Berkshire Hathaway Aktie: Doppelspitze nach Buffett-Rückzug
Veröffentlicht am: 21.09.2026 um 06:20 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Mit einer Barreserve von 364,7 Milliarden Dollar steuert Berkshire Hathaway durch eine Phase weitreichender personeller Veränderungen. Nachdem Warren Buffett am vergangenen Freitag den Vorsitz im Verwaltungsrat niederlegte, rücken die operative Aufstellung des Konglomerats und die bestehende Bewertungsbasis in den Mittelpunkt.
Operative Ertragskraft und verändertes Bewertungsniveau
Parallel dazu flossen 4,5 Milliarden Dollar in eigene Aktienrückkäufe.
Zugleich ermäßigte sich das Kurs-Buchwert-Verhältnis des Konzerns von 1,62 auf 1,53. Das Wertpapier blieb im Jahresverlauf 2026 bis zum vorvergangenen Donnerstag um rund elf Prozentpunkte hinter der Entwicklung des S&P 500 zurück.
Im europäischen Handel schloss das Papier am Freitag bei 665.000,00 Euro. Das entsprach einem moderaten Tagesverlust von 0,1 Prozent.
Doppelspitze aus operativem CEO und Non-Executive Chairman
Die operative Führung liegt seit Jahresbeginn in den Händen von Greg Abel.
Die Leitung des Verwaltungsrats übernimmt der 71-jährige Howard Buffett, der dem Gremium bereits seit 1993 angehört. Als Chairman ohne exekutive Aufgaben soll er vor allem die Unternehmenskultur und die Governance-Grundsätze absichern.
Das Analysehaus CFRA wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass Howard Buffett keine operative Managementerfahrung aufweist. Die Trennung zwischen Geschäftsführung und Aufsicht ist damit strikt vorgegeben.
Der bisherige Chairman Warren Buffett bleibt dem Gremium als einfaches Mitglied und Chairman Emeritus erhalten. Zudem kontrolliert er weiterhin über 13 Prozent der ausstehenden Aktien sowie rund 30 Prozent der Stimmrechte.
Aufstellung des Portfolios und Marktbewertung
Das Konglomerat vereint voll konsolidierte Einheiten wie die Frachtbahn BNSF, den Versicherer Geico sowie Industrie- und Energiebeteiligungen. Ergänzt wird dieses Gefüge durch bedeutende Aktienpakete an Konzernen wie Apple, American Express und Coca-Cola.
Mit einer Gesamtbewertung von rund 1,1 Billionen Dollar war Berkshire bereits vor zwei Jahren der Vorstoß in den Kreis der Billionenkonzerne gelungen. Vom 52-Wochen-Hoch bei 686.000,00 Euro trennt die Aktie derzeit ein Abstand von 3,1 Prozent. Für das neue Führungsteam bildet das solide operative Polster das Fundament für künftige Kapitalentscheidungen.
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