Bayer, Aktie

Bayer Aktie: Bis zu 375 Millionen für Stivarga-Deal

Veröffentlicht am: 22.09.2026 um 20:38 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Bayer überträgt das Krebsmedikament Stivarga an Grünenthal. Der Abschluss ist nach Freigaben für Ende 2026 oder Anfang 2027 vorgesehen.

Forscherin im weißen Kittel pipettiert an einem beleuchteten Laborarbeitsplatz vor einem Bildschirm mit 3D-Molekülstruktur
Pharmazeutisches Forschungslabor – Wissenschaftlerin mit Pipette, Molekülstruktur-Monitor, blaue LED-Beleuchtung Illustration mit AI erstellt.

Bayer trennt sich von einem etablierten Onkologie-Präparat. Der Leverkusener Chemie- und Pharmakonzern veräußert die weltweiten Rechte an dem Krebsmedikament Stivarga an das Pharmaunternehmen Grünenthal. Die Vereinbarung sieht für Bayer Zahlungen von bis zu 375 Millionen Euro vor.

Reifes Krebsmedikament wechselt den Besitzer

Bei Stivarga handelt es sich um das Präparat Regorafenib, einen einmal täglich oral verabreichten Multikinase-Inhibitor. Zugelassen ist das Medikament zur Behandlung von metastasierendem Darmkrebs, hepatozellulärem Karzinom sowie gastrointestinalen Stromatumoren nach vorangegangener Therapie. In den vergangenen zehn Jahren wurden über eine Million Patienten in mehr als 90 Ländern mit dem Mittel behandelt.

Für Bayer markiert die Veräußerung den planmäßigen Abschied von einem Produkt, dessen Wachstumsphase beendet ist. Im Geschäftsjahr 2025 verzeichnete Bayer mit Stivarga einen Umsatzrückgang um 27 Prozent auf 338 Millionen Euro. Der Verlust der Marktexklusivität steht mittelfristig bevor: Mit direkter Konkurrenz durch Generika wird in Europa ab 2029 und auf dem US-Markt ab 2030 gerechnet.

Transaktion soll bis Anfang 2027 vollzogen sein

Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der üblichen regulatorischen Freigaben. Die beteiligten Unternehmen streben den formellen Vollzug für Ende 2026 oder Anfang 2027 an.

Käufer Grünenthal setzt mit der Übernahme seine Serie von Zukäufen fort. Das Unternehmen erwartet durch die vollständige Konsolidierung von Stivarga für das Geschäftsjahr 2027 einen Ergebnisbeitrag vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen von bis zu 100 Millionen Euro.

Entwicklung an der Börse

Die Transaktion ermöglicht Bayer, Erlöse aus einem reiferen Medikament vor Ablauf des Patentschutzes zu sichern. Das Management fokussiert die eigene Forschung und Vermarktung zunehmend auf neuere Entwicklungsprojekte in der Onkologie.

Die Bayer-Aktie notiert heute bei 49,41 Euro. Seit dem Jahresanfang verzeichnet das Papier einen Zuwachs von 34 Prozent. Vom 52-Wochen-Hoch trennt die Notierung ein Abstand von 8,3 Prozent.

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