Bryce-Canyon-Nationalpark, Reise

Bryce-Canyon-Nationalpark: Wo Steinspiralen im Morgenlicht glühen

17.05.2026 - 14:41:23 | ad-hoc-news.de

Der Bryce-Canyon-Nationalpark (Bryce Canyon National Park) bei Bryce, USA, fasziniert mit tausenden Felsnadeln. Was Reisende aus Deutschland jetzt für ihren Besuch wissen sollten.

Bryce-Canyon-Nationalpark, Reise, USA
Bryce-Canyon-Nationalpark, Reise, USA

Wenn die Sonne über dem Bryce-Canyon-Nationalpark aufgeht, leuchten die Felsnadeln in Orange, Rot und Rosa, als würde jemand das Gestein von innen heraus entzünden. Der Bryce Canyon National Park („Bryce-Canyon-Nationalpark“ auf Deutsch) nahe der Kleinstadt Bryce im US-Bundesstaat Utah ist keine klassische Schlucht – sondern ein natürliches Amphitheater voller bizarrer Steinspiralen, der sogenannten Hoodoos, die seit Jahren Reisende aus Deutschland magisch anziehen.

Bryce-Canyon-Nationalpark: Das ikonische Wahrzeichen von Bryce

Der Bryce-Canyon-Nationalpark liegt auf einem Hochplateau im Süden Utahs, rund 400 km nordöstlich von Las Vegas. Berühmt ist er für seine dicht gedrängten, turmartigen Felsformationen. Die US-Nationalparkverwaltung (National Park Service) betont, dass im Park die weltweit größte Konzentration an sogenannten Hoodoos zu finden ist – jene schmalen, teils mehrere Dutzend Meter hohen Felspfeiler, die durch Frostsprengung und Erosion entstanden sind. Reiseportale wie das „National Geographic Traveler“-Magazin und GEO Saison zählen den Bryce Canyon seit Jahren zu den landschaftlichen Höhepunkten des amerikanischen Südwestens.

Typisch für den Bryce-Canyon-Nationalpark ist das Farbspiel: Von hellen Creme- und Sandtönen über kräftige Orange- und Rotnuancen bis zu dunklen Braunschattierungen reicht das Spektrum. Bei tief stehender Sonne leuchten die Wände und Türme besonders intensiv. Viele Besucher berichten, dass der erste Blick vom Bryce-Amphitheater – dem Hauptteil der berühmten Felsarena – zu den stärksten visuellen Eindrücken ihrer USA-Reise gehört.

Für Reisende aus Deutschland ist der Park zudem gut in klassische Rundreisen durch den Südwesten integrierbar, etwa in Kombination mit dem Zion-Nationalpark, dem Grand Canyon oder dem Monument Valley. Im Vergleich zu den gewaltigen Schluchten des Grand Canyon wirkt der Bryce Canyon intimer – man blickt nicht nur in die Tiefe, sondern steht förmlich Auge in Auge mit den bizarren Felsfiguren.

Geschichte und Bedeutung von Bryce Canyon National Park

Das Gebiet des Bryce-Canyon-Nationalparks war lange vor der Ankunft europäischer Siedler bewohnt. Archäologische Funde verweisen auf indigene Kulturen wie die Ancestral Puebloans (Anasazi) und die Fremont-Kultur, die das Plateau über Jahrhunderte zur Jagd und saisonalen Nutzung aufsuchten. Später lebten hier unter anderem Gruppen der Paiute. Nach Angaben des National Park Service stammt der indigene Name „Angka-ku-wass-a-wits“ sinngemäß aus der Sprache der Paiute und bedeutet in etwa „rote Felsen, die wie Männer in einer Schüssel stehen“ – eine treffende Beschreibung der Hoodoos.

Der heute gebräuchliche Name Bryce Canyon geht auf den mormonischen Siedler Ebenezer Bryce zurück, der sich in den 1870er-Jahren in der Nähe des heutigen Parks niederließ. Historische Dokumente aus Utah schildern, dass Bryce den abgelegenen, rauen Landstrich eher pragmatisch sah und ihn angeblich als „schrecklichen Ort, um eine Kuh zu verlieren“ beschrieben haben soll. Der Name setzte sich dennoch durch, als Karten und Berichte der Siedler verbreitet wurden.

