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Bitcoin: Galaxy erklärt Bärenmarkt für beendet

Veröffentlicht am: 26.10.2026 um 15:39 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Galaxy Research verweist auf Chart- und Onchain-Signale, während ETF-Abflüsse und Zinssorgen den Bitcoin-Kurs belasten.
Ein moderner Arbeitsplatz mit einem Laptop, der komplexe Finanz-Chartdaten anzeigt. Illustration mit AI erstellt.

Während Bitcoin um die Marke von 80.000 Dollar pendelt, ruft Galaxy Research das Ende des Bärenmarkts aus. Alex Thorn, Leiter der Firmenforschung, sieht die Kryptowährung seit Juni in einer Akkumulationsphase. Sein Fazit: Jetzt sei ein attraktiver Zeitpunkt zum Kaufen und Halten.

Charttechnik und Halving-Zyklus

Kern der Argumentation ist der gleitende 50-Wochen-Durchschnitt. Bitcoin lag 44 Wochen darunter und schloss zuletzt fünf Wochen in Folge darüber, zuletzt in der Woche bis zum 18. Oktober. Seit 2011 gelang das Zurückerobern nach so langer Phase viermal. Jedes Mal fiel der Kurs im Folgejahr nie mehr als 8,4 Prozent unter diese Marke und erreichte später ein neues Rekordhoch.

Auch der Halving-Zyklus passt ins Bild. Frühere Tiefs lagen 777 bis 912 Tage nach dem Halving, aktuell sind es rund 916 Tage. Der jüngste Rückgang von 53 Prozent war zudem der flachste aller Zyklen, frühere Einbrüche reichten von 77 bis 93 Prozent.

Verkäufer werden rar

Die Onchain-Daten stützen laut Thorn die These. Der Marktwert fiel erstmals in einem Bärenmarkt nie unter den realisierten Wert. Langfristige Halter bewegen ihre Coins seltener: Wallets, die mindestens fünf Jahre ruhten, verschoben 2026 im Schnitt 34.000 Bitcoin pro Monat, 2024 waren es noch 67.000. US-Spot-ETFs kauften seit dem Junitief 87.000 Bitcoin hinzu.

Makroökonomisch sieht Galaxy Rückenwind. Die Bundesschulden der USA liegen bei 40,44 Billionen Dollar, was die Absicherung gegen Geldentwertung stärke. Als Warnsignal nennt Thorn einen Wochenschluss unter 76.540 Dollar, der nicht binnen eines Monats korrigiert wird.

Kurzfristig bleibt das Umfeld rau

Der Markt zeigt sich davon vorerst unbeeindruckt. Bitcoin rutschte zuletzt zeitweise auf 79.332 Dollar und liegt rund 36 Prozent unter dem Rekord von etwa 126.000 Dollar. Belastend wirken eine Korrektur bei Technologiewerten, hartnäckige Inflation und Erwartungen weiterer Zinserhöhungen.

Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten am Donnerstag Abflüsse von 635,5 Millionen Dollar, am Freitag kamen weitere 137,9 Millionen hinzu. Im Oktober stehen sie damit rund 314 Millionen Dollar im Minus.

Marktbeobachter ziehen eigene Linien. Tim Sun von HashKey nennt 75.000 Dollar als wichtige Unterstützung. Stephen Wundke von Algoz hält 82.000 Dollar für entscheidend, da von dort die Rallys im August und September starteten. Bleibt der Kurs darunter, drohe ein breiterer Rücksetzer.

Den nächsten Impuls dürfte die Zinsentscheidung der US-Notenbank am Mittwoch liefern. Fällt sie restriktiver aus als erwartet, könnte der Dollar erstarken und Risikoanlagen weiter belasten.

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