Bayer, Aktie

Bayer Aktie: Monsanto beantragt Vergleich in Missouri

Veröffentlicht am: 23.09.2026 um 22:29 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Monsanto hat in Missouri die gerichtliche Zustimmung zu einem Vergleich über 7,25 Milliarden US-Dollar beantragt; Bayer meldet seit Jahresbeginn 33 Prozent Kursplus.

Flatlay auf weißem Untergrund: weiße runde Tabletten, Marmorstößel, grünes Pflanzenblatt, Glasflakon und gedrucktes DNA-Doppelhelix-Diagramm; Beschriftungskarte mit Text PHARMA
Top-down-Arrangement: weiße Tabletten, Mörser, grünes Blatt, DNA-Diagramm, Beschriftungskarte PHARMA Illustration mit AI erstellt.

Der Leverkusener Agrar- und Pharmakonzern Bayer unternimmt einen weiteren zentralen Schritt zur Bewältigung seiner US-Rechtsstreitigkeiten rund um den Unkrautvernichter Roundup. Die Konzerneinheit Monsanto beantragte am 14. September bei einem Gericht im US-Bundesstaat Missouri die Genehmigung eines umfassenden Vergleichs. Das vorgeschlagene Vertragswerk umfasst ein Volumen von 7,25 Milliarden US-Dollar.

Mit dieser Vereinbarung strebt der Konzern eine weitreichende Bereinigung der juristischen Altlasten an. Das Unternehmen sieht sich an US-Staats- und Bundesgerichten mit noch immer rund 65.000 offenen Ansprüchen konfrontiert.

Richterliche Prüfung der Einwände

Bereits am 11. September zeichnete sich die juristische Hürde ab, die das Verfahren noch nehmen muss. Laut Reuters sollte Richter Timothy Boyer am zuständigen Gericht in Missouri die vorliegenden Einwände gegen die Einigung prüfen.

Für Bayer steht viel auf dem Spiel, da eine rechtskräftige Bestätigung der Vereinbarung über 7,25 Milliarden US-Dollar eine wesentliche Voraussetzung darstellt, um die jahrelange Rechtsunsicherheit in den USA schrittweise einzudämmen.

Die Belastung durch die Übernahme von Monsanto im Jahr 2018 prägt das Sentiment der Anleger seit Jahren. Eine gerichtliche Billigung des Vergleichs würde dem Management spürbare Planungssicherheit bei den verbleibenden Klagekomplexen verschaffen.

Kooperation für erneuerbare Kraftstoffe

Abseits der juristischen Auseinandersetzungen treibt das Unternehmen operative Initiativen im Agrargeschäft voran. Am 9. September schloss Bayer eine kommerzielle Vereinbarung mit dem finnischen Konzern Neste. Ziel der Partnerschaft ist es, den Anbau von Bayers eigens entwickeltem newgold®-Winterraps in den südlichen Great Plains der USA gemeinsam auszuweiten.

Die daraus gewonnenen Rohstoffe sollen direkt in die Produktion von erneuerbarem Diesel sowie nachhaltigem Flugkraftstoff fließen. Auf diese Weise positioniert sich das Unternehmen zunehmend in Wertschöpfungsketten für alternative Energieträger und erschließt zusätzliche Absatzmärkte im Agrarsektor.

Aktie verzeichnet deutliches Jahresplus

Am Kapitalmarkt wurde der jüngste Nachrichtenfluss vergleichsweise gelassen aufgenommen. Die Bayer-Aktie notiert aktuell bei 49,28 Euro. Trotz der weiterhin schwelenden Restrisiken aus den US-Prozessen honorierten die Marktteilnehmer die schrittweise Entflechtung der Rechtskonflikte: Seit Jahresanfang verzeichnet das Papier ein Plus von 33 Prozent.

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