Der Schutzstatus des Gebiets entwickelte sich schrittweise: 1923 erklärte US-Präsident Warren G. Harding die Region zunächst zum „Bryce Canyon National Monument“. Die offizielle Erhebung zum Nationalpark erfolgte 1928 durch den US-Kongress, also wenige Jahre nach der Gründung des Grand-Canyon-Nationalparks und gut vier Jahrzehnte vor der Gründung vieler deutscher Nationalparks. Die Nationalparkverwaltung hebt hervor, dass damit ein einzigartiger Landschaftstyp bewahrt werden sollte, der weltweit nur in wenigen Regionen vorkommt.

Mit dem Ausbau des US-Highway-Systems in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts nahm auch der Tourismus zu. Historische Aufnahmen, die unter anderem im Archiv des National Park Service veröffentlicht sind, zeigen frühe Automobilreisende, die am Rand der Felsarena picknicken. Später brachte der Ausbau von Lodges, Campingplätzen und Viewpoints einen kontinuierlichen Besucherzuwachs. In den letzten Jahren verzeichnet der Bryce-Canyon-Nationalpark laut offiziellen Parkstatistiken regelmäßig Besucherzahlen im siebenstelligen Bereich pro Jahr, was ihn zu einem der wichtigsten Naturziele Utahs macht.

Auch wenn der Bryce Canyon (anders als einige andere US-Parks) kein UNESCO-Welterbe ist, wird seine geologische Bedeutung international gewürdigt. Fachmedien wie „National Geographic Deutschland“ und GEO stellen immer wieder heraus, dass im Park ein einzigartiges Lehrbuch der Erosionsprozesse der Hochplateau-Landschaften des Colorado-Plateaus zu sehen ist.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Architektur im klassischen Sinne findet sich im Bryce-Canyon-Nationalpark vor allem in den historischen Parkgebäuden, doch der eigentliche „Architekt“ ist die Natur. Über Millionen Jahre haben Frost, Wasser und Wind ein dickes Paket aus Sedimentgestein – überwiegend Kalkstein, Dolomit und Schluffstein – in filigrane Türme und Wände modelliert. Geologen erklären, dass die Lage des Parks auf rund 2.400 bis über 2.700 m Höhe dafür sorgt, dass im Winter häufig Frostwechsel auftreten: Wasser dringt in feine Risse ein, gefriert, dehnt sich aus und sprengt das Gestein – ein Prozess, der als Frostsprengung bekannt ist. Von oben ablaufendes Schmelz- und Regenwasser formt dann die typischen Rinnen und steilen Wände.

Die Hoodoos sind das Markenzeichen des Bryce Canyon National Park. Sie entstehen, wenn härtere Gesteinsschichten weichere Schichten darunter schützen, während die Umgebung schneller abgetragen wird. So bleiben schmale Pfeiler und Türmchen stehen, häufig mit einer Art „Kopf“ oder Kappe obenauf. Manche Hoodoos erreichen Höhe von mehreren Dutzend Metern. Beliebte, benannte Formationen sind beispielsweise der „Thor's Hammer“, eine markante Felsnadel mit großem Felsblock auf schlankem Sockel, oder die „Wall of Windows“, eine Felswand mit fensterartigen Durchbrüchen.

Der Park gliedert sich in verschiedene Aussichtspunkte entlang der Parkstraße, die sich am Rand des Plateaus entlang zieht. Zu den meistbesuchten Punkten gehören Sunrise Point, Sunset Point, Inspiration Point und Bryce Point. Wie der National Park Service empfiehlt, lohnt sich ein Besuch besonders zum Sonnenaufgang oder -untergang, wenn die schrägen Lichtstrahlen die Farben der Gesteine verstärken. Während der Mittagszeit erscheinen die Farben flacher; dafür lassen sich dann Schatten und Strukturen auf Fotografien gut herausarbeiten.

Gestalterisch interessant sind auch die historischen Gebäude des Parks, etwa die Bryce Canyon Lodge, die in den 1920er-Jahren im sogenannten „National Park Rustic Style“ erbaut wurde. Dieser Architekturstil setzt auf Naturmaterialien wie Holz und Stein, um Gebäude harmonisch in die Landschaft einzufügen. Laut Unterlagen des National Park Service wurde die Lodge vom Architekten Gilbert Stanley Underwood entworfen, der auch an Lodges im Zion- und Grand-Canyon-Nationalpark beteiligt war. Für Architekturinteressierte erinnert diese rustikale Parkarchitektur an alpine Berghotels der 1920er-Jahre, allerdings im Rahmen einer grandiosen Felskulisse des amerikanischen Westens.

