Brink's Aktie: NoteMachine und TestLink UK zum Verkauf angeboten
Veröffentlicht am: 01.10.2026 um 05:44 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Brink’s reagiert mit einem konkreten Verkaufsangebot auf kartellrechtliche Hürden in Großbritannien. Um Bedenken der britischen Wettbewerbsbehörde CMA auszuräumen, schlug das Unternehmen gestern vor, die britischen Einheiten NoteMachine und TestLink UK zu veräußern. Mehrere Kaufinteressenten haben nach Unternehmensangaben bereits starkes vorläufiges Interesse an den Vermögenswerten signalisiert.
Hintergrund des Schritts ist die geplante Übernahme von NCR Atleos für rund 6,6 Milliarden US-Dollar. Die Wettbewerbshüter hatten vor rund einem Monat eine Prüfung eingeleitet und sehen Überschneidungen im britischen Markt für den Betrieb und die Wartung von Geldautomaten, insbesondere zwischen NoteMachine und dem zu NCR Atleos gehörenden Betreiber Cardtronics.
Frist für Zugeständnisse läuft bis Oktober
Laut Reuters droht den beteiligten Konzernen eine vertiefte Phase-2-Prüfung, falls die vorgelegten Abhilfemaßnahmen den Aufsichtsbehörden nicht genügen. Die Parteien haben bis zum 7. Oktober Zeit, formelle Zusagen einzureichen. Eine abschließende Entscheidung der Behörde über die Annahme der Vorschläge ist bis zum 22. Oktober 2026 vorgesehen.
Für Brink’s steht viel auf dem Spiel, da ein Übergang in das vertiefte Prüfverfahren den gesamten Übernahmeprozess merklich verzögern könnte. Das Management bemüht sich deshalb um eine rasche Einigung im laufenden Vorverfahren, um den Zeitplan für die Transaktion nicht zu gefährden.
Synergieziele und Zeitplan bleiben bestehen
Trotz der geplanten Veräußerung der britischen Sparte hält Brink’s an den wirtschaftlichen Kernzielen des Zusammenschlusses fest. Der Verkauf war nach Unternehmensangaben bereits in den zuvor veröffentlichten Finanzkennzahlen berücksichtigt worden. Das Unternehmen erwartet weiterhin jährliche Kostensynergien auf Run-Rate-Basis von 200 Millionen US-Dollar binnen drei Jahren nach Vollzug der Transaktion.
Auch der angestrebte Termin für den Abschluss der Übernahme bleibt unverändert. Brink’s peilt das Closing weiterhin für Anfang des ersten Quartals 2027 an.
An den Börsen wurde der angekündigte Spartenverkauf zurückhaltend aufgenommen: Am gestrigen Mittwoch gab das Papier im deutschen Handel um 1,7 Prozent auf einen Schlusskurs von 89,50 Euro nach. Seit Jahresanfang verzeichnet die Aktie ein Minus von 12 Prozent. Anleger warten nun ab, ob die Aufsichtsbehörde die Verkaufspläne akzeptiert und den Weg für den Zusammenschluss freimacht.
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