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BNP Paribas Aktie: Rückkäufe laufen, Aktien werden eingezogen

Veröffentlicht am: 03.11.2026 um 06:42 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Rückkauf läuft, während eine höhere Ausschüttungsquote noch offen ist; im dritten Quartal stieg der Nettogewinn um 13,5 Prozent.
BNP, Paribas, Aktie, Rückkäufe, Aktien, Rückkauf, Ausschüttungsquote, Nettogewinn Illustration mit AI erstellt.

BNP Paribas hat gestern mit den Käufen im Rahmen ihres Aktienrückkaufprogramms von bis zu 1,3 Milliarden Euro begonnen. Nach Unternehmensangaben werden die erworbenen Aktien eingezogen. Damit geht die Bank von der Ankündigung zur Umsetzung über. Eine zusätzlich diskutierte Erhöhung der Ausschüttungsquote ist dagegen noch nicht beschlossen.

Rückkauf startet, höhere Ausschüttung bleibt offen

Das Programm hatte BNP Paribas zusammen mit den Quartalszahlen angekündigt. Für Anleger ist der Beginn der Käufe ein konkreter Umsetzungsschritt: Der Rückkauf bleibt nicht nur eine Absichtserklärung. Die Einziehung der erworbenen Papiere ist ausdrücklich Bestandteil des Programms.

Daneben steht eine mögliche Änderung der Ausschüttungspolitik im Raum. Laut Reuters erklärte CEO Jean-Laurent Bonnafé am 28. Oktober, die Bank könnte ihre Ausschüttungsquote von 60% auf 70% des Jahresgewinns erhöhen. Voraussetzung sei eine bevorstehende Beratung im Verwaltungsrat.

Beide Maßnahmen sind deshalb unterschiedlich einzuordnen. Beim Rückkauf läuft bereits die Ausführung. Die höhere Ausschüttungsquote bleibt eine Möglichkeit unter Vorbehalt und darf nicht als zugesagte zusätzliche Kapitalrückgabe verstanden werden. Für die Bewertung der Kapitalrückflüsse ist diese Trennung entscheidend.

Gewinnwachstum begleitet die Kapitalrückgabe

Im dritten Quartal 2026 erzielte BNP Paribas einen Nettogewinn von 3,456 Milliarden Euro. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht das einem Zuwachs von 13,5%.

Die Ergebnisentwicklung liefert den operativen Hintergrund für das Rückkaufprogramm. Gewinnwachstum und Kapitalrückgabe stehen damit nebeneinander im Mittelpunkt der jüngsten Unternehmensmeldungen. Eine neue Zielsetzung leitete die Bank aus dem Quartal allerdings nicht ab.

Die Erträge erreichten 13,757 Milliarden Euro und lagen damit 9,5% über dem Vorjahreswert. BNP Paribas bestätigte zugleich ihre Ziele für 2026 und 2028.

Analysten reagierten positiv auf die Zahlen

Jefferies bestätigte am 28. Oktober nach den Quartalszahlen die Kaufempfehlung für BNP Paribas. Das Kursziel blieb bei 139 Euro.

Auch die zweite Analystenreaktion fiel positiv aus. Dabei unterschieden sich die Häuser vor allem in der Höhe ihrer Zielmarken, nicht in der grundsätzlichen Richtung ihrer Empfehlungen.

JPMorgan hob am 28. Oktober das Kursziel von 119 auf 120 Euro an und bestätigte die Empfehlung „Übergewichten“.

Mit dem Rückkaufstart folgt auf die Ergebnisvorlage nun ein vollzogener Umsetzungsschritt. Für weitergehende Ausschüttungserwartungen bleibt dagegen die angekündigte Beratung im Verwaltungsrat maßgeblich. Der laufende Rückkauf und die mögliche höhere Ausschüttungsquote sind keine gleich weit fortgeschrittenen Vorhaben.

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