Bitcoin: Strategy kauft, Behörden sperren
Veröffentlicht am: 12.10.2026 um 14:35 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Strategy legt zum Wochenstart nach: Der Bitcoin-Treasury-Konzern erwirbt 250 BTC und kauft parallel Vorzugsaktien der Serie STRC im Volumen von 192 Millionen Dollar zurück. Eine Nachricht aus London erinnert derweil daran, wie viel Bitcoin im Visier von Strafverfolgern steht.
Strategy: Kleiner Zukauf, großes Kapitalmanagement
Die 250 Bitcoin fallen im Vergleich zu früheren Käufen des Unternehmens bescheiden aus. Auffällig ist die Finanzierung: In der vergangenen Woche griff Strategy nur mit 0,5 Millionen Dollar auf seine liquiden Mittel zurück, den Rest dürfte das Unternehmen über andere Kanäle gedeckt haben.
Die Rückkäufe von STRC zeigen, dass die Firma ihr Kapitalgerüst aktiv steuert. Dazu gehört auch die Dollar-Reserve, die Dividenden auf Vorzugsaktien und Zinsen auf Schulden sichern soll. Sie lag Stand 11. Oktober bei 4,88 Milliarden Dollar. Daneben hält Strategy frei einsetzbare Barmittel von 640,5 Millionen Dollar, die für weitere Bitcoin-Käufe, einen Ausbau der Reserve oder andere Zwecke bereitstehen.
London friert Penthouse ein
Ein anderes Kapitel schreiben die Behörden in Großbritannien. Sie haben ein Penthouse mit Blick auf den Buckingham Palace eingefroren, das Thet Li gehört, dem mutmaßlichen Finanzchef der Prince Group. Li zahlte 2022 rund 8,9 Millionen Pfund dafür. Die USA hatten ihn im Oktober 2025 sanktioniert, Großbritannien folgte im März.
Betroffen sind laut den Berichten weitere Immobilien, die dem Umfeld des Konzernchefs Chen Zhi zugerechnet werden, darunter ein Bürogebäude in der City of London. Die Prince Group weist den Vorwurf krimineller Aktivitäten zurück. Behörden bezeichnen sie dagegen als Fassade für Online-Betrug im industriellen Maßstab.
Für den Bitcoin-Markt ist die Dimension entscheidend: Die USA streben die Einziehung von Bitcoin im Wert von etwa 14 Milliarden Dollar an, die mit der Gruppe verbunden sein sollen. Eine Spezialeinheit meldet zudem Krypto-Beschlagnahmen und -Sperrungen von 580 Millionen Dollar.
Am Montag beantragen die Behörden vor Gericht, die Beschlagnahme von Lis Uhren und Schmuck im Wert von 10,6 Millionen Pfund sowie von 92.570 Pfund Bargeld fortzusetzen.
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