BMW Aktie: UBS senkt Gewinnerwartungen
Veröffentlicht am: 09.10.2026 um 16:48 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Schweizer Großbank UBS blickt mit wachsender Skepsis auf die europäischen Automobilhersteller und stutzt die Erwartungen für den Münchner Autobauer BMW zusammen.
Ausschlaggebend für diesen Schritt ist der zunehmende Wettbewerbsdruck durch chinesische Konkurrenten, der sich unmittelbar vor der anstehenden Berichtssaison für das dritte Quartal bemerkbar macht.
Margendruck vor den Quartalszahlen
Die Experten der Bank rechnen branchenweit mit schwächeren Ergebnissen und warnen vor dem Risiko weiterer Prognosesenkungen, die auch die Aussichten für das Jahr 2027 belasten könnten.
Für BMW zeichnet die UBS ein verhaltenes Bild für das abgelaufene Jahresviertel: Vor diesem Hintergrund wurden die Schätzungen für das Ergebnis je Aktie sowie die operativen Gewinnerwartungen für den Konzern nach unten korrigiert.
Zusätzliche Brisanz erhält die operative Schwäche durch den tiefgreifenden Umbau im Unternehmen selbst. Unter der Führung des neuen Konzernchefs Milan Nedeljkovi? befindet sich BMW auf einem harten Sanierungskurs.
Neben einer Kappung des Gewinnziels stehen 8.000 Büroarbeitsplätze zur Disposition, während gleichzeitig das Modellangebot gestrafft und die Kosten gesenkt werden sollen. Der maßgebliche Teil dieser Restrukturierungsschritte dürfte seine Wirkung allerdings erst in späteren Jahren entfalten.
Lichtblick an der Börse trotz Branchenkrise
Am Aktienmarkt zeigten sich die Anleger am heutigen Freitag von der Zielsenkung zunächst unbeeindruckt. Das Papier konnte im Tagesverlauf um 2,1 Prozent auf 53,62 Euro zulegen. Erst am Vortag hatte der Titel mit 52,00 Euro sein bisheriges 52-Wochen-Tief markiert.
Für etwas Entlastung im Sektor sorgten Signale aus der Handelspolitik. Nach Angaben des chinesischen Handelsministeriums erzielten Peking und die Europäische Union nach zweitägigen Verhandlungen eine Einigung über den Handel mit Hybridfahrzeugen.
Ob diese Vereinbarung den strukturellen Druck auf die europäischen Autobauer nachhaltig mindern kann, bleibt abzuwarten. Erste konkrete Hinweise auf den Geschäftsverlauf dürften Anleger am kommenden Dienstag erhalten, wenn der Münchner Konzern letzte Signale zum abgelaufenen Quartal liefert.
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