Boliden, Aktie

Boliden Ab Aktie: Garpenberg-Prognose auf 1,5 Millionen Tonnen gekürzt

Veröffentlicht am: 03.08.2026 um 10:39 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Der schwedische Bergbaukonzern Boliden senkt wegen technischer Störungen und eines Erdbebens seine Förderziele. Die Aktie verliert deutlich.

Boliden Aktie: Rückschläge in Minen und Hütten belasten den Kurs
Dunkle, atmosphärische Industrieaufnahme eines Bergwerks mit Fokus auf rohe Gesteinsstrukturen und industrielle Tiefe. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Boliden kämpft an mehreren Fronten. Der schwedische Bergbau-Riese korrigiert seine Jahresziele, während technische Pannen und Naturgewalten die Produktion bremsen. Das belastet die Stimmung am Markt deutlich.

Ausfälle in Odda und Tara

In der norwegischen Zinkhütte Odda laufen die Maschinen nicht rund. Mechanische Mängel und Probleme mit der Automatisierung bremsen den Ausbau der Anlage. Die geplante Steigerung der Kapazität verzögert sich dadurch. Parallel dazu korrigiert das Management die Ziele für die Tara-Mine in Irland nach unten. Statt der erhofften 1,8 Millionen Tonnen erwartet Boliden dort nur noch ein Volumen von 1,6 Millionen Tonnen. Verzögerungen bei Erschließungsarbeiten machen der Mine zu schaffen.

Folgen des Bebens in Garpenberg

Besonders schwer wiegen die Nachwirkungen eines Erdbebens in der schwedischen Garpenberg-Mine vom März 2026. Obwohl Teile der Infrastruktur wieder in Betrieb sind, bleibt die Ausbeute weit hinter historischen Werten zurück. Das Management kürzte die Förderprognose drastisch auf 1,5 Millionen Tonnen. Erst im September 2026 soll der wichtige Personenförderkorb wieder laufen. Bis dahin bleibt der Zugang zu erzhaltigen Schichten stark eingeschränkt.

Blick auf den Neustart

Ein Lichtblick bleibt die Kupfer-Anlage in Rönnskär. Hier läuft der Zeitplan für den Neustart im vierten Quartal 2026 bisher reibungslos. Indes blickt der Konzern nach Brasilien. Boliden prüft eine Übernahme von Anteilen an Nexa Resources, um das Portfolio bei polymetallischen Erzen zu verbreitern. Eine Einigung steht allerdings noch aus.

Die Börse reagiert empfindlich auf die Häufung der operativen Probleme. Mit einem Kurs von 43,60 Euro notiert das Papier rund 36 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch. Steigende Metallpreise stützen zwar die Bilanz, können die Produktionsausfälle aber kaum vollständig auffangen.

Die kommenden Monate werden zur Belastungsprobe für die operative Stabilität. Im September 2026 muss Boliden beweisen, dass die Reparaturen in Garpenberg halten und die Förderleistung wieder steigt. Zudem entscheidet der Erfolg der Odda-Hütte darüber, ob der Konzern seine Marktposition im europäischen Zinkgeschäft verteidigen kann.

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