Bitcoin, Coldcard-Wallets

Bitcoin: 1.367 Bitcoin aus Coldcard-Wallets gestohlen

Veröffentlicht am: 05.08.2026 um 17:45 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Sicherheitsvorfall bei Hardware-Wallets und Abverkäufe von Strategy drücken Bitcoin unter 64.000 USD. Großanleger nutzen die Schwäche für Käufe.

Bitcoin unter Druck: Sicherheitslücke bei Coldcard-Wallets und Strategy-Verkäufe belasten Kurs
Eine Coldcard Hardware-Wallet auf einem dunklen Schreibtisch in einer professionellen, dramatisch beleuchteten Umgebung. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Bitcoin kämpft zum Start in den August mit einem Sicherheitsleck bei Hardware-Wallets und massiven Verkäufen des Großinvestors Strategy. Die Krypto-Leitwährung pendelt nervös um die Marke von 64.000 USD. Während einige Institutionelle Bestände abstoßen, nutzen kapitalkräftige Großanleger den Rücksetzer für gezielte Käufe.

Sicherheitslücke trifft Hardware-Wallets

Ein Hacker-Angriff auf Coldcard-Wallets verunsichert Verfechter der Eigenverwahrung. Rund 1.367 Bitcoin wechselten bei drei Angriffswellen illegal den Besitzer. Das entspricht einem Marktwert von etwa 114 Millionen USD. Zeitweilig rutschte der Kurs am Wochenende auf 62.500 USD ab, bevor eine erste Stabilisierung einsetzte.

Der Vorfall befeuert die Debatte über Sicherheitsstandards bei der Selbstverwahrung digitaler Assets. Marktbeobachter registrierten zwar einen Rückfluss gestohlener Coins in Richtung der Börsen zur Überwachung. Die Verunsicherung bei privaten Anlegern sitzt dennoch tief.

Institutionelle ziehen sich zurück

Am Markt zeigt sich derzeit eine deutliche Spaltung zwischen verschiedenen Investorengruppen. Der Großinvestor Strategy verkaufte in der zweiten Woche in Folge Bestände für rund 105 Millionen USD. Parallel dazu stockten sogenannte Whales ihre Positionen massiv auf. Adressen mit mindestens 1.000 Bitcoin sammelten binnen neun Tagen über 40.000 Einheiten ein.

Historisch betrachtet ist der August oft ein schwacher Monat für Kryptowährungen. Das aktuelle Kaufverhalten der Großanleger deutet jedoch darauf hin, dass diese langfristig mit einer Erholung rechnen. Die Zuflüsse in US-amerikanische Spot-ETFs kühlten sich zuletzt allerdings spürbar ab.

Regulierungspause in Washington

Politische Hürden in den USA bremsen den Optimismus zusätzlich. Der CLARITY Act, ein wichtiges Gesetzespaket zur Regulierung digitaler Vermögenswerte, steckt im US-Senat fest. Ohne eine baldige Verabschiedung droht das Vorhaben in einem Sammelgesetz zum Jahresende unterzugehen. Die rechtliche Unsicherheit für institutionelle Investoren bleibt damit vorerst bestehen.

Technisch bleibt die Lage angespannt. Bitcoin handelt mit aktuell 64.016 USD zwar knapp über seinem 50-Tage-Durchschnitt, aber weiterhin unter längerfristigen Trends. Der Markt blickt nun auf die heutigen US-Konjunkturdaten für den Dienstleistungssektor. Diese Zahlen dürften am Nachmittag den nächsten Impuls für die kurzfristige Kursrichtung liefern.

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