Neben der Geologie ist der Bryce-Canyon-Nationalpark auch ein wichtiger Ort für den Nachthimmel. Aufgrund der abgelegenen Lage und geringen Lichtverschmutzung wurde der Park von der International Dark-Sky Association als „International Dark Sky Park“ ausgezeichnet. Die offizielle Parkverwaltung unterstreicht, dass an klaren Nächten tausende Sterne und die Milchstraße mit bloßem Auge sichtbar sind – ein Kontrast zu den lichtdurchfluteten Städten Deutschlands.

Bryce-Canyon-Nationalpark besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Lage und Anreise ab Deutschland
    Der Bryce-Canyon-Nationalpark liegt im Süden des US-Bundesstaates Utah, unweit der Kleinstadt Bryce. Für Reisende aus Deutschland bietet sich in der Regel die Anreise per Flug in die USA über große Drehkreuze an. Üblich sind Flüge von Frankfurt (FRA), München (MUC) oder Berlin (BER) nach US-Metropolen wie Los Angeles, San Francisco, Las Vegas oder Salt Lake City, oft mit Umstieg. Von dort geht es weiter mit Mietwagen. Von Las Vegas beträgt die Fahrstrecke je nach Route rund 400 bis 430 km, was etwa 4 bis 5 Stunden Fahrzeit entspricht. Von Salt Lake City sind es ungefähr 430 bis 450 km, ebenfalls etwa 4 bis 5 Stunden. Öffentliche Verkehrsmittel spielen bei Nationalpark-Besuchen im Westen der USA eine geringe Rolle; organisiert angebotene Bustouren oder Rundreisen sind jedoch buchbar, werden aber meist von privaten Veranstaltern koordiniert.
  • Fortbewegung im Park
    Die meisten Besucher erkunden den Bryce-Canyon-Nationalpark mit dem Auto oder Wohnmobil. Eine gut ausgebaute Parkstraße führt entlang des Randes des Felsamphitheaters zu den wichtigsten Aussichtspunkten. In der Hauptsaison setzt der Park zudem Shuttle-Busse ein, um Verkehr und Parkplatzsuche zu entzerren. Die Parkverwaltung empfiehlt, den Shuttle zu nutzen, sobald er verfügbar ist; nähere Details und aktuelle Fahrpläne sollten direkt auf der offiziellen Website des Parks geprüft werden.
  • Öffnungszeiten
    Der Bryce-Canyon-Nationalpark ist grundsätzlich ganzjährig und rund um die Uhr geöffnet, wobei einzelne Einrichtungen wie Besucherzentrum, Lodge oder Campgrounds saisonal und tageszeitlich eingeschränkte Öffnungszeiten haben können. Da sich Öffnungszeiten und Serviceangebote ändern, sollten Reisende kurz vor der Reise direkt die aktuelle Information bei der offiziellen Verwaltung des Bryce Canyon National Park abrufen.
  • Eintrittspreise
    Für den Zutritt zum Bryce-Canyon-Nationalpark wird ein Eintritt erhoben, der sich nach Fahrzeug- oder Personenkategorien richtet. In den USA sind Nationalparkgebühren regelmäßig Anpassungen unterworfen. Für eine grobe Orientierung können Reisende mit einem Betrag im Bereich von einigen Dutzend Euro pro Fahrzeug für bis zu sieben Tage rechnen, umgerechnet in US-Dollar. Die Nationalparkverwaltung bietet zudem den „America the Beautiful“-Pass an, einen Jahrespass, der für viele Nationalparks und Naturgebiete gilt. Da sich Preise ändern können, sollten Besucher die aktuell gültigen Eintrittspreise rechtzeitig vor der Reise direkt auf der offiziellen Website des Bryce-Canyon-Nationalparks prüfen.
  • Beste Reisezeit
    Laut Empfehlungen der Tourismusorganisationen von Utah sowie Erfahrungsberichten in Medien wie dem ADAC Reisemagazin gelten späte Frühjahrsmonate (Mai, Anfang Juni) und der Herbst (September, Oktober) als besonders angenehm: Die Temperaturen sind moderat, und das Besucheraufkommen ist etwas geringer als in der Hochsaison im Juli und August. Zu beachten ist, dass der Bryce Canyon mit seiner Lage über 2.000 m Höhe deutlich kühler sein kann als andere Parks im Südwesten. Selbst im Sommer können die Nächte kühl werden. Im Winter verwandelt sich die Landschaft bei Schneefall in eine eindrucksvolle Kulisse mit weißen Akzenten auf den roten Felsen; einige Wanderwege können dann jedoch eingeschränkt oder nur mit entsprechender Ausrüstung begehbar sein. Frühmorgens und spätnachmittags sind die Lichtverhältnisse besonders fotogen.
  • Gesundheit, Höhe und Kondition
