BlackBerry Aktie: Coretura vergibt QNX den größten Design-Win
Veröffentlicht am: 28.09.2026 um 20:23 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Ein kräftiges Umsatzwachstum im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2027 und ein bedeutender Großauftrag im Automobilbereich sorgen bei BlackBerry für Rückenwind. Die Aktie legte heute um 7,0 % zu und notiert bei 7,71 €. Das Unternehmen profitiert dabei insbesondere von einer anhaltend hohen Dynamik in seiner Softwaresparte QNX.
Softwaregeschäft sorgt für Umsatzsprung
Am Donnerstag legte BlackBerry die Geschäftszahlen für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2027 vor. Der Konzernumsatz kletterte im Jahresvergleich um 26 % auf 163,3 Millionen US-Dollar. Wesentlicher Treiber dieser Entwicklung war das Segment QNX, dessen Erlöse um 27 % auf 80,3 Millionen US-Dollar anzogen und damit einen neuen Quartalsrekord erreichten.
Das Management reagierte auf den Geschäftsverlauf mit einer Anhebung der Jahresziele. Für das gesamte Geschäftsjahr 2027 erwartet BlackBerry nun Erlöse in einer Spanne von 616 Millionen bis 636 Millionen US-Dollar, nachdem zuvor 594 Millionen bis 621 Millionen US-Dollar prognostiziert worden waren.
Neben der Umsatzprognose hob das Unternehmen auch den Ausblick für das bereinigte EBITDA an. Für das anstehende dritte Quartal rechnet der Konzern mit einem Umsatz zwischen 143 Millionen und 154 Millionen US-Dollar.
Rekordauftrag aus der Nutzfahrzeugbranche
Flankiert wurden die Quartalszahlen von einem operativen Meilenstein im Softwarebereich. Bereits am Dienstag hatten BlackBerry und Vector Informatik den ersten Designerfolg für die Softwareplattform Alloy Kore bekannt gegeben. Kunde ist Coretura, das von der Daimler Truck und der Volvo Group gegründete Unternehmen für softwaredefinierte Nutzfahrzeuge.
Dieser Abschluss stellt nach Unternehmensangaben den bislang größten Design-Win in der Geschichte von QNX dar. Durch die Vereinbarung wächst der Royalty-Auftragsbestand von QNX um mehr als 100 Millionen US-Dollar an. Die Kooperation stärkt die Marktposition im Bereich vernetzter Fahrzeugarchitekturen, in dem Hersteller zunehmend auf standardisierte Basissoftware setzen.
Zusätzlich meldete das Unternehmen Fortschritte in weiteren Geschäftsbereichen. So konnte der Flottendienstleister DCLI durch den Einsatz der Telematiklösung BlackBerry Radar die Vorlaufzeiten für behördliche FMCSA-Inspektionen um 33 % reduzieren. Der operative Fokus bleibt jedoch vor allem auf der Skalierung der margenstarken Plattformlösungen im Mobilitätssektor gerichtet.
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