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BlackRock Latin American Investment Trust plc Aktie: Stockpicking schlägt Index

Veröffentlicht am: 02.11.2026 um 19:24 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Brasilianische Aktienauswahl hob den NAV im September, während der Trust über ein Jahr hinter dem Index blieb.
Ein moderner Schreibtisch mit Blick auf eine lateinamerikanische Skyline bei Tageslicht. Illustration mit AI erstellt.

Im September lief der Latin-America-Markt seitwärts, der Trust legte dennoch zu. Der Nettoinventarwert stieg in US-Dollar um 3,6 Prozent, der Vergleichsindex MSCI EM Latin America gab um 0,3 Prozent nach. Die Aktie selbst hinkte hinterher.

Brasilien trägt die Performance

Die Titelauswahl in Brasilien war der größte Renditetreiber. Die brasilianische Notenbank senkte den Leitzins am 16. September auf 13,75 Prozent, das half heimischen Werten. Größter Einzelbeitrag zur relativen Performance kam vom Discounter Assaí, auch der Autovermieter Localiza und der Immobilienentwickler Cyrela profitierten vom günstigeren Zinsumfeld.

Bremsend wirkte, dass der Trust weder BTG Pactual noch die Börsenbetreiberin B3 hält. Beide Titel stiegen mit den Hoffnungen rund um die Wahl. Auch das Untergewicht in Petrobras kostete Rendite, da der Ölpreis Brent im Monatsverlauf um mehr als 10 Prozent zulegte. Peru belastete leicht.

Beim Umbau blieb das Management zurückhaltend. Es schichtete einen Teil des Rohstoffanteils nach dem starken Lauf von Southern Copper in Vale um und verkaufte die Position in PICS zugunsten anderer brasilianischer Binnenwerte. Brasilien bleibt mit knapp 67 Prozent des Gesamtvermögens die größte Übergewichtung, Chile die größte Untergewichtung.

Aktie bleibt hinter dem NAV zurück

Der Kurs verlor im September 0,4 Prozent in Pfund, der NAV gewann 5,9 Prozent. Die Folge: Der Abschlag zum Nettoinventarwert lag zum Monatsende bei 10,6 Prozent, im Monatsdurchschnitt bei 8,9 Prozent. Der NAV inklusive Erträgen betrug 607,60 Pence, die Aktie schloss bei 543,34 Pence.

Über ein Jahr bleibt der Trust hinter dem Index zurück. Der NAV legte 14,5 Prozent zu, der Index 25,8 Prozent. Die Nettoverschuldung lag bei 6,4 Prozent, die laufenden Kosten bei 1,36 Prozent. Die Dividendenrendite beläuft sich auf 5,5 Prozent. Die Ausschüttung für das dritte Quartal von 7,60 US-Cent je Aktie ist zum 6. November zahlbar.

Wahl in Brasilien als Katalysator

Nach Monatsende lieferte die Präsidentschaftswahl den nächsten Impuls. Flávio Bolsonaro kam in der ersten Runde auf 47 Prozent, Amtsinhaber Lula auf 45 Prozent. Das ist ein stärkeres Ergebnis für den Herausforderer, als die meisten Umfragen erwarten ließen. Das Management beobachtet die Entwicklung eng.

Das Fondsmanagement bleibt für Lateinamerika konstruktiv und verweist auf ausländisches Anlegerinteresse, attraktive Bewertungen und robuste Rohstoffpreise. In Mexiko dämpft die laufende Überprüfung des USMCA-Abkommens die Investitionsstimmung. Die Notenbank Banxico hält ihren Leitzins unverändert bei 6,50 Prozent. Brasiliens Zinssenkungen dürften nach Einschätzung der Manager graduell und datenabhängig bleiben.

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