Bayer, Aktie

Bayer Aktie: Amundi baut Stimmrechte auf 3,04 Prozent aus

Veröffentlicht am: 28.09.2026 um 09:52 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Zwei Milliarden Euro aus Hybridanleihen stärken Bayers Finanzierung; der Verkauf von Stivarga ist noch an Bedingungen geknüpft.

Forscherin im weißen Kittel pipettiert an einem beleuchteten Laborarbeitsplatz vor einem Bildschirm mit 3D-Molekülstruktur
Pharmazeutisches Forschungslabor – Wissenschaftlerin mit Pipette, Molekülstruktur-Monitor, blaue LED-Beleuchtung Illustration mit AI erstellt.

Zwischen Portfoliomaßnahmen, Kapitalbeschaffung und juristischen Schritten treibt Bayer die Neuausrichtung des Konzerns voran. Vorbörslich steht die Aktie bei 50,06 Euro. Seit Jahresanfang summiert sich der Kursgewinn auf 35 Prozent, womit sich der Titel nach einer längeren Schwächephase spürbar erholt zeigt.

Veränderungen im Aktionariat und bei den Bilanzen

Auch auf der Investorenseite gibt es Bewegung. Der Vermögensverwalter Amundi S.A. hat seinen Stimmrechtsanteil an Bayer auf 3,04 Prozent ausgebaut, nachdem die Beteiligung zuvor bei 2,96 Prozent gelegen hatte. Die zugrunde liegende Schwellenberührung erfolgte am 14.09.2026. Der Zukauf signalisiert ein wachsendes Engagement institutioneller Adressen in einer Phase, in der Bayer seine Kapitalstruktur neu ordnet.

Flankiert wird diese Entwicklung durch umfangreiche Refinanzierungsmaßnahmen. Bayer platzierte Hybridanleihen über insgesamt zwei Milliarden Euro, aufgeteilt in zwei Tranchen mit Volumina von jeweils einer Milliarde Euro.

Die Papiere wurden mit Kupons von 5,75 Prozent und 6,25 Prozent ausgestattet und weisen Non-Call-Perioden von sechs beziehungsweise neun Jahren auf. Die Erlöse dienen allgemeinen Unternehmenszwecken und verschaffen dem Konzern finanziellen Handlungsspielraum.

Portfoliofokus und Altlasten

Gleichzeitig trennt sich das Unternehmen von Randaktivitäten im Pharmabereich. Das Pharmaunternehmen Grünenthal vereinbarte mit Bayer den Erwerb des Krebsmedikaments Stivarga. Die Transaktion umfasst ein Volumen von bis zu 375 Millionen Euro. Der Vollzug der Vereinbarung steht unter den üblichen Bedingungen einschließlich behördlicher Genehmigungen, wobei die Beteiligten mit einem Abschluss gegen Ende 2026 oder Anfang 2027 rechnen.

Im US-Geschäft bemüht sich der Konzern um Fortschritte bei den bestehenden Rechtsstreitigkeiten rund um den Unkrautvernichter Glyphosat. Bei einer Anhörung zu einem vorgeschlagenen Roundup-Sammelvergleich vor rund zwei Wochen, seither plus 2,8 Prozent, forderte die Tochtergesellschaft Monsanto laut Reuters einen US-Richter in Missouri auf, die Vereinbarung endgültig zu genehmigen.

Blick auf die anstehenden Geschäftszahlen

Die Marktteilnehmer richten ihre Aufmerksamkeit nun verstärkt auf die fundamentale operative Entwicklung. Mit einem Niveau über dem 50-Tage-Durchschnitt von 48,57 Euro bleibt das Papier charttechnisch gestützt. Wie sich die jüngsten Schritte in der Bilanz niederschlagen, wird sich in Kürze zeigen: Bayer veröffentlicht am 03.11.2026 die Ergebnisse für das dritte Quartal 2026, begleitet von einem Video-Call für Investoren.

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