Bitcoin, ETF-Zuflüsse

Bitcoin: ETF-Zuflüsse gegen Tech-Abverkauf

Veröffentlicht am: 22.10.2026 um 16:42 Uhr | Redaktion boerse-global.de
US-Spot-ETFs sammelten binnen drei Handelstagen mehr als eine Milliarde Dollar ein, während Bitcoin kaum auf die Zuflüsse reagierte.
Eine einzelne physische Bitcoin-Münze auf einem dunklen Schreibtisch vor verschwommenen Monitoren. Illustration mit AI erstellt.

Frisches Geld fließt in die Bitcoin-ETFs, der Kurs bewegt sich trotzdem kaum vom Fleck. Am Donnerstag rutschte Bitcoin um etwa 1,8 Prozent auf rund 81.900 Dollar, nachdem er über Nacht noch fast 85.000 Dollar erreicht hatte. Die Spanne der vergangenen Wochen bleibt intakt.

Tech-Verluste und Ölpreis belasten

Auslöser des Rücksetzers war ein breiter Ausverkauf bei Technologiewerten. Gemischte Zahlen einiger Wall-Street-Schwergewichte nährten Sorgen vor höheren Zinsen und vor der langfristigen Tragfähigkeit des KI-Booms. Krypto reagiert auf solche Stimmungswechsel traditionell im Gleichschritt mit Tech-Aktien.

Hinzu kommt der Ölpreis, der diese Woche ein Fünfmonatshoch erreichte. Die Spannungen im Nahen Osten und Berichte über eine mögliche Wiederaufnahme von Angriffen auf den Iran verunsichern die Märkte. Teures Öl nährt zudem die Sorge vor hartnäckiger Inflation und steigenden Zinsen. Auch Ether, XRP, Solana und Cardano gaben nach, Cardano mit 4 Prozent am deutlichsten.

ETFs halten dagegen

Die US-Spot-ETFs verbuchten am Mittwoch Zuflüsse von 528,4 Millionen Dollar. Der IBIT von BlackRock führte mit 235 Millionen Dollar, dahinter folgte der FBTC von Fidelity mit 212,7 Millionen Dollar. In drei Handelstagen dieser Woche kamen mehr als eine Milliarde Dollar zusammen.

Die Kurse spiegeln das bislang kaum wider. Die realisierte 28-Tage-Volatilität sank nach Angaben von K33 auf 1,2 Prozent, nahe dem Jahrestief. Händler warten offenbar auf die Zinsentscheidung der US-Notenbank am 28. Oktober und die Kongresswahlen am 3. November.

Marken, die jetzt zählen

Der Einbruch auf etwa 80.000 Dollar am 15. Oktober lockte laut Glassnode Käufer nahe den Einstandskursen der ETF-Halter und Unternehmenstresore an. Die nächste dichte Zone von Verkaufsorders und Liquidationsmarken sieht das Analysehaus zwischen 85.000 und 87.500 Dollar. Über Nacht scheiterte Bitcoin knapp darunter.

Hält die Zone um 80.000 Dollar, bleibt die Handelsspanne bis zum Zinsentscheid am 28. Oktober wahrscheinlich bestehen. Ein Ausbruch über 87.500 Dollar würde eine Kaskade von Liquidationen auslösen können.

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