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Bitcoin: Capital B stockt weiter auf

Veröffentlicht am: 17.10.2026 um 02:36 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Eine Bitcoin-Wertberichtigung prägte den Halbjahresverlust, während Capital B den Bestand im Januar-September-Zeitraum um 2,2 Prozent je Aktie steigerte.
Eine goldene Bitcoin-Münze auf einem dunklen Schreibtisch in einem modernen Büro. Illustration mit AI erstellt.

Ein Verlust von knapp 70 Millionen Euro, und trotzdem kauft das Unternehmen weiter Bitcoin. Der französische Bitcoin-Treasury-Spezialist Capital B hat Halbjahreszahlen vorgelegt, die auf den ersten Blick schwach aussehen. Der Blick auf die Details zeigt ein anderes Bild.

Buchverlust ohne Liquiditätseffekt

Im ersten Halbjahr 2026 stand ein Nettoverlust von 69,5 Millionen Euro zu Buche. Ein Jahr zuvor waren es nur 1,9 Millionen Euro. Den Großteil davon, rund 67,5 Millionen Euro, verbucht das Unternehmen als zusätzliche Wertberichtigung auf seine Bitcoin-Bestände. Sie orientiert sich am Kurs vom 30. Juni und belastet die Kasse nicht.

Das operative Geschäft spielt dabei eine Nebenrolle. Der Umsatz legte um 3,5 Prozent auf 5,8 Millionen Euro zu.

Bestand wächst um ein Viertel

Capital B hält inzwischen 3.538 Bitcoin. Im Januar waren es noch 2.823, ein Plus von 25,3 Prozent. Die Anschaffungskosten summieren sich auf 310,6 Millionen Euro, im Schnitt zahlte das Unternehmen 87.805 Euro je Bitcoin.

Im September griff Capital B besonders zu: 376 Bitcoin für 25,3 Millionen Euro, der größte Einzelkauf des Jahres. Finanziert wurde er über Kapitalerhöhungen, an denen sich auch Blockstream-Chef Adam Back beteiligte. Insgesamt sammelte das Unternehmen im ersten Halbjahr 27,5 Millionen Euro ein, zwischen 1. Juli und 15. Oktober weitere 31,7 Millionen Euro.

Als Kennziffer nennt das Unternehmen einen sogenannten BTC Yield von 2,2 Prozent für die ersten neun Monate. Er misst, wie stark der Bitcoin-Bestand je voll verwässerter Aktie gewachsen ist. Aktionäre profitieren also nur, wenn neue Aktien nicht schneller ausgegeben werden, als der Bestand steigt.

Makro bremst das Umfeld

Der Rahmen bleibt für Risikoanlagen anspruchsvoll. Die US-Inflation lag im September bei 3,7 Prozent und damit über den Erwartungen. Der Markt preist nun eine Zinserhöhung der Fed am 28. Oktober mit etwa 50 Prozent ein. Der Dollar stieg auf den höchsten Stand seit Mai 2025 gegenüber dem Euro, die Renditen zweijähriger US-Anleihen sprangen um 0,10 Prozentpunkte.

Gold gab nach den Daten spürbar nach und fiel zeitweise auf 4.080 Dollar je Unze. Für Treasury-Unternehmen wie Capital B zählt vor allem, ob der Bitcoin-Kurs zum nächsten Stichtag höher steht als Ende Juni. Davon hängt die nächste Wertberichtigung ab. Am Donnerstag standen zudem die US-Erzeugerpreise an, die erneut für Bewegung an den Zins- und Währungsmärkten sorgen konnten.

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