    Die Höhe von über 2.000 m ist für manche Besucher ungewohnt. Körperliche Belastung kann anstrengender wirken als auf Meeresniveau. Die Parkverwaltung weist darauf hin, ausreichend zu trinken, Sonnenschutz zu verwenden und sich langsam an die Aktivität zu gewöhnen, vor allem direkt nach einer langen Anreise aus Europa. Wer Wanderungen in das Amphitheater plant, sollte bedenken, dass der Rückweg bergauf führt und Kondition erfordert. Für viele Besucher aus Deutschland fühlt sich der Aufstieg aufgrund der dünneren Luft anstrengender an, als der Höhenunterschied auf den ersten Blick vermuten lässt.
  • Praxis-Tipps: Sprache, Zahlung, Trinkgeld
    Im Bryce-Canyon-Nationalpark wird Englisch gesprochen; Deutschkenntnisse sind eher die Ausnahme. Mitarbeiter im Besucherzentrum sind in der Regel an internationale Gäste gewöhnt und erklären Routen und Sicherheitshinweise verständlich auf Englisch, teilweise mit einfachen Grafiken und Karten. In den USA ist Kartenzahlung sehr verbreitet; gängige Kreditkarten werden in der Regel an den Einfahrten, im Besucherzentrum, in Lodges und Shops akzeptiert. Girocard (ehemals EC-Karte) wird hingegen häufig nicht anerkannt. Mobile Payment mit Diensten wie Apple Pay oder Google Pay ist ebenfalls verbreitet, kann aber nicht überall garantiert werden. Trinkgeld (Tip) ist in der US-Kultur fest verankert: In Restaurants sind 15–20 % üblich, bei Hotel- oder Shuttle-Services kleinere Beträge pro Gepäckstück oder Service.
  • Wanderungen und Aktivitäten
    Zu den beliebtesten Wanderwegen gehören der Navajo Loop, der Queens Garden Trail, der kombinierte Queens Garden/Navajo Loop sowie der Rim Trail, der entlang des Randes verläuft. Diese Wege bieten unterschiedliche Schwierigkeitsgrade und Längen. Offizielle Broschüren des Parks listen detaillierte Distanzen, Höhenprofile und Schwierigkeitsbewertungen auf. Wichtige allgemeine Hinweise: gute Wanderschuhe, ausreichend Trinkwasser, Sonnenschutz und gegebenenfalls Regen- oder Wärmeschutz einplanen. In den Sommermonaten können Gewitter auftreten; die Parkverwaltung rät, bei Gewitterwarnungen exponierte Bereiche und Grate zu meiden.
  • Sicherheit und Naturschutz
    Die offiziellen Hinweise des Bryce Canyon National Park betonen, dass Besucher auf ausgewiesenen Wegen bleiben und die fragilen Gesteinsformationen nicht beklettern sollen. Steinschlaggefahr, rutschige Pfade nach Regen und abrupte Temperaturwechsel sind zu beachten. Wildtiere – etwa Maultierhirsche, Präriehunde oder verschiedene Vogelarten – sollten nur aus respektvollem Abstand beobachtet und niemals gefüttert werden. Das „Leave no trace“-Prinzip (keinen Müll hinterlassen, nichts entnehmen, nichts beschädigen) gilt – ähnlich wie in deutschen Naturschutzgebieten – als Grundregel.
  • Einreisebestimmungen für deutsche Staatsbürger
    Für die Einreise in die USA benötigen deutsche Staatsbürger in der Regel einen biometrischen Reisepass und – je nach Reisezweck und -dauer – eine elektronische Reisegenehmigung (ESTA) oder ein Visum. Die Bedingungen für Einreise, ESTA-Genehmigung und eventuelle Änderungen unterliegen politischen und sicherheitsbezogenen Entwicklungen. Deutsche Reisende sollten die jeweils aktuellen Einreisebestimmungen, Sicherheits- und Gesundheitshinweise rechtzeitig vor der Reise beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prüfen.
  • Zeitzone und Zeitverschiebung
    Der Bryce-Canyon-Nationalpark liegt in der Zeitzone Mountain Time. Der Zeitunterschied zur Mitteleuropäischen Zeit (MEZ) beträgt in der Regel –8 Stunden, während der mitteleuropäischen Sommerzeit meist –8 Stunden zur MESZ (abhängig von den jeweiligen Beginn- und Enddaten der Sommerzeitregelungen in Europa und den USA kann der Unterschied kurzzeitig variieren). Für Flugplanung, Mietwagenabholung und Hotel-Check-ins sollten Reisende die lokale Zeit beachten.
  • Gesundheits- und Versicherungsschutz
    Die medizinische Versorgung in den USA ist qualitativ hoch, aber kostenintensiv. Deutsche Krankenkassen übernehmen Behandlungen außerhalb Europas in der Regel nicht oder nur eingeschränkt. Es empfiehlt sich deshalb, eine private Auslandsreise-Krankenversicherung abzuschließen, die die USA einschließt und auch Rücktransporte abdeckt. Eine Grundausstattung an Reiseapotheke sowie ausreichend persönliche Medikamente sollten im Handgepäck mitgeführt werden.

Warum Bryce Canyon National Park auf jede Bryce-Reise gehört

Viele Reisende aus Deutschland verbinden den amerikanischen Westen zunächst mit dem Grand Canyon, den glitzernden Lichtern von Las Vegas oder den weiten Ebenen des Monument Valley. Wer jedoch den Bryce-Canyon-Nationalpark erlebt hat, beschreibt ihn oft als einen der emotional eindrücklichsten Orte der ganzen Reise. Ein Grund liegt in der Perspektive: Anstatt nur von oben in eine Schlucht zu schauen, wandert man im Bryce Canyon mitten durch ein Labyrinth aus Felsnadeln, Torbögen und schmalen Gängen.

Besonders eindrucksvoll ist die Kombination aus verschiedenen Blickwinkeln. Am Rim, also am Rand des Amphitheaters, eröffnet sich aus der Vogelperspektive ein Panorama, das sich mit keinem Ort in Europa direkt vergleichen lässt. Der Blick erinnert manche Besucher entfernt an die bizarren Felsformationen der Sächsischen Schweiz, ist aber um ein Vielfaches größer und farbintensiver. Steigt man dann über den Queens Garden oder den Navajo Loop hinab, verändert sich die Dimension: Zwischen den Felsnadeln entstehen akustisch ruhige, fast kathedralartige Räume, in denen Wind, Vogelrufe und die eigenen Schritte die einzigen Geräusche sind.

Auch fotografisch ist der Bryce-Canyon-Nationalpark eine Besonderheit. Fachzeitschriften und Fotoportale verweisen immer wieder darauf, dass selbst einfache Smartphone-Kameras hier beeindruckende Ergebnisse liefern, weil Licht, Farbe und Struktur der Felsen außergewöhnlich wirken. Für ambitionierte Fotografen empfehlen sich Stativ, Weitwinkelobjektiv und gegebenenfalls Teleobjektiv, um sowohl die Weite des Amphitheaters als auch Details einzelner Hoodoos festzuhalten. Mit etwas Glück lassen sich in der Dämmerung auch Wildtiere vor der Kulisse des Felslabyrinths beobachten.

Die touristische Infrastruktur ist im Vergleich zu europäischen Nationalparks gut entwickelt, dabei aber überschaubar. Es gibt Unterkünfte im und nahe am Park – von der historischen Lodge über Hotels in Bryce Canyon City bis zu Campingplätzen. In der Hauptsaison ist frühzeitige Reservierung ratsam, insbesondere für Unterkünfte innerhalb des Parks. Informationen hierzu stellen der National Park Service und lokale Tourismusbüros bereit. Die relative Abgeschiedenheit – die nächsten größeren Städte sind einige Fahrstunden entfernt – trägt dazu bei, dass sich der Bryce Canyon trotz hoher Besucherzahlen nach Sonnenuntergang schnell ruhig anfühlt. Der Sternenhimmel ist dann ein eigenes Highlight.

Für viele Rundreisen durch den Südwesten der USA bietet sich die Kombination mit anderen Parks an. Häufig wird eine Route gewählt, die von Las Vegas über den Zion-Nationalpark zum Bryce Canyon und weiter in Richtung Page/Lake Powell, Grand Canyon oder Monument Valley führt. In Reiseführern von Anbietern wie Marco Polo oder Lonely Planet wird der Bryce Canyon als besonders familienfreundlich beschrieben, weil es Aussichtspunkte und kürzere Spazierwege gibt, die auch ohne lange Wanderungen eindrucksvolle Ausblicke bieten.

Bryce-Canyon-Nationalpark in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke

In sozialen Netzwerken zählt der Bryce-Canyon-Nationalpark zu den besonders oft geteilten Naturzielen des amerikanischen Westens. Nutzerinnen und Nutzer zeigen vor allem Sonnenaufgänge am Bryce-Amphitheater, Wanderungen durch enge Felsschluchten und Zeitraffer von ziehenden Sternen über den Hoodoos. Wer seinen Besuch plant, kann sich über Hashtags und Videoplattformen ein aktuelles Bild von Lichtstimmungen, Besucherandrang und Wegebedingungen machen.

Häufige Fragen zu Bryce-Canyon-Nationalpark

Wo liegt der Bryce-Canyon-Nationalpark genau?

Der Bryce-Canyon-Nationalpark befindet sich im Süden des US-Bundesstaates Utah auf einem Hochplateau des Colorado-Plateaus, unweit der kleinen Ortschaft Bryce. Die nächstgrößeren Städte mit internationalen Flugverbindungen sind Las Vegas in Nevada und Salt Lake City in Utah. Von beiden Orten aus ist der Park mit dem Auto in rund 4 bis 5 Stunden erreichbar.

Was macht den Bryce Canyon National Park so besonders?

Der Bryce Canyon National Park ist weltweit bekannt für seine außergewöhnliche Ansammlung von Hoodoos – hohen, schlanken Felsnadeln, die durch Frostsprengung und Erosion geformt wurden. In Kombination mit der Höhenlage, dem intensiven Farbspiel der Gesteine und dem klaren Sternenhimmel entsteht eine Landschaft, die sich von anderen Schluchten des amerikanischen Westens deutlich unterscheidet.

Wie viel Zeit sollte man für den Bryce-Canyon-Nationalpark einplanen?

Für einen ersten Eindruck genügt ein Tagesbesuch, an dem man die wichtigsten Aussichtspunkte entlang der Parkstraße anfährt und vielleicht eine kürzere Wanderung – etwa den Queens Garden oder den Navajo Loop – unternimmt. Viele Reisende planen jedoch idealerweise zwei Tage ein, um sowohl Sonnenaufgang als auch Sonnenuntergang zu erleben und verschiedene Wanderungen auszuprobieren.

Ist der Bryce-Canyon-Nationalpark auch für Familien mit Kindern geeignet?

Ja, der Bryce-Canyon-Nationalpark eignet sich grundsätzlich gut für Familien, da viele spektakuläre Aussichtspunkte ohne lange Wanderungen erreichbar sind. Dennoch sollten Eltern die Höhe, das Klima und die Nähe zu steilen Abhängen berücksichtigen, Kinder im Randbereich an die Hand nehmen und auf ausreichend Sonnenschutz, Wasser und Pausen achten.

Wann ist die beste Reisezeit für Besucher aus Deutschland?

Aus klimatischer Sicht gelten späte Frühjahrsmonate (Mai, Anfang Juni) sowie der Herbst (September, Oktober) als besonders angenehm. In dieser Zeit sind die Temperaturen meist moderat und der Andrang etwas geringer als in der Hochsaison im Juli und August. Im Winter bietet der Bryce-Canyon-Nationalpark eindrucksvolle Schneelandschaften, allerdings mit eingeschränkten Wegen und teilweise sehr niedrigen Temperaturen.

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