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BCE Aktie: Sherwood prüft KI-Rechenzentrum

Veröffentlicht am: 13.10.2026 um 10:38 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Bell prüft die Erweiterung nahe Regina weiter; bedingte Landkäufe, ein Informationsbegehren und fehlende Zustimmung lassen die Umsetzung offen.

BCE: Bell-Rechenzentrum erreicht Verfahrensschritt, Genehmigung bleibt offen
Modernes Rechenzentrum mit leuchtenden Glasfaserleitungen als Symbol für KI-Infrastruktur. Illustration mit AI erstellt.

Die geplante Erweiterung eines KI-Rechenzentrums der BCE-Tochter Bell Canada hat einen weiteren Verfahrensschritt erreicht, aber noch keine endgültige Genehmigung.

Am 7. Oktober rückte das Vorhaben mit einer ersten Lesung von Änderungen der Flächennutzungsvorschriften im Gemeinderat von Sherwood in die öffentliche Prüfung. Für Anleger steht damit der Fortschritt des Projekts im Vordergrund – ebenso wie die Bedingungen, die einer Umsetzung noch entgegenstehen.

Grundstückskäufe bleiben an Bedingungen geknüpft

Bell hat bedingte Vereinbarungen zum Kauf von rund 895 Acres Land nahe Regina geschlossen. Die Flächen stehen im Zusammenhang mit der vorgeschlagenen Erweiterung des KI-Rechenzentrums. Der Grundstückserwerb ist damit nicht als vorbehaltlos abgeschlossene Transaktion zu verstehen.

Auch die erste Lesung im Gemeinderat bedeutet keine endgültige Zustimmung zu den Änderungen der Flächennutzung. Sie bringt das Vorhaben in die öffentliche Prüfung. Diese Unterscheidung ist für die Bewertung wichtig: Ein Fortschritt im Verfahren ist nicht gleichbedeutend mit einer gesicherten Umsetzung.

Die Nachricht betrifft somit den Entwicklungsstand des Projekts. Sie belegt weder einen Baubeginn noch eine Inbetriebnahme der Erweiterung. Anleger sollten den erreichten Verfahrensschritt deshalb nicht mit einem bereits realisierten Ausbau gleichsetzen.

Informationsforderung erhöht den Klärungsbedarf

Parallel dazu verlangt die Standing Buffalo Dakota First Nation Auskünfte. Chief Rodger Redman richtete dazu ein Schreiben an BCE und Bell Canada. Der am 2. Oktober bekannt gewordene Brief betrifft das KI-Rechenzentrum und die vorgeschlagene Erweiterung.

Die Nation räumte Bell zehn Geschäftstage für eine Antwort ein. Für den Fall einer ausbleibenden Reaktion warnte sie vor möglichen rechtlichen Schritten oder einer gerichtlichen Überprüfung.

Das ist eine bedingte Warnung, kein bereits eingeleitetes Verfahren. Für BCE-Anleger ergänzt sie dennoch die Frage der Flächennutzung um einen weiteren Klärungspunkt: den Umgang mit dem Informationsbegehren. Die öffentliche Prüfung und die Forderung der First Nation sind getrennte Aspekte desselben Ausbauvorhabens.

Positive Empfehlung mit niedrigerem Kursziel

Bei der Bewertung der Aktie setzte Desjardins am 7. Oktober einen vorsichtigeren Akzent. Das Analysehaus senkte sein BCE-Kursziel von C$43 auf C$41 und behielt die Kaufempfehlung bei.

Diese Kombination signalisiert eine niedrigere Zielbewertung bei weiterhin positiver Empfehlung. Daraus lässt sich allerdings keine gesonderte Bewertung des Rechenzentrumsprojekts ableiten.

Für die Einordnung des Ausbauvorhabens bleibt entscheidend: Bell hat einen Verfahrensfortschritt erreicht. Die bedingten Grundstücksvereinbarungen, die noch nicht endgültige Zustimmung und das Informationsbegehren begrenzen jedoch dessen Aussagekraft für eine gesicherte Umsetzung.

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