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BMW Aktie: Rendite unter Druck

Veröffentlicht am: 03.11.2026 um 23:31 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Schwächere China-Auslieferungen und Umbaukosten belasten BMWs Margenaussichten, während der Konzern den Stellenabbau vorantreibt.
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Zum zweiten Mal in fünf Monaten kappt BMW seine Jahresprognose. Diesmal trifft es das Kerngeschäft hart: Die Marge im Autosegment soll 2026 nur noch um die Nulllinie pendeln. Am Dienstagabend gab die Aktie auf Tradegate weiter nach.

Prognose rutscht auf die Nulllinie

Im Segment Automobile rechnet BMW für 2026 mit einer operativen Marge zwischen minus 0,5 und plus 0,5 Prozent. Bisher standen 1 bis 3 Prozent im Plan. Auch beim Absatz nimmt der Konzern Tempo heraus: Statt eines leichten erwartet das Management nun ein moderates Minus gegenüber 2025. Hinzu kommt ein Rückzieher bei der Rendite auf das eingesetzte Kapital.

Belastend wirken die Kosten für den Stellenabbau. Bereinigt um Umbaukosten soll die Marge allerdings über 2 Prozent liegen.

Als Lichtblick gilt die Cashflow-Prognose. Im Autogeschäft erwartet BMW weiterhin einen freien Mittelzufluss von mehr als 2,5 Milliarden Euro. JPMorgan-Analyst Jose Asumendi bewertete die Bestätigung ausdrücklich positiv.

China bricht weg, die USA rücken vor

Der Kern des Problems liegt in Fernost. Im dritten Quartal sanken die Auslieferungen in China um 25 Prozent. Bei Elektroautos verliert BMW Boden an heimische Rivalen wie BYD, zudem dämpft die Immobilienkrise die Kauflaune wohlhabender Kunden.

Amerika entwickelt sich dagegen besser. Die USA stehen kurz davor, China als größten Einzelmarkt der Münchner abzulösen.

Sparkurs unter neuem Chef

Konzernchef Milan Nedeljkovic, seit Mai im Amt, setzt auf einen harten Schnitt. Weltweit sollen rund 8.000 Stellen wegfallen, etwa 5 Prozent der Belegschaft. Zudem müssen rund 100 Spitzenmanager gehen, vor allem am Münchner Hauptsitz. Künstliche Intelligenz soll Verwaltung und Produktion beschleunigen.

Ältere Modelle laufen früher aus, um Platz für die nächste Fahrzeuggeneration zu schaffen.

Aktie am DAX-Ende

An der Börse macht sich der Frust bemerkbar. Seit Jahresbeginn haben die Titel 38 Prozent verloren. Damit sind sie DAX-Schlusslicht, hinter Volkswagen und Mercedes-Benz. Die Kurserholung der vergangenen Wochen droht zu enden.

Für 2028 peilt das Management wieder eine operative Rendite von bis zu 5 Prozent an. Zu Beginn des nächsten Jahrzehnts soll die Marge zurück auf 8 bis 10 Prozent steigen.

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