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Branicks Group Aktie: Gegenbewegung nach Verlusten

Veröffentlicht am: 06.10.2026 um 17:22 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Abschreibungen von 158,9 Millionen Euro prägen das Halbjahr; am 9. Oktober stimmen Aktionäre über den Sanierungskurs ab.

Branicks Group: Aktie steigt trotz Halbjahresverlust und Sanierungsdruck
Abstrakte Darstellung eines modernen Bürogebäudes bei Sonnenuntergang als Symbol für den Immobilienmarkt. Illustration mit AI erstellt.

Die Aktien von Branicks Group verzeichnen heute ein Kursplus von 5,7 Prozent auf 0,4270 Euro. Für diese Bewegung liegt kein neuer unternehmensbezogener Auslöser vor. Die Notierung setzt damit nach den deutlichen Verlusten der vorangegangenen Wochen zu einer leichten Gegenbewegung an.

Hohe Abschreibungen belasten das Halbjahr

Das fundamentale Umfeld des Immobilienkonzerns bleibt jedoch angespannt. Unter dem Strich stand dabei ein Konzernverlust von 142,3 Millionen Euro.

Hauptursache für den Fehlbetrag waren umfangreiche Wertberichtigungen auf das Bestandsportfolio. Das Marktumfeld zwang den Konzern zu spürbaren Abwertungen in den Büchern, die das Eigenkapital minderten.

Die außerplanmäßigen Abschreibungen beliefen sich auf 158,9 Millionen Euro. Der operative Gewinn aus der Vermietung, ausgewiesen als FFO I nach Minderheiten, sank auf 14,3 Millionen Euro. Im entsprechenden Vorjahreszeitraum hatte die Kennziffer noch bei 22,7 Millionen Euro gelegen.

Gleichzeitig schwächten sich auch die Erlöse aus der Bewirtschaftung ab. Die bereinigten Mieteinnahmen des Gesamtportfolios sanken auf vergleichbarer Fläche im ersten Halbjahr um 1,9 Prozent.

Rückläufige Erlöse im zweiten Quartal

Medienberichten zufolge verringerten sich die Einnahmen auch im Jahresviertel bis Ende Juni. Zum Ende des zweiten Quartals verwaltete das Unternehmen Vermögenswerte im Umfang von 10,1 Milliarden Euro. Der Nettovermögenswert wurde mit 502,8 Millionen Euro beziffert.

Gläubiger und Aktionäre vor Weichenstellung

Auf der Finanzierungsseite versucht das Unternehmen, Spielraum zurückzugewinnen. Wie der Konzern mitteilte, wurde die fällige Zinszahlung für die Anleihe über 400 Millionen Euro planmäßig geleistet. Zudem steht der Vollzug einer vereinbarten Laufzeitverlängerung bevor.

Eine Restrukturierungsvereinbarung mit den Gläubigern war vor über einem Monat vereinbart worden. Nun entscheidet die Eigentümerseite über den weiteren Sanierungskurs. Am 9. Oktober soll eine außerordentliche Hauptversammlung über das vorgeschlagene Umstrukturierungskonzept beschließen.

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