Bayer, Aktie

Bayer Aktie: Amundi stockt Anteil auf 3 Prozent auf

Veröffentlicht am: 24.09.2026 um 13:19 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Amundi hält nun 3,04 Prozent an Bayer; Fortschritte im Pharmageschäft treffen auf eine noch offene Glyphosat-Entscheidung.

Flatlay auf weißem Untergrund: weiße runde Tabletten, Marmorstößel, grünes Pflanzenblatt, Glasflakon und gedrucktes DNA-Doppelhelix-Diagramm; Beschriftungskarte mit Text PHARMA
Top-down-Arrangement: weiße Tabletten, Mörser, grünes Blatt, DNA-Diagramm, Beschriftungskarte PHARMA Illustration mit AI erstellt.

Der französische Vermögensverwalter Amundi hat seine Beteiligung am Leverkusener Agrar- und Pharmakonzern ausgebaut. Wie aus einer Stimmrechtsmitteilung hervorgeht, überschritt der Investor am 14. September die Schwelle von 3 Prozent. Amundi hält seither 3,04 Prozent der Bayer-Stimmrechte.

Der Ausbau der Position fällt in eine Phase grundlegender Weichenstellungen für das Unternehmen. Nach Jahren schwerer Belastungen durch Rechtsstreitigkeiten und hohe Verbindlichkeiten honoriert der Kapitalmarkt zunehmend die strategischen Fortschritte des Managements. Die gestiegene Präsenz institutioneller Adressen unterstreicht das wachsende Vertrauen in die mittelfristige Erholung der Leverkusener.

Fortschritte im Pharmageschäft und Portfoliobereinigung

Rückenwind erhält der Konzern vor allem aus der Pharmasparte. Es handelt sich dabei um die erste neue Behandlungsoption in diesem Bereich seit über 30 Jahren.

Parallel dazu trennt sich Bayer von älteren Präparaten, um finanzielle Mittel freizusetzen und die Bilanz zu entlasten. Beim Verkauf des Krebsmedikaments Stivarga an das Pharmaunternehmen Grünenthal sicherte sich der Konzern Erlöse von bis zu 375 Millionen Euro. Für das Medikament läuft der Patentschutz in der Europäischen Union im Jahr 2029 aus, in den USA endet er 2030.

Mit solchen Schritten schärft das Unternehmen sein Profil und konzentriert sich auf jüngere Wachstumstreiber. Der Verkauf ermöglicht es Bayer, vor dem Verlust der Exklusivität wesentliche Werte zu realisieren. Gleichzeitig stärken die Zuflüsse den finanziellen Spielraum für Forschung und Schuldenabbau.

Warten auf gerichtliche Klarheit bei Glyphosat

Die größte Belastung bleibt unterdessen der Rechtskomplex um den Unkrautvernichter Glyphosat. Vor dem Missouri Circuit Court fand am 14. September die gerichtliche Anhörung zur finalen Genehmigung des ausgehandelten Sammelvergleichs statt.

Eine Entscheidung des Gerichts steht noch aus und wird zu einem späteren Zeitpunkt erwartet. Ein rechtlicher Abschluss in Missouri gilt für Beobachter als wichtiger Schritt auf dem Weg zu nachhaltiger Rechtssicherheit.

An der Börse spiegeln sich die operativen Schritte und die Hoffnung auf rechtliche Fortschritte bereits wider. Die Bayer-Aktie verzeichnet seit Jahresanfang ein Kursplus von 33 Prozent und notiert bei 49,18 Euro. Damit bringt der Konzern eine Marktkapitalisierung von 48,17 Milliarden Euro auf die Waage.

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