Bayer Aktie: Monsanto drängt auf 7,25-Mrd-Vergleich
Veröffentlicht am: 26.09.2026 um 18:27 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Bayer AG setzt ihre Portfoliomaßnahmen im Pharmabereich fort und trennt sich von einzelnen etablierten Produkten. Die getroffene Vereinbarung sieht einen Transaktionswert von bis zu 375 Millionen Euro vor.
Die Vereinbarung betrifft das verschreibungspflichtige Präparat mit dem Wirkstoff Regorafenib. Der Vollzug steht unter den üblichen regulatorischen Genehmigungen sowie weiteren vertraglichen Bedingungen. Beide Seiten rechnen damit, die Transaktion Ende 2026 oder Anfang 2027 abzuschließen. Bayer nutzt diesen Schritt zur gezielten Schärfung des eigenen Arzneimittelangebots.
Investitionen in Pflanzenschutz und Verpackung
Parallel dazu investiert das Unternehmen in neue Technologien für den Agrarsektor. Die Venture-Capital-Einheit Leaps by Bayer führte eine Serie-A-Finanzierungsrunde bei Robigo an. Das Biotechnologie-Unternehmen arbeitet an biologischen Pflanzenschutzlösungen, unter anderem zur Bekämpfung des Sudden Death Syndrome bei Sojabohnen.
Im Segment für rezeptfreie Gesundheitsprodukte meldete der Konzern am Mittwoch Fortschritte bei veränderten Verpackungsmaterialien. Bayer brachte in Deutschland eine Blisterverpackung aus Polypropylen für das Magenmittel Talcid heraus. Das Monomaterial soll die Recyclingfähigkeit verbessern. Für den Zeitraum von 2026 bis 2027 plant das Unternehmen die schrittweise Einführung in elf weiteren europäischen Märkten.
Finanzierungsstruktur und Kursentwicklung
Das gesamte ausstehende Volumen an Hybridanleihen stieg auf 6,55 Milliarden Euro an. Die Maßnahme dient der langfristigen Refinanzierung bestehender Verbindlichkeiten.
Die Aktie verzeichnete eine gefestigte Entwicklung. Am Freitag lag der Schlusskurs bei 50,20 Euro. Seit Jahresanfang summiert sich der Kursgewinn auf 36 Prozent.
US-Rechtsstreitigkeiten und nächste Unternehmenstermine
Ein zentrales Thema für den Markt bleiben die Rechtsrisiken in den USA. Vor rund zwei Wochen drängte die Konzerntochter Monsanto nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters ein Gericht in Missouri darauf, einen Vergleich über 7,25 Milliarden US-Dollar zur Beilegung von Roundup-Klagen zu genehmigen.
In der pharmazeutischen Entwicklung setzt der Konzern zudem auf neue klinische Projekte. Bayer startete eine Phase-II-Studie mit dem GIRK4-Inhibitor BAY 3670549 bei Vorhofflimmern. Weitere Einblicke in den Geschäftsverlauf erhalten Marktteilnehmer im November: Die Veröffentlichung der Ergebnisse für das dritte Quartal 2026 ist für den 3. November 2026 angekündigt.
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