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Branicks Group Aktie: Anfechtungsfrist für Anleihe-Beschlüsse verstrichen

Veröffentlicht am: 22.09.2026 um 04:54 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Branicks überweist die Anleihezinsen fristgerecht; ausbleibende Klagen ebnen den Weg für eine Laufzeitverlängerung bis 2027.

Branicks zahlt Green-Bond-Zinsen und erreicht wichtige Refinanzierungsstufe
Moderne Glasfassade eines Bürogebäudes im goldenen Licht als Symbol für Immobilieninvestitionen. Illustration mit AI erstellt.

Die Branicks Group AG leistet am heutigen Dienstag die reguläre Zinszahlung für ihren 400 Millionen Euro schweren Green Bond planmäßig und in voller Höhe. Gleichzeitig hat das Immobilienunternehmen eine entscheidende juristische Hürde genommen: Die Anfechtungsfrist gegen die Beschlüsse der Gläubigerabstimmung ist ohne Klagen verstrichen. Damit rückt die formelle Verlängerung der Laufzeit unmittelbar näher.

Zinszahlung gesichert und keine Anfechtungsklagen

Die fälligen Zinsen für die mit 2,250 Prozent verzinste grüne Anleihe aus dem Jahr 2021 werden am heutigen 22. September fristgerecht überwiesen. Parallel dazu meldete das Unternehmen, dass die Frist zur Anfechtung der im August gefassten Gläubigerbeschlüsse am 18. September endete. Beim zuständigen Landgericht Frankfurt am Main gingen bis zum Fristablauf keine Klagen von Anleiheinhabern ein.

Die Gläubiger hatten einer Prolongation des Papiers zugestimmt. Durch das Ausbleiben rechtlicher Schritte ist der Weg für die Umsetzung dieser Beschlüsse nun frei. Vorgesehen ist eine Verlängerung der Fälligkeit zunächst bis zum 31. Dezember 2026, flankiert von einer Verlängerungsoption bis zum 31. März 2027.

Vollzug der Laufzeitverlängerung steht bevor

Mit dem Vollzug der Vereinbarungen wird innerhalb weniger Tage gerechnet, allerdings nicht vor dem heutigen Zinszahlungstag. Um die technische Umsetzung der Prolongation zu ermöglichen, wurde der Handel des Papiers an der Börse Luxemburg bereits am 18. September ausgesetzt.

Flankiert wird dieser Prozess durch Stillhaltevereinbarungen. Der gemeinsame Vertreter der Anleihegläubiger, die MR Treuhand, verzichtet auf die Ausübung von Kündigungsrechten. Zudem wird die Gesellschaft bis zum formalen Vollzug der Prolongation weder auf die Rückzahlung der Anleihe noch auf Verzugszinsen in Anspruch genommen.

Hoher Druck auf dem Aktienkurs

An den Märkten sorgt das reibungslose Passieren des Zinstermins für eine Atempause in einem weiterhin anspruchsvollen Umfeld. Am Montag ging die Branicks-Aktie mit einem leichten Plus von 1,2 Prozent bei 0,5200 Euro aus dem Xetra-Handel.

Trotz der operativen Fortschritte bei der Refinanzierung bleibt die Lage angespannt: Seit Jahresanfang verzeichnet das Papier ein Minus von 70 Prozent. Mit der absehbaren Verlängerung der 400-Millionen-Euro-Verbindlichkeit gewinnt der Konzern jedoch den nötigen zeitlichen Spielraum, um seine weiteren Maßnahmen voranzutreiben.

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