen Hochsaison zeigte sich das Konsumklima gedämpft, da insbesondere die Erholung im Gastronomiekanal auf sich warten lässt. Ein schwaches makroökonomisches Umfeld bremst die Nachfrage in Lokalen und Bars weiterhin aus.

Medienberichten zufolge entfällt mittlerweile ein Großteil des chinesischen Absatzes von Budweiser Brewing auf den Konsum in den eigenen vier Wänden. Dieser Wandel der Konsumgewohnheiten erschwert den Absatz höherpreisiger Premium-Marken, die traditionell vor allem im Nachtleben und in der Außengastronomie starke Margen abwerfen.

Analysten passen ihre Kursziele an

Nomura steht mit der vorsichtigeren Einschätzung nicht allein da. Bereits am Dienstag senkte das Analysehaus Jefferies das Kursziel für den Brauereikonzern von HK$8,40 auf HK$7,50, hielt jedoch ebenfalls an seiner Kaufempfehlung fest. Auch weitere Marktbeobachter reduzierten zuletzt ihre Bewertungsmodelle, sehen aber auf dem ermäßigten Bewertungsniveau überwiegend noch Kurspotenzial.

Anleger reagieren dennoch zurückhaltend auf die jüngsten Signale. Seit Jahresanfang summiert sich der Kursverlust bei Budweiser Brewing bereits auf 19 Prozent. Solange verlässliche Anzeichen für eine nachhaltige Belebung der Gastronomie und der Konsumnachfrage in China fehlen, dürfte das Papier vorerst in einer anspruchsvollen Bodenbildungsphase verharren.

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