BNP Paribas Aktie: Gewinnziel bis 2028 bestätigt
Veröffentlicht am: 24.09.2026 um 07:57 Uhr | Redaktion boerse-global.de
BNP Paribas blickt mit Zuversicht auf die kommenden Geschäftsjahre und forciert das Tempo bei der Ertragsentwicklung. Auf einer Branchenkonferenz der Bank of America bestätigte die Konzernführung das Vorhaben, den Gewinn je Aktie im Zeitraum von 2025 bis 2028 um durchschnittlich mehr als zehn Prozent pro Jahr zu steigern.
Im vorbörslichen Handel zeigt sich das Papier am heutigen Donnerstag dennoch schwächer: Die Aktie notiert bei 97,05 Euro, was einem Rückgang von 3,3 Prozent entspricht. Am gestrigen Mittwoch war das Papier noch mit 100,36 Euro aus dem Handel gegangen.
Die Marktteilnehmer wägen die ambitionierten Mittelfristziele derzeit gegen das volatile Zins- und Konjunkturumfeld ab, während das Management auf eine konsequente Stärkung der Marktanteile setzt.
Frühes Erreichen von Kapitalmarken und Effizienzschub
Konzernchef Jean-Laurent Bonnafé betonte den Eintritt in eine neue Phase profitablen Wachstums. Getragen werden soll dieser Weg von Zuwächsen im operativen Geschäft, einer straffen Risikodisziplin sowie einer optimierten Kapitalallokation.
Bei der Eigenkapitalausstattung meldete das Finanzinstitut einen vorzeitigen Etappensieg: Die angestrebte harte Kernkapitalquote (CET1) von 13 Prozent erreichte die Bank bereits 18 Monate früher als ursprünglich veranschlagt.
Parallel dazu will das Institut die Kostenquote spürbar senken. Das Aufwand-Ertrags-Verhältnis soll bis zum Geschäftsjahr 2028 auf unter 56 Prozent gedrückt werden, während es im laufenden Turnus noch bei rund 60 Prozent liegt.
Für die Zeit nach 2028 bereitet die französische Großbank weitere Produktivitätshebel vor. Ein Umbauprogramm der internen Service- und Unterstützungsfunktionen soll durch den umfassenden Einsatz künstlicher Intelligenz operative Abläufe industrialisieren und verschlanken. Ausführliche Zielvorgaben für das kommende Jahrzehnt will das Institut am 2. Februar 2027 mit der Präsentation des Strategieplans 2030 vorlegen.
Einordnung des Frankreich-Risikos und Analystenstimmen
Auch zur gesamtwirtschaftlichen Situation und der Haushaltspolitik im Heimatmarkt Frankreich bezog das Institut Stellung. Finanzvorstand Lars Machenil verwies im Rahmen der Investorenkonferenz darauf, dass ein klarer politischer Wille zur Verabschiedung des französischen Staatshaushalts erkennbar sei. Das eigene direkte Engagement in französischen Staatsanleihen bezifferte er auf weniger als 20 Milliarden Euro.
Die Analysten der Bank of America hoben die langfristige Ertragskraft hervor und stellten für das Jahr 2030 eine materielle Eigenkapitalrendite von mehr als 15 Prozent in Aussicht.
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