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Branicks Group Aktie: Aufsichtsräte lehnen Wahl ab

Veröffentlicht am: 11.10.2026 um 12:54 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Ein gescheiterter Beschlusspunkt blockiert Branicks’ Sanierungsplan; eine Gläubigerabstimmung über die Restrukturierung ist für Oktober angesetzt.

Branicks Group: Sanierungskonzept stockt, Aktie fällt um 12 Prozent
Moderne Glasfassade eines Bürogebäudes in der Dämmerung als Symbol für Immobilienwirtschaft und Unternehmensführung. Illustration mit AI erstellt.

Am Freitag verzeichnete die Aktie der Branicks Group einen Kursrückgang von 12 Prozent auf 0,3720 Euro. Grund für den erneuten Verkaufsdruck ist die Zuspitzung rund um das Sanierungskonzept des Immobilienkonzerns.

Auf diesem Aktionärstreffen stimmten die Anteilseigner gegen den Beschlussvorschlag zu Beraterverträgen. Zudem nahmen die beiden gewählten Aufsichtsratskandidaten Matthias Danne und Johannes Conradi ihre Wahl vorerst nicht an. Damit trat eine wesentliche Vollzugsbedingung für das vorgelegte Sanierungskonzept nicht ein.

Die Gesellschaft kündigte an, mögliche nächste Schritte zu prüfen. Ohne eine tragfähige Lösung mit den wesentlichen Gläubigern sieht das Management den Fortbestand des Unternehmens als unmittelbar gefährdet an.

Verlängerte Anleihe und anstehende Gläubigerabstimmung

Auf Seiten der Fremdkapitalgeber vermeldete das Unternehmen am Mittwoch einen formalen Zwischenschritt. Die Laufzeit der Anleihe über 400 Millionen Euro wurde zunächst bis zum Jahresende verlängert. Eine weitere Verschiebung bis Ende März des kommenden Jahres bleibt unter bestimmten Voraussetzungen möglich.

Eine tragfähige Basis soll nun eine weitere Abstimmung der Anleihegläubiger ohne Versammlung schaffen. Diese Konsultation ist für die Tage vom 17. bis 19. Oktober angesetzt. Gegenstand der Abstimmung ist eine umfassende Restrukturierung der Verbindlichkeiten sowie eine angestrebte Laufzeitverlängerung bis in das Jahr 2030. Entsprechende Registrierungen und Weisungen über den Tabulation Agent müssen dafür spätestens am 16. Oktober vorliegen.

Kapitalmaßnahmen und Druck auf den Aktienkurs

Parallel zu den Verhandlungen mit den Gläubigern gab das Unternehmen am Donnerstag Veränderungen in der Kapitalstruktur bekannt. Nach der Ausgabe neuer Bezugsaktien bezifferte die Gesellschaft die Gesamtzahl der Stimmrechte auf 83.593.723. Wirksamkeitsdatum dieser bedingten Kapitalerhöhung war der Donnerstag.

Im Handel markierte das Papier am Freitag ein neues 52-Wochen-Tief von 0,3530 Euro.

Zwar erzielten drei von vier Beschlussvorschlägen auf der Versammlung die erforderliche Mehrheit, doch die verfehlte Vollzugsbedingung blockiert das Gesamtkonzept. Gelingt keine zeitnahe Einigung mit den Gläubigern, steht das Unternehmen vor schwerwiegenden Konsequenzen.

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