Brookfield Infrastructure Aktie: BIPC verschiebt Abstimmung
Veröffentlicht am: 13.10.2026 um 18:57 Uhr | Redaktion boerse-global.deDie geplante Zusammenführung der beiden Gesellschaftsstrukturen von Brookfield Infrastructure verzögert sich um rund zwei Wochen. Der Infrastrukturkonzern hat die außerordentliche Hauptversammlung der Brookfield Infrastructure Corporation (BIPC) auf den 29. Oktober verlegt. Mit dem Aufschub sollen eingetragene Anteilseigner mehr Zeit erhalten, um ihre Stimmen zur gesellschaftsrechtlichen Neuordnung abzugeben.
Im aktuellen Handel notiert die Aktie bei 36,37 US-Dollar, was einem leichten Tagesverlust von 1,0 Prozent entspricht. Damit liegt das Papier rund 17 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von 44,04 US-Dollar.
Neuer Abstimmungstermin für BIPC-Aktionäre
Ursprünglich war die Beschlussfassung früher im Oktober angesetzt. Während das Votum der BIPC-Aktionäre nun auf den Vormittag des 29. Oktober verschoben wurde, bleibt der Termin für die Anteilseigner der Partnerschaftseinheit Brookfield Infrastructure Partners (BIP) auf den morgigen Mittwoch datiert.
Der maßgebliche Stichtag für das Stimmrecht bleibt unverändert der 21. August. Registrierte Aktionäre müssen ihre Vollmachten bis zum späten Nachmittag des 27. Oktober einreichen. Bereits hinterlegte Stimmen behalten ihre Gültigkeit.
Ziel der Transaktion ist die Zusammenlegung von BIP und BIPC unter dem gemeinsamen Dach der neu firmierenden Brookfield Infrastructure Partners Inc. Das Management verspricht sich von der vereinfachten Unternehmensstruktur vor allem eine höhere Handelsliquidität, eine unkompliziertere Corporate Governance sowie eine potenziell stärkere Nachfrage durch Indexfonds. Das operative Portfolio des Konzerns erstreckt sich über die Bereiche Energieversorgung, Transport, Midstream und Dateninfrastruktur.
Breiter Rückhalt durch Stimmrechtsberater
Nach Angaben des Unternehmens zeichnet sich bei den bisher eingegangenen Stimmen eine breite Zustimmung ab, wenngleich noch keine konkreten Zahlen zur Wahlbeteiligung vorliegen. Unterstützung kommt auch von professioneller Seite: Beide zuständigen Verwaltungsräte befürworten das Vorhaben einstimmig.
Zudem empfehlen die einflussreichen Stimmrechtsberater Glass Lewis und Institutional Shareholder Services (ISS) den Investoren, für die Vereinheitlichung zu votieren, wobei ISS seine Empfehlung gezielt für die BIP-Anteilseigner aussprach.
Erteilen die Aktionäre beider Seiten die erforderlichen Zustimmungen, soll die formelle gerichtliche Anhörung vor dem Supreme Court of British Columbia am 3. November stattfinden. Das Unternehmen rechnet bei erfolgreichem Verlauf und vorbehaltlich behördlicher Genehmigungen mit einem Abschluss des Zusammenschlusses im vierten Quartal 2026.
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