BLKB, Operativer

BLKB: Operativer Erfolg um 24,4 Prozent

Veröffentlicht am: 14.08.2026 um 04:27 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Die BLKB steigert den Konzerngewinn im ersten Halbjahr 2026 um 5,3 Prozent. Das Institut treibt den Rückbau der Digitaltochter radicant voran und fokussiert sich künftig stärker auf das Vorsorgegeschäft.

BLKB Halbjahreszahlen 2026: Gewinnplus und strategische Neuausrichtung
Abstrakte Darstellung von finanziellem Wachstum und Stabilität durch moderne Architektur bei Sonnenaufgang. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die Basellandschaftliche Kantonalbank (BLKB) hat vorgestern ihre Ergebnisse für das erste Halbjahr 2026 vorgelegt und verzeichnet ein solides Wachstum. Unter der operativen Leitung von CEO Alexandra Scriba, die ihr Amt im Mai angetreten hat, stieg der Konzerngewinn um 5,3 Prozent auf 96,5 Millionen CHF.

Bereinigt um Sondereffekte des Vorjahres im Zusammenhang mit der ehemaligen Tochtergesellschaft radicant zeigte sich die operative Ertragskraft sogar noch deutlicher: Der operative Geschäftserfolg legte um 24,4 Prozent auf 117,5 Millionen CHF zu.

Deutliches Plus im operativen Geschäft

Das Kerngeschäft der Bank erwies sich in der ersten Jahreshälfte als tragfähig. Im Zinsengeschäft wurde ein Netto-Erfolg von 177,0 Millionen CHF erzielt, was einer Steigerung von 3,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht.

Parallel dazu konnte die Bank den Erfolg aus dem Kommissionsgeschäft um 5,2 Prozent auf 49,5 Millionen CHF steigern. Medienberichten von gestern zufolge steht die Nettomarge mit 29,4 Prozent allerdings unter einem gewissen Rentabilitätsdruck.

Dennoch gelang es dem Institut, die Effizienz weiter zu steigern. Die sogenannte Cost-Income-Ratio verbesserte sich auf 54,4 Prozent, verglichen mit 56,0 Prozent im Vorjahr. Diese Entwicklung ist bemerkenswert, da die Bank gleichzeitig in ihre Infrastruktur investiert. Der Geschäftsaufwand stieg um 1,2 Prozent auf 135,5 Millionen CHF, was unter anderem auf die Sanierung des Hauptsitzes in Liestal zurückzuführen ist.

Fokus auf Vorsorge und Rückbau von radicant

Gleichzeitig verzeichnete die BLKB eine positive Dynamik bei der Kundengunst. Im ersten Halbjahr flossen dem Haus netto 418,3 Millionen CHF an Neugeldern zu. Das insgesamt verwaltete Vermögen erhöhte sich dadurch seit Ende des vergangenen Jahres um 4,8 Prozent auf nunmehr 30,8 Milliarden CHF. Strategisch konzentriert sich das Management nun auf die Neuausrichtung des Konzerns.

Der Rückbau der ehemaligen Digitaltochter radicant ag schreitet planmäßig voran. Nachdem im Frühjahr Anschlusslösungen für alle betroffenen Kunden vermittelt wurden, wird derzeit die Rückgabe der Banklizenz vorbereitet.

Zugleich haben die Geschäftsleitung und der Bankrat mit der Erarbeitung der neuen Strategie für die Jahre 2027 bis 2030 begonnen. Dabei soll die Positionierung als Anlage- und Vorsorgebank im Fokus stehen, um die Ertragsbasis langfristig zu verbreitern.

Kursentwicklung und Ausblick

Für Anleger des hauseigenen Immobilienfonds gibt es ebenfalls Neuigkeiten. Der Fonds, der sich primär auf Liegenschaften in der Nordwestschweiz konzentriert, plant für die zweite Jahreshälfte eine Kapitalerhöhung zur weiteren Portfolioerweiterung. Für die gesamte Bank wird im Gesamtjahr 2026 ein Ergebnis auf Vorjahresniveau erwartet, sofern keine massiven geopolitischen Verwerfungen den Schweizer Markt beeinträchtigen.

An der Börse wird das Papier derzeit stabil bewertet. Der Schlusskurs lag gestern bei 1.070,00 CHF. Damit konnte die Aktie seit Jahresbeginn bereits um 13 Prozent zulegen. Bis zum bisherigen 52-Wochen-Hoch von 1.225,00 CHF weist der Kurs aktuell einen Abstand von 13 Prozent auf.

Die Anleger reagierten damit insgesamt gelassen auf die vorgelegten Halbjahreszahlen, während die Bank ihre strategische Transformation unter der neuen Führung weiter vorantreibt